{"id":12797,"date":"2021-03-27T10:16:26","date_gmt":"2021-03-27T10:16:26","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12797"},"modified":"2021-03-27T10:16:26","modified_gmt":"2021-03-27T10:16:26","slug":"dick-und-doof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12797","title":{"rendered":"Dick und Doof"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 320px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-12797-1\" width=\"320\" height=\"240\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/VID-20210326-WA0001.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/VID-20210326-WA0001.mp4\">http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/VID-20210326-WA0001.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<h1><\/h1>\n<h5>Das Video wurde mir gestern zugespielt, und ich legte gern das bunte Bildlein zur Seite, das f\u00fcr den Platz gedacht war, um mich an den schlichten Sch\u00f6pfergaben zu erfreuen, die zwischen Bild und Wort stattfinden k\u00f6nnen. Wie oft kann man zum Beispiel Lachen als unangebracht empfinden, und dann es wiederum an Orten auftauchen sehen als eine \u00dcberlebenskraft, vielleicht oft die einzige, die geblieben ist, (auch) im Angesicht eines wahrscheinlichen Todes. Oder man ertappt sich bei festgezurrten \u00dcberzeugungen oder hat sich erfolgreich hineinmanipuliert in eine Spielform, die einem gar nicht gut tut. So etwas kann Jahre dauern, bis wieder ein herzliches Lachen d e n Raum gefunden hat, den es braucht f\u00fcr seine Existenz, die ja oft mit befreiender Wirkung verbunden wird, vor allem nat\u00fcrlich das herzliche Lachen, das aus der Tiefe steigt und beschwingt \u00fcber einen hinausw\u00e4chst. Ich selbst habe nie einen Dick und Doof Film gesehen, finde aber diesen Ausschnitt, wie gesagt in Kombination mit den gew\u00e4hlten Worten, herrlich gew\u00e4hlt. Auch ein anderes Bild, das in der Welt gerade die Runde\u00a0 macht, dient dem Geist als Z\u00fcndstoff des Absurden, dessen Eigenschatten sich auf vielerlei Ebenen ausdr\u00fccken: ein Containerschiff, vollgeladen mit woanders Gebrauchtem, blockiert den Hals des Kanals. Die Wirkung ist nicht nur f\u00fcr Laien schwer einzusch\u00e4tzen. Noch zuckt es in den Anf\u00e4ngen dem einen oder anderen Schiffscontainerkapit\u00e4n durch den Kopf, das Eigene noch zu wenden und den l\u00e4ngeren Umweg anzupeilen, da sind es schon zu viele, die deswegen nicht mehr umkehren k\u00f6nnen. Alle glauben jeden Tag aufs Neue, das Ganze muss doch bald aufh\u00f6ren, da h\u00f6rt es aber gar nicht auf. Oder es h\u00f6rt so sp\u00e4t auf, dass sich bereits eine andere Sicht auf die Dinge durchgesetzt hat. Auf jeden Fall muss damit umgegangen werden, dass der Weg nicht mehr frei ist. Man selbst kennt diese Irritation schon bei kleinen Anl\u00e4ssen, wenn das Licht vor der Zugschranke eben nicht mehr gelb ist und man genau die paar Minuten da herumh\u00e4ngen muss, die einen h\u00e4tten p\u00fcnktlich ankommen lassen am Ziel. Diese seltsamen Bewegungen an der Oberfl\u00e4che, die keinem wirklichen Grund entsprechen, eher einer Unruhe, die glaubt, dass etwas sein k\u00f6nnte, was es gar nicht ist. Wichtig, wesentlich, bedeutsam. Die wohlklingende Note des Wesentlichen erklingt wohl erst, wenn man die notwendigen Fahrten und Irrfahrten hinter sich hat, die einem langsam aber sicher beibringen, wie und wodurch die eigene Bewegung entsteht. Das querliegende Containerschiff bietet ja gerade die Gelegenheit, den Tatsachen ins Auge sehen zu k\u00f6nnen oder zu m\u00fcssen. Womit man wieder allein ist, weil man die Fahrtrichtungen der Anderen gar nicht kennt, oder nur so ungef\u00e4hr. Aber es ist auch wahr, dass einen keiner davon abh\u00e4lt, ein Leid gemeinsam zu bew\u00e4ltigen, oder sich von herzlichem Lachen anstecken zu lassen. In dem Fall gehen die Rosenbl\u00fcten an Dick und an Doof.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Video wurde mir gestern zugespielt, und ich legte gern das bunte Bildlein zur Seite, das f\u00fcr den Platz gedacht war, um mich an den schlichten Sch\u00f6pfergaben zu erfreuen, die zwischen Bild und Wort stattfinden k\u00f6nnen. 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