{"id":13250,"date":"2021-05-24T09:03:57","date_gmt":"2021-05-24T09:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13250"},"modified":"2021-05-24T09:03:57","modified_gmt":"2021-05-24T09:03:57","slug":"verantworten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13250","title":{"rendered":"verantworten"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13251\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210524_100335-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210524_100335-293x300.jpg 293w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210524_100335-768x787.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210524_100335-1000x1024.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><br \/>\nGeb\u00e4rendes Auge<\/h6>\n<h5>Tats\u00e4chlich ist auch das Auge ein Geburtsort. Innen wird vorbereitet, gebr\u00fctet, gedacht, betrachtet, wahrgenommen usw. Dann kommt es auf verschiedene Arten und Weisen entweder zum Wort, oder zum Blick, oder auch zur K\u00f6rpersprache. Man tr\u00e4gt die Verantwortung, kein Zweifel. Nach l\u00e4ngerem Aufenthalt im Menschsein wird einem klar, was das bedeutet, oder bedeuten kann. Die Deutungen und Auslegungen der Welt haben viel, wenn nicht alles mit den inneren Einstellungen zu tun, mit denen wir unterwegs sind, seit wir uns der Bedeutung des Ausdruckes bewusst wurden. Das geistige Geburtgeben unteliegt denselben Bedingungen wie das k\u00f6rperliche. Beide verdienen meines Erachtens mehr Aufmerksamkeit. Lassen wir einmal kurz die V\u00f6lker beiseite, wo die Frau keine Wahl hat, ob sie einen Menschen, vorz\u00fcglich einen Mann, in die Welt setzen m\u00f6chte oder nicht, aber auch hierzulande ist die Frage nach wie vor angebracht, ob dem ungeheuren Sch\u00f6pfungsvorgang die Wertsch\u00e4tzung, die ihm zweifelsfrei geb\u00fchrt, wirklich gegeben wird. Ich sehe die Frau nicht als jemanden, die sich dieses k\u00f6rperlich geb\u00e4renden Vorgangs unbedingt unterziehen muss, nein, ganz im Gegegnteil. Ich hatte mir selbst diese ernste Frage gestellt, ob ich\u00a0 daf\u00fcr geeignet bin, so eine lebenslange Verantwortung freiwillig zu tragen, und die Antwort war nein. Nur in Indien musste ich mich manchmal in den ersten Jahren den auf Mitleid getrimmten Blicken und Fragen der Frauen stellen, wo denn das Kleine w\u00e4re und der dazugeh\u00f6rige Erzeuger. Sp\u00e4ter begleitete mich aus denselben Augen eher der Neid, dass ich meines Weges gehen konnte, und vor allem wohin ich wollte, ohne dass es irgend jemanden gab, der mich davon abhalten konnte oder k\u00f6nnte. Wo die Verantwortung in den vergangenen Jahren aber zunimmt, ist den Worten gegen\u00fcber, vor allem aber dem Blick auf alles, auf mich, auf die Menschen, auf die Welt. Dieser Blick und diese Worte werden innen gen\u00e4hrt. I c h f\u00fcttere sie mit der Milch meines Wesens. Unter meiner Obhut entwickeln sie sich, und obwohl sie nicht alles sind, was ich bin, dr\u00fcckt sich das, was ich \u00fcber mich wei\u00df, durch sie aus. Die Welt, in der ich mich bewege, entwickelt sich gem\u00e4\u00df ihres Verhaltens. Und da es leicht passieren kann, dass man in selbst gebastelten oder fremdbestimmten Blasen landet, hei\u00dft es immer wieder, mal in Kellergew\u00f6lben, mal in Dachstuben nachzuschauen, wieviel Staub sich angesammelt hat auf all dem, was mir selbstverst\u00e4ndlich vorkommt, und welche Wirkung es erzeugt im Au\u00dfenraum. Es gibt auch immer mal wieder Zeitr\u00e4ume, in denen Erfrischungen m\u00f6glich sind, zum Beispiel durch N\u00e4he zur Kunst, in der erste Str\u00f6mungen von gesellschaftlichen und menschlichen Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten am ehesten erscheinen, denn sie (die K\u00fcnstlerInnen) sind allein mit sich bei der Zeugung, und auch hier wird sie manchmal verhindert oder zerst\u00f6rt, und niemand erf\u00e4hrt davon, dass ein Kind unterwegs war. Letzten Endes hat jedes Erzeugen ohne Liebe keine guten Karten. So hei\u00dft die Frage vielleicht auch: wo will ich die Liebe, die mir zur Verf\u00fcgung steht, hinlenken? Wo f\u00fchlt sie sich wohl, wo kann sie sein, ohne zu schaden oder gesch\u00e4digt zu werden. Man lernt dazu, das ist hilfreich. Die Sache ist schwer in ihrem ganzen Ausma\u00df zu erfassen und kann einen ganz sch\u00f6n bescheiden machen. Andrerseits hat man die Freiheit, am eigenen Tor zu stehen und reife und menschlichkeitsf\u00f6rdende Entscheidungen zu f\u00e4llen. Selbst die G\u00e4nsehaut spricht ihre eigene Sprache, und man kann sie trotzdem verstehen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geb\u00e4rendes Auge Tats\u00e4chlich ist auch das Auge ein Geburtsort. Innen wird vorbereitet, gebr\u00fctet, gedacht, betrachtet, wahrgenommen usw. Dann kommt es auf verschiedene Arten und Weisen entweder zum Wort, oder zum Blick, oder auch zur K\u00f6rpersprache. Man tr\u00e4gt die Verantwortung, kein Zweifel. Nach l\u00e4ngerem Aufenthalt im Menschsein wird einem klar, was das bedeutet, oder bedeuten kann. 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