{"id":13167,"date":"2021-05-14T09:25:34","date_gmt":"2021-05-14T09:25:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13167"},"modified":"2021-05-15T08:58:39","modified_gmt":"2021-05-15T08:58:39","slug":"stabilitaet-des-ungewissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13167","title":{"rendered":"Stabilit\u00e4t des Ungewissen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13171\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_103857-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_103857-225x300.jpg 225w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_103857-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>\u00a0\u00a0 <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-13169\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_094254-277x300.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_094254-277x300.jpg 277w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_094254-768x832.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/20210514_094254-945x1024.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><br \/>\nNoch wer \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &amp; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wer noch<\/p>\n<h5>Die beiden Bilder sind kleine Ausschnitte aus einer Wort-Arbeit, die wir im Haus zusammen w\u00e4hrend des Lockdowns gemacht haben. Ich mag das Wort &#8218;NOCH&#8216;, und habe es selbst einmal in einem Gedicht zur Kernaussage gemacht im Sinne von: Noch sind wir da. Noch da noch. Noch da. Jetzt, im Angesicht anstehender Lockerungen, sind wir vermutlich erst einmal froh, dass wir noch da sind. Gestern erhielt ich die Nachricht vom\u00a0 Tod eines Mannes im indischen Dorf, den ich sehr gut kannte und sch\u00e4tzte. Er war erst um die f\u00fcnfzig herum und es fiel mir schwer, ihn mir nicht lebend vorzustellen. Etwas in mir weigerte sich, ich rief noch jemanden an, um es best\u00e4tigen zu lassen. Eben nicht mehr da jetzt, nicht mehr da. Der Tod manifestiert eine sehr eindeutige Realit\u00e4t, mit der man umgehen muss. Deswegen zeigt es sich auch hier als g\u00fcnstig, dem Ungewissen eine gewisse Stabilit\u00e4t verliehen zu haben. Dass das Sterben gewiss ist, alles andere findet im Noch statt. Noch da noch. Noch da. Man sieht vor dem geistigen Auge eine Unmenge Tore sich \u00f6ffnen im Au\u00dfenbereich. Die Phase des Wieder-D\u00fcrfens wird allerorts eingeleitet. Und wir wissen nat\u00fcrlich nicht (wie immer) wer da herauskommt aus diesem kollektiv auferlegten R\u00fcckzug, der eine sp\u00fcrbare Verdichtung in die Weltatmosph\u00e4re gebracht hat. Das war kein Ramadan, wo man zwar auch macht, was einem schwer f\u00e4llt, aber wenn man es schafft, f\u00fchlt man sich pudelwohl (denke ich mal). Es wird gefeiert, und so manche Frau, k\u00f6nnte ich mir vorstellen, bedauert, dass es vorbei ist, denn nun gibt es wieder viel Raum f\u00fcr das, was man gerne das Normale nennt, was durchaus und immer mal wieder aufs Neue zu begr\u00fcbeln w\u00e4re. Denn dahin \u00f6ffnen sich ja wieder die Tore f\u00fcr die, die es vermisst haben, das Normale eben, das es nie gab und das es auch jetzt nicht gibt. Noch wissen wir gar nicht, wie uns diese Erfahrung gepr\u00e4gt hat, dieser Bann, dieser Stau, diese Flut neuer Regeln und Begriffe. Welche drei G&#8217;s bitte sollen&#8216; erst einmal sein? Ach so, das D\u00fcrfen geht ja noch weiter. Gut, wenn man sich freieisen konnte. Poch poch an das milchige Eis der Erstarrung. Alles, was nicht aus dem freien Willen herausgeboren wird, unterliegt einer Gefahr der Erstarrung. Niemand mag es, wenn man muss, was man nicht will. Manchmal muss man trotzdem, doch kann man sich auch daf\u00fcr entscheiden, klar, es ist ja kein Kinderspiel. Entdecke ich also einen Hauch von Furcht\u00a0 in mir (?), dass es jetzt sichtbar werden wird, was in den H\u00e4usern geschehen ist, als sie viel weniger als sonst besucht werden durften, und nun die Resultate des jeweiligen Ausbr\u00fctens\u00a0 in Erscheinung treten. Gut, wir werden sehen. Wie stabil sich das Ungewisse wirklich zeigt, und wie wir damit umgehen werden. Mit uns selbst und mit den Anderen.<\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0\u00a0 Noch wer \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 &amp; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Wer noch Die beiden Bilder sind kleine Ausschnitte aus einer Wort-Arbeit, die wir im Haus zusammen w\u00e4hrend des Lockdowns gemacht haben. Ich mag das Wort &#8218;NOCH&#8216;, und habe es selbst einmal in einem Gedicht zur Kernaussage gemacht im Sinne von: Noch sind wir da. 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