{"id":13039,"date":"2021-04-27T08:16:17","date_gmt":"2021-04-27T08:16:17","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=13039"},"modified":"2021-04-27T08:16:17","modified_gmt":"2021-04-27T08:16:17","slug":"nachschlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=13039","title":{"rendered":"nachschlagen"},"content":{"rendered":"<h6><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-13040\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210427_091956-300x146.jpg\" alt=\"\" width=\"413\" height=\"201\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210427_091956-300x146.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210427_091956-768x374.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210427_091956-1024x498.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 413px) 100vw, 413px\" \/><br \/>\nMa\u00df nehmen am Firmament<\/h6>\n<h5>W\u00e4hrend es in Indien auch f\u00fcr mich unm\u00f6glich ist, einen Vollmond zu verpassen, da au\u00dfer dem Sehen auch noch gebetet und getrommelt und gefeiert wird, passiert es mir hier \u00f6fters, das Verpassen des Vollmondes. Nun ist aber gerade der Himmel mal wieder fast wolkenlos, und so war er also nicht zu \u00fcbersehen, oder sie, die Chandra Mata, wie er in Indien hei\u00dft, wo er weiblich ist, und wenn es sich ergibt, dass der ganze Umfang dieses Mondes zeitlich noch vor mir liegt, dann will ich auch genau wissen, wann er oder sie die ganze F\u00fclle erreicht. Das habe ich dann\u00a0 nachgeschlagen und dieses Bild gefunden. Auch der Satz stand irgendwo im Mondkontext, leider nicht von mir, denn hier ging es um eine Methode des Messens, w\u00e4hrend dieselben Worte einen poetischen Schub in mir ausl\u00f6sten. Ma\u00df nehmen am Firmament! Au\u00dferdem kann man sich den Satz\u00a0 vorstellen als eine sehr praktische \u00dcbung, die ganz einfach durchf\u00fchrbar w\u00e4re: man liegt nachts irgendwo herum und starrt eine Zeitlang ins Firmament hinein, und schon, viel schneller als man denkt, hat man das angemessene Ma\u00df zur Verf\u00fcgung. Einerseits mein Winzlings-Ich als erstaunlich Bedeutungsloses, andrerseits kann ich genau von meinem Seinspunkt aus ein unbegrenztes Ma\u00df wahrnehmen, und es ist diese F\u00e4higkeit der bewussten Wahrnehmung, die den Menschen vom anderen Menschen, dem Tier und den Pflanzen und den Dingen unterscheidet. Auch das mag ein Fehlgedanke sein, denn was wissen wir schon von anderen Wahrnehmungen als unseren eigenen. Immer bleibt da eine Distanz zwischen mir und dem Unendlichen, das ich nicht bin.(Oder bin ich es doch.) So bleibt mir nichts anderes \u00fcbrig, als es durch mich zu verstehen, was es wiederum spannend und unterhaltsam macht. Neulich erfanden wir ein simples Spiel, bei dem wir jeweils zwei Worte in einen Beh\u00e4lter legten. Dann nahmen wir in einer neuen Runde davon e i n Wort heraus, um das herum wir, ohne dass die Anderen das Wort kannten, etwas \u00fcber uns aussagen sollten. Ich bekam das Wort &#8218;Ortung&#8216;, das ich in meinem Leben vorher weder bewusst geh\u00f6rt noch ausgesprochen hatte, mich aber sofort vertraut damit f\u00fchlte. Klar, es hatte &#8218;ORT&#8216; in sich, ein Wort, mit dessen drei Buchstaben ich bereits fr\u00fcher gegaukelt hatte, ROT und TOR eben, das kann nicht jedes Wort. Doch Ortung ist ja nochmal was anderes. Was bedeutet es denn, fragte ich mich und schaute nach bei Meister Wiki, und da passierte etwas v\u00f6llig Unerwartetes. Ich las gebannt: &#8218;Als Ortung werden Verfahren bezeichnet, mit denen die r\u00e4umliche Position entfernter Objekte im Verh\u00e4ltnis zum Beobachter ermittelt wird. In der Regel wird hierbei in bestimmter Richtung eine Distanzmessung vorgenommen. Daf\u00fcr k\u00f6nnen Signale ausgesandt werden, die vom zu ortenden Objekt durch Reflexion zur\u00fcck an den Sender gelangen, so etwa Licht und Schallwellen&#8216;. Zwar fand meine Aufnahme des Gesagten auch hier auf der poetischen Ebene statt, aber ich muss gestehen, wie verbl\u00fcfft ich war, mich derart durch die Definition eines Begriffes verstanden zu f\u00fchlen. Hier sind ja sehr schnelle innerliche Vorg\u00e4nge am Werke, die zu einem Resultat f\u00fchren, das man nur selbst verstehen kann. K\u00e4me man in die Situation, es, zum Beispiel durch eine Nachfrage, erkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, m\u00fcsste man sich was Naheliegendes ausdenken, was wiederum der eigenen Erfahrung oft in keiner Weise entspricht. Aber der M\u00fche wert ist es trotzdem.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ma\u00df nehmen am Firmament W\u00e4hrend es in Indien auch f\u00fcr mich unm\u00f6glich ist, einen Vollmond zu verpassen, da au\u00dfer dem Sehen auch noch gebetet und getrommelt und gefeiert wird, passiert es mir hier \u00f6fters, das Verpassen des Vollmondes. 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