{"id":12867,"date":"2021-04-06T08:55:44","date_gmt":"2021-04-06T08:55:44","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12867"},"modified":"2021-04-06T08:55:44","modified_gmt":"2021-04-06T08:55:44","slug":"vorbei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12867","title":{"rendered":"vorbei"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-12872\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210406_100309-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210406_100309-292x300.jpg 292w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210406_100309-768x790.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/20210406_100309.jpg 928w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<h5>Vorbei das Osterfest, ach echt jetzt, schon das zweite Ostern im Lockdown. Meine Ohrmuscheln empfangen das als eine gute Nachricht, na ja, gut ist vielleicht \u00fcbertrieben, vielleicht nur interessant im Kontext bestimmter Gedankeng\u00e4nge, die man ja durchweg hatte und weiterhin hat. So ist durch die L\u00e4nge der Pandemie gew\u00e4hrleistet, dass diese eingeforderte Kreativit\u00e4t, mit den neuen Umst\u00e4nden umzugehen, auf jeden Fall eine Art Garantie bildet im Hinblick auf Ver\u00e4nderung, an deren Konstrukt so ziemlich alle willentlich oder unwillentlich beteiligt sind. Das macht allerdings einen gro\u00dfen Unterschied, denn wenn man noch Raum hat f\u00fcr freie Gestaltung, kann man sich durchaus daran erfreuen. Wenn man keine Angestellten hat, die man bezahlen muss, wenn Kinder keine gesch\u00e4ftlich, k\u00f6rperlich oder geistig betroffene Eltern haben, oder durch Covid (noch) niemanden betrauern mussten (oder auch d a m i t umgehen lernen), oder keine n\u00f6rgelnden Familienangeh\u00f6rigen, oder wenn man nicht in L\u00e4ndern lebt, wo man gerade wirklich ungern sein w\u00fcrde. Oder Zeit hat, sich langsam darauf einzustellen, dass man ein ganz bestimmtes Land, das man geliebt hat, vielleicht nicht wieder besuchen k\u00f6nnen wird usw. Und wenn man all das inmitten des Ungewissen sich entwickeln lassen und mit einem lebendigen Auge darauf schauen kann, wie es sich alchemisch in einem selbst verdichtet und man sich fragen muss (an einem bestimmten Punkt), welchen Teil der Legierung man herauskristallisiert haben m\u00f6chte, ob man das Gold m\u00f6chte oder die Asche, beides gleicherma\u00dfen attraktive Projekte, um die man als Mensch kaum herumkommt. Und in der Tat wissen wir doch, dass gerade Blockaden, die den Weg in die gew\u00fcnschte R\u00fcckkehr in das als &#8218;das Normale&#8216; Deklarierte versperren, die tiefen Gew\u00e4sser der Psyche in Bewegung bringen, denn alle wollen raus aus dem als Stau Empfundenen. Doch wie, wenn alle im Stau stehen. In der Zwischenzeit wissen wir ja, dass es sehr darauf ankommt, mit wem ich auf der Reise bin. Alles sich Ver\u00e4ndernde kann auch bereichernd wirken, oder man erkennt mal an, wie sehr man abh\u00e4ngig ist von der Gesellschaft der Anderen, f\u00fcr die Mahlzeiten, f\u00fcr die Gespr\u00e4che, f\u00fcr die vom Humor getragene Durchhaltekraft, von der Eindeutigkeit der Zusammenh\u00e4nge, so komplex ihre Inhalte auch sein m\u00f6gen. Die Dankbarkeit als solche kann mal in Fluss kommen, die Wertsch\u00e4tzung, die ungetr\u00fcbte Sicht auf das menschlich Geleistete, unter dessen liebevollen M\u00fchen man reifen konnte, und den eigenen Teil dazu geben, ohne an eigenen Vorteil denken zu m\u00fcssen. Man wei\u00df inzwischen auch, dass man sich selbst h\u00fcten muss, denn genau in dieser Aufmerksamkeit liegt die Freiheit, die zur Verf\u00fcgung steht. Unvorstellbar viel Freiheit! Man stelle sich in die Mitte des Raumes und breite die Fl\u00fcgel aus. Jetzt ist es wachsam, das Adlerauge. Drau\u00dfen f\u00e4llt Schnee auf das gr\u00fcne Gras. Dann wieder Sonne.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbei das Osterfest, ach echt jetzt, schon das zweite Ostern im Lockdown. Meine Ohrmuscheln empfangen das als eine gute Nachricht, na ja, gut ist vielleicht \u00fcbertrieben, vielleicht nur interessant im Kontext bestimmter Gedankeng\u00e4nge, die man ja durchweg hatte und weiterhin hat. 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