{"id":12790,"date":"2021-03-26T09:35:34","date_gmt":"2021-03-26T09:35:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12790"},"modified":"2021-03-26T09:36:18","modified_gmt":"2021-03-26T09:36:18","slug":"anblicken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12790","title":{"rendered":"anblicken"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12782\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210322_161012-e1616750971330-246x300.png\" alt=\"\" width=\"282\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210322_161012-e1616750971330-246x300.png 246w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210322_161012-e1616750971330-768x938.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210322_161012-e1616750971330-839x1024.png 839w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210322_161012-e1616750971330.png 1069w\" sizes=\"auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px\" \/><\/h1>\n<h5>Ich wei\u00df ja nicht, und kann es gar nicht wissen, wie viele Menschen die Erfahrung kennen, auf einmal irgendwo hinzustarren, wo etwas, was eigentlich gar nicht sein kann, doch da ist. Ein griechisches Profil in einer Bettlakenfalte, ein einpr\u00e4gsames Antlitz, das einen vom Brotbelag her anblickt, sodass man nicht mehr zubei\u00dfen k\u00f6nnte, h\u00e4tte man der Form einen Namen gegeben. Ganz zu schweigen von bestimmten Tagen, sch(m)erzhaft von mir die SeherInnentage genannt, wo entweder dichte Wolken \u00fcber den Himmel ziehen, in denen turbulente Welten sich abspielen, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat und auch nie sehen wird. Oder die bis ins Mark ersch\u00fctternden Monsoonw\u00e4nde, auf denen das Sehen zur Schweigepflicht wird. Man will ja nicht M\u00e4rchentante sein, obwohl es z.B. in Indien seherisch kaum Grenzen gibt , das kann auch geistig zu befreienden Momenten und bestenfalls zu befreiendem Lachen f\u00fchren. Irgendwann wird einem auch klar, dass jeder harmlos auf das Gesehene gestreckte Finger nicht bedeutet, dass man gemeinsam in den Wolken oder auf W\u00e4nden (z.B.) Sokrates und Vergil in neuer Komposition auf einem Streitwagen durch die Weltmeere navigieren sieht, nein, denn jeder sieht, was er oder sie will, oder muss oder kann, und auch die Quantenphysik hat nicht geholfen, das Bewusstsein auf die Qualit\u00e4t der gedanklichen Substanz zu bef\u00f6rdern, oder zumindest ein Interesse am eigenen Wahrnehmungsvorgang zu entwickeln. Und klar, wieweit ein zerkn\u00fclltes Papier einen Geist anregen kann, steht nicht in den Sternen geschrieben, und auch die Sternenschrift ist ein Produkt der Vorstellungskraft. So schien mir das Symbol der Zerkn\u00fcllung gut geeignet, den bereits als historisch deklarierten Augenblick meinerseits zu dokumentieren, in dem Angela Merkel den als gef\u00e4hrlich erfassten Kipp-Vorgang des Corona Prozesses noch einmal auffangen konnte mit ihren hohen diplomatischen und menschlichen F\u00e4higkeiten. Das wird zumindest bei allem entstandem Schaden einen Moment \u00fcberdauern, bevor die Notlage vermutlich weiter eskaliert. Das so gerne als vertrauensselig Empfundene wird ersch\u00fcttert, dabei f\u00fchrt es doch geradewegs zur eigenen, pers\u00f6nlichen Einsch\u00e4tzung, ohne die alles wie ein von Anderen abgekartetes Spiel\u00a0 erscheinen muss, in das man widerstrebend verstrickt wird. Wird\u00a0 man ja auch teilweise, Hauptsache, man kann es weiterhin f\u00fcr sich einordnen und marschiert nicht irgendwo mit in Gruppen, die man f\u00fcr Gleichgesinnte h\u00e4lt. Vielleicht muss man bald doch eine Weile den inneren Projektor abstellen, oder sich mit erh\u00f6hter Aufmerksamkeit um d i e Art der Programme k\u00fcmmern, die man sich zumuten m\u00f6chte. Schlie\u00dflich sind nicht nur die Lebendigen unterwegs, sondern auch die Toten, und auch bei ihnen muss man sich entscheiden, an wen man sich wendet. Kann sein, dass das in Zeiten, in denen massiv getextet wird, noch wesentlicher wird. Eben das Wesen selbst, mit dem man sich verbindet oder verbunden f\u00fchlt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df ja nicht, und kann es gar nicht wissen, wie viele Menschen die Erfahrung kennen, auf einmal irgendwo hinzustarren, wo etwas, was eigentlich gar nicht sein kann, doch da ist. 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