{"id":12674,"date":"2021-03-15T09:33:49","date_gmt":"2021-03-15T09:33:49","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12674"},"modified":"2021-03-15T09:33:49","modified_gmt":"2021-03-15T09:33:49","slug":"auf-und-einbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12674","title":{"rendered":"auf &#8211; und einbrechen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12675\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023-111x300.png\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023-111x300.png 111w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023.png 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12676\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856-111x300.jpg\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856-111x300.jpg 111w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12675\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023-111x300.png\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023-111x300.png 111w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_174023.png 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12676\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856-111x300.jpg\" alt=\"\" width=\"111\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856-111x300.jpg 111w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210313_173856.jpg 330w\" sizes=\"auto, (max-width: 111px) 100vw, 111px\" \/><\/p>\n<h5>Nach langer Zeit ist das h\u00f6chst wertgesch\u00e4tzte Buch von Jiddu Krishnamurti &#8218;Einbruch in die Freiheit&#8216; wieder bei uns aufgeataucht. Da liegt es herum und kommt einem vertraut vor. Eigentlich dachte ich es hei\u00dft &#8218;Aufbruch in die Freiheit&#8216;, aber nein, Einbruch, obwohl ich Aufbruch besser finde als Einbruch. Wie soll man denn in die Freiheit einbrechen. Au\u00dferdem waren seine Reden in Englisch, wieder einmal eine \u00dcbersetzungs-Bredouille. Aber wenn der Name &#8218;Krishnamurti&#8216; auftaucht, taucht f\u00fcr mich vor allem ein Teil seiner Geschichte auf, die diesen Titel eigentlich in ganzer H\u00f6he und Tiefe dokumentiert. Denn, es ist noch gar nicht so lange her, wurde Krishnamurti in Indien von Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft als zuk\u00fcnftiger Weltlehrer ausgerufen. Man hatte das alles jahrelang in esoterischem Milieu pr\u00e4zise vorbereitet, und der Tag kam, die ganze Gesellschaft war versammelt. Da trat Krishnamurti, der alle spirituellen Kriterien erf\u00fcllt hatte, ans Mikrofon und erkl\u00e4rte, dass er das, n\u00e4mlich der Weltlehrer, nicht sei, und alle m\u00f6gen bitte nach Hause gehen, das Spiel sozusagen beendet. So viel ich wei\u00df, ist er der Einzige geblieben, der zu solch einem Kraftakt f\u00e4hig war. Am Wochenende hatten wir eine G\u00e4stin, die uns davon erz\u00e4hlte, wie sie kurz vor ihrer Hochzeit, als die Einladungskarten schon drau\u00dfen waren, von ihrem zuk\u00fcnftigen Mann wegen einem der \u00fcblichen Klackse, die auf Tieferes hinweisen, gegen die Wand gedr\u00fcckt worden und verstand, dass das f\u00fcr sie nicht akzeptabel war, und l\u00f6ste die Heirat wieder auf. Das ist nat\u00fcrlich nicht des R\u00e4tsels L\u00f6sung, aber hier geht es um die Erkenntnis, dass man sich auch ein vorhersehbares Unheil ersparen kann. Krishnamurti wurde trotzdem Lehrer, f\u00fcr etwas anderes war er wenig geeignet. Und weil er ziemlich belichtet und gut durchgearbeitet war, kam ihm das, was er sprach, einfach vor, aber die meisten seiner Sch\u00fclerInnen verstanden ihn nicht, was zu weiteren Reflektionen f\u00fchren k\u00f6nnte, wollte man den Faden dort aufnehmen. Bemerkenswert an der Anekdote ist, dass Krishnamurti offensichtlich eine Wahl hatte. Der ganze Zirkus muss ihn schon lange vorher beunruhigt haben, n\u00e4mlich, dass Menschen \u00fcber ihn verf\u00fcgten, die ihre eigenen Ziele hatten. Denen war es wichtig, einen anbetungsw\u00fcrdigen Halbgott zu erschaffen, dessen sie sich bedienen konnten, um ihre Botschaften in die Welt zu tragen. Da man ihm st\u00e4ndig eingetrichtert hatte, dass er der gro\u00dfe Weltlehrer sei, muss ihm irgendwann aufgefallen sein, dass er das gar nicht so sah, obwohl er den Anspruch locker h\u00e4tte erf\u00fcllen k\u00f6nnen.Viele Menschen nach etwas oder jemanden, der es besser wei\u00df. Und ja, immer wieder meldet sich jemand f\u00fcr den Posten, dann ist versichert, dass zumindest eine kleine Weile, einen hartn\u00e4ckigen Husten lang, niemand merkt, dass die Ausgew\u00e4hlten es auch h\u00e4ufig nicht wissen, sondern nur eine Menge Behauptungen aufstellen, die kompatibel erscheinen mit ihren Pl\u00e4nen. Unseren Pl\u00e4nen, denn wir behaupten ja auch. Wo befindet sich \u00fcberhaupt diese Freiheit, zu der man aufbrechen oder in die man einbrechen kann? Und hey!, sagte der Mentor von den beiden Republikanern Josh Hawley und Ted Cruz, was macht ihr denn da, ihr wisst es doch besser, dass das, was ihr da tut, nicht akzeptabel ist. Vernichtet liegt sie da, die akademische Intelligenz, wenn es ihr so leicht f\u00e4llt, sich zu verkaufen. Ob es wohl in Hitler so einen Moment gab, wo ihm das Ausma\u00df seines Hasses klar wurde, bevor er ihn auf das j\u00fcdische Volk loslie\u00df. Oder Oppenheimer, als er selbst h\u00f6chstpers\u00f6nlichen den &#8218;Little Boy&#8216; vorsichtig hinten in den Wagen packte, damit die Atombombe, an der er mit seiner Genialit\u00e4t mitgebastelt hatte, nicht noch ihn selbst verschlang. Nein, es sind die Anderen, die herhalten m\u00fcssen, damit einer sich r\u00e4chen kann am Unvergebenen, oder aber nicht anders kann, als auf den vermeintlich hochverdienten Orgasmus hinzusteuern, der, wie wir wissen, viel Weiteres nach sich ziehen kann.<\/h5>\n<h1><\/h1>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach langer Zeit ist das h\u00f6chst wertgesch\u00e4tzte Buch von Jiddu Krishnamurti &#8218;Einbruch in die Freiheit&#8216; wieder bei uns aufgeataucht. Da liegt es herum und kommt einem vertraut vor. Eigentlich dachte ich es hei\u00dft &#8218;Aufbruch in die Freiheit&#8216;, aber nein, Einbruch, obwohl ich Aufbruch besser finde als Einbruch. Wie soll man denn in die Freiheit einbrechen. 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