{"id":13057,"date":"2021-04-30T08:52:34","date_gmt":"2021-04-30T08:52:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13057"},"modified":"2021-04-30T09:05:52","modified_gmt":"2021-04-30T09:05:52","slug":"wuetende-trauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13057","title":{"rendered":"w\u00fctende Trauer"},"content":{"rendered":"<p><a class=\"eHAdSb\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=i&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.dw.com%2Fde%2Fviele-tote-bei-massenpanik-in-israel%2Fa-57383036&amp;psig=AOvVaw2OA41oLc9O-07EG8V2snCN&amp;ust=1619855908764000&amp;source=images&amp;cd=vfe&amp;ved=0CAIQjRxqFwoTCPCSndu_pfACFQAAAAAdAAAAABAE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-label=\"DW aufrufen\" data-ved=\"0CAIQjRxqFwoTCPCSndu_pfACFQAAAAAdAAAAABAE\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"n3VNCb\" src=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/57382912_101.jpg\" alt=\"Viele Tote bei Massenpanik in Israel | Aktuell Nahost | DW | 30.04.2021\" width=\"384\" height=\"216\" data-noaft=\"1\" \/> <\/a><a class=\"eHAdSb\" tabindex=\"0\" role=\"link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/url?sa=i&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.ibtimes.co.in%2Fkumbh-mela-2013-marred-by-series-of-tragedies-worst-stampedes-till-date-photos-435636&amp;psig=AOvVaw1P-QCBuvksFrBC5utdkkKz&amp;ust=1619859408386000&amp;source=images&amp;cd=vfe&amp;ved=0CAIQjRxqFwoTCNDR5dfMpfACFQAAAAAdAAAAABAY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" aria-label=\"IBTimes India aufrufen\" data-ved=\"0CAIQjRxqFwoTCNDR5dfMpfACFQAAAAAdAAAAABAY\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"n3VNCb\" src=\"https:\/\/data1.ibtimes.co.in\/en\/full\/344971\/kumbh-mela.jpg?h=450&amp;l=50&amp;t=50\" alt=\"Kumbh Mela 2013 Marred By Series of Tragedies: Worst Stampedes Till Date  [PHOTOS] - IBTimes India\" width=\"346\" height=\"216\" data-noaft=\"1\" \/><\/a><\/p>\n<h5>Innerhalb von drei Minuten morgendlich geh\u00f6rter Nachrichten kann einem viel zugemutet werden. Das linke Bild zeigt die Versammlung orthodoxer Juden beim Lag-Baomer-Fest, offensichtlich noch bevor etwas geschah, was \u00fcber vierzig Menschen das Leben und \u00fcber hundert K\u00f6rperverletzte kostete. Rechts das ber\u00fchmteste Hindu Fest Indiens, gerade zu Ende gegangen, auch hier maskenlos zelebriert und Anlass gigantischer Sorgen, also beide Feste ideale Super-Spreader-Events, aus deren Nachwehen menschliches Leid entsteht, das keiner mehr wirklich nachsp\u00fcren kann, oder will man gar nicht, oder kann gar nicht mehr. Der Gott ruft zum Feste, und was macht ihr dann mit ihm, wenn die Toten da liegen. Was geht&#8217;s mich an, oder geht es mich doch etwas an. Wie nebenher f\u00e4llt mir nat\u00fcrlich auf, dass sich vermutlich weder unter den schwarzen H\u00fcten noch unter der leuchtenden Asche keine Frau eingeschlichen hat, was sollte sie dort auch, ist der Gott doch eindeutig gepachtet. Oder ist er es nicht, wer will es noch diskutieren, Zu diskutieren w\u00e4re schon eher die ma\u00dflose Arroganz oder Frivolit\u00e4t machtbesessener Regierungen, die lieber das Leben ihrer B\u00fcrgerInnen aufs Spiel setzen als das religi\u00f6se Auf-und Abh\u00fcpfen ausfallen zu lassen und die wirklichen Drahtzieher hinter der Szene zu ver\u00e4rgern. Man braucht ja die Pilger und die Tumbheit selbsternannter Heiliger und die Touristen, alle auf ihrem eigenen Trip und doch vereint durch das Gef\u00fchl, die besten Durchblicker zu sein, die Auserw\u00e4hlten, die von Gott ganz besonders geliebten, f\u00fcr den man ja auch die B\u00e4rte wachsen l\u00e4sst und die Asche auftr\u00e4gt und die Waffen schleift und die Andersdenkenden ablehnen kann und muss, damit der eigene Abgrund nicht aus den N\u00e4hten platzt. Bis auf einmal \u00fcberall Tote herumliegen. Kann man zu einer Weisheit gelangen, die einen entspannt, weil man auf einmal auch sagen wird: what to do. War doch schon immer so. Und wann wird es geschehen, dass gl\u00e4ubige Hindus mit der selbstorganiserten Sauerstoffflasche im Arm wirklich wissen, dass sie von Modi betrogen werden und dass das, was sie erleben, das Resultat unverantwortlicher Handhabung der Regierungsgesch\u00e4fte ist. Aber auch dann: wo will man die Wurzel(n) des \u00dcbels finden? Schnell wird man bef\u00f6rdert zur eigenen Befindlichkeit, zur eigenen Ohnmacht, zur eigenen Kraft, die man braucht, um sich l\u00f6sen zu k\u00f6nnen von Illusionen, die einem selbst als Vorhang gedient haben oder dienen, um das schwer zu Verkraftende zu tragen, oder mitzutragen, oder zu begleiten. Der Raum f\u00fcr Botschaften ist bestechend klein geworden. Das besorgen jetzt Gruppierungen wie die QuerdenkerInnen, wo das Denken eben quer liegen darf, aber nicht so pr\u00e4zise sein soll, dass ein Reichsb\u00fcrger oder eine Esoterikerin nicht auch noch Platz darin h\u00e4tte. Und so kommen Trauer und Wut zusammen, denn wie kann man die Welt aus den Augen lassen, hat man doch in ihr das Licht erblickt. Und es ist genau dieses Licht, das jede\/r Geborene erblickt, das einem weiterhelfen kann, wenn man an die Grenzen des Aufnehmbaren st\u00f6\u00dft. Immer findet es neue Wege, die wiederum zu neuen Erfahrungen f\u00fchren, und gerne lasse ich das Es hier zum Ich werden.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innerhalb von drei Minuten morgendlich geh\u00f6rter Nachrichten kann einem viel zugemutet werden. Das linke Bild zeigt die Versammlung orthodoxer Juden beim Lag-Baomer-Fest, offensichtlich noch bevor etwas geschah, was \u00fcber vierzig Menschen das Leben und \u00fcber hundert K\u00f6rperverletzte kostete. 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