{"id":12656,"date":"2021-03-12T09:44:18","date_gmt":"2021-03-12T09:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12656"},"modified":"2021-03-12T09:44:18","modified_gmt":"2021-03-12T09:44:18","slug":"schmerzhaft-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12656","title":{"rendered":"schmerzhaft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-12657\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"347\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-768x766.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210310_164214.jpg 931w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/p>\n<h5><span style=\"color: #000000;\">Eigentlich stand ein Geburtstagsfr\u00fchst\u00fcck auf dem Plan, auch immer ein bisschen extra Action, um den Ausnahmezustand zu koordinieren, der dann ja in die rechtm\u00e4\u00dfig zu erwartende Freude flie\u00dft, bzw. flie\u00dfen kann, wenn eben alles dazu Erforderliche im Fluss ist. Nicht so heute. Um 6 Uhr fr\u00fch meldete sich ein Freund, um wegen kaum auszuhaltender Schmerzen ins Krankenhaus gefahren zu werden. Umdenken der Planung, neue Einstellungen aktivieren. Wer f\u00e4hrt, wer bleibt, um nicht auf alles gleichzeitig zu verzichten. Neue Aufgabenteilung, m\u00fchelos. Zwei von uns fuhren also los und holten ihn ab. Man kann sich die Schmerzen eines Anderen ja gar nicht vorstellen, sondern wei\u00df nur noch vage, wie es war, als man selbst damit allein war und die Anderen nur schemenhaft um einen herumliefen, um im Gl\u00fccksfall hilfreich zu sein auf irgendeine Weise. Auf dem Weg ins Krankenhaus dachte ich an den Strom der Menschen, die st\u00e4ndig in dieser Situation waren und sind, jetzt noch versch\u00e4rft durch Covid 19. Dieses Herumsitzen in schrecklichen Wartezimmern ist schon genug, jetzt aber die Krankenbetten hilflos davonrollen sehen, bei den Sterbenden nicht dabei sein k\u00f6nnen, bei den Leidenden auch nicht. Ich dachte auch daran auf dem Weg, dass die Maske, mit der ich mich unauff\u00e4llig durch den einzigen Laden bewegt hatte, in dem ich zur Zeit einkaufe, jetzt im Krankenhaus nur eine Gefahr f\u00fcr mich darstellen w\u00fcrde, und diese medizinische Spitzmausmaske steckte noch in der Spitztmausmaskenh\u00fclle, die hatte ich jetzt nicht dabei. Allerdings hatte ich mich schon entschieden, den Freund nur bis zur T\u00fcr zu bringen, er hatte zum Gl\u00fcck so ein Ding auf. Es stellte sich heraus, dass wir eh nicht hinein durften, das muss man sich mal vorstellen. Kurz traf in mir Emp\u00f6rung auf eigene Zwergenhaftigkeit: ihn da \u00fcbergeben zu m\u00fcssen an wer wei\u00df wen, auf jeden Fall den \u00dcberforderten von all dem Irrsinn, an dem sie n\u00e4her dran waren als wir. Wir nur Sandk\u00f6rnchen im Weltgetriebe, wenn ich mal schnell diesen wunderbaren Titel (Arte: Corona &#8211; Sand im Weltgetriebe) an mich rei\u00dfen darf (d\u00fcrfen!) mit dem unerf\u00fcllbaren Wunsch, er w\u00e4re mir selbst etwas fr\u00fcher eingefallen, was h\u00e4tte man nicht alles damit verbinden k\u00f6nnen. Allerdings waren diese Beitr\u00e4ge nicht schlecht, sodass ich sie sogar schon empfohlen habe.\u00a0 Interessant war diese Erfahrung, dass durch einen Notfall alles ausgehebelt wird. Man wird praktisch aus der eigenen Bahn geworfen und muss sich nun dem Erschienen ergeben. Wenn im Prozess etwas gelingt, ist man froh und kann zu den Festlichkeiten zur\u00fcckkehren. Wenn man selbst nichts weiter tun kann, ist es angebracht, dass die Zust\u00e4ndigen sich k\u00fcmmern. Wahr ist auch, dass es nicht nur schlimm ist, Schmerzen zu haben, sondern es ist auch schlimm, Schmerzen zu begleiten, wegen dieser Hilflosigkeit, wegen dieser Ohnmacht. Gestern abend hatte der Freund den Notarzt gerufen, der konnte ihm nicht nur nicht helfen, sondern danach wurde es noch schlimmer. Ich dachte, es w\u00e4re heute ein Leichtes, Schmerzen einzud\u00e4mmen, sogar die schlimmsten durch die Palliativmedizin. Aber vermutlich muss das alles erst durch die R\u00e4der der medizinischen M\u00fchle gemahlen werden, bevor das Erl\u00f6sende verabreicht werden kann. Dann haben wir doch noch unser Geburtstagsfr\u00fchst\u00fcck einnehmen k\u00f6nnen, alle ein wenig daneben, aber wird schon. Jetzt hei\u00dft es warten, bis wir h\u00f6ren, was eigentlich los ist.\u00a0 <\/span><\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich stand ein Geburtstagsfr\u00fchst\u00fcck auf dem Plan, auch immer ein bisschen extra Action, um den Ausnahmezustand zu koordinieren, der dann ja in die rechtm\u00e4\u00dfig zu erwartende Freude flie\u00dft, bzw. flie\u00dfen kann, wenn eben alles dazu Erforderliche im Fluss ist. Nicht so heute. 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