{"id":12618,"date":"2021-03-06T09:24:09","date_gmt":"2021-03-06T09:24:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12618"},"modified":"2021-03-06T12:29:07","modified_gmt":"2021-03-06T12:29:07","slug":"6-maerz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12618","title":{"rendered":"6.M\u00e4rz"},"content":{"rendered":"<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12619\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210305_153333-300x288.png\" alt=\"\" width=\"361\" height=\"347\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210305_153333-300x288.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210305_153333-768x736.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210305_153333.png 818w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/h5>\n<h5>Am 6. M\u00e4rz vor einem Jahr bin ich aus Indien zur\u00fcckgekommen, und w\u00fcrde auch jetzt, w\u00e4re ich wieder dort gewesen, nach hierher unterwegs sein. Die Schwierigkeit des Transits bestand vor allem darin, auf einmal eine Menge Dinge und Gewohnheiten zur\u00fccklassen zu m\u00fcssen, die ein gewisses Ma\u00df an Zugeh\u00f6rigkeit erzeugt haben, wie: Essen, die Sprachen Englisch und Hindi, die automatisch erscheinenden Handhabungen: wie man isst, was man isst, wer man ist in dieser ans Herz genommenen Nebenheimat. Die Menschen, die Freunde, die Farben, der verl\u00e4ssliche Sonnenschein. Und nat\u00fcrlich die geistige Verfassung, die sich in einer anderen Kultur automatisch ver\u00e4ndert, allein schon durch Worte und Gedanken, die dort vorherrschend sind. Aber immerhin, am 6. M\u00e4rz 2020 gab es schon ein gemeinsames Thema: der Begriff &#8218;Corona&#8216; tauchte auf als Schattenfig\u00fcrchen, und in den St\u00e4dten fingen sie an, Masken zu tragen. Ich hatte mir auch schon im Pharmacy-Shop eine gekauft und fand f\u00fcnf\u00a0 Rupien f\u00fcr das Ding ziemlich teuer. Als der gr\u00e4ssliche Abgrund hinausgeworfener Arbeiter sich auftat und das an diesem Virus beteiligte Sterben begann, h\u00f6rte ich allerdings auch von indischen Freunden, dass es viele Infektionen g\u00e4be, aber wenig Tote. Sie f\u00fchrten es auf ihr stabiles Immunsystem zur\u00fcck. Das muss man wohl eher als ein \u00dcberh\u00e4ngsel des alten Systems sehen, in dem sich nicht nur der Meatburger durchgesetzt hat, sondern alles, was zu noch gr\u00f6\u00dferer Habgier und Machthunger f\u00fchrt, und das um jeden Preis. Mein Vater las noch B\u00fccher \u00fcber Yogis, die durch extreme \u00dcbungen die Ideen des menschlichen Verhaltens permanent sprengen konnten, alles im eigenen M\u00e4rchenreich der fliegenden Teppiche, wo Wunder und das schier Unm\u00f6gliche an der Tagesordnung waren. Als ich neulich, auch ein kleines Wunder, aus einem Impuls heraus meinen Cousin in Texas kontaktierte, um zu fragen, ob er es warm hat in der Eisesk\u00e4lte (was er bejahte), da erz\u00e4hlte er mir, von tibetischen Yogis gelesen zu haben, die auf Eis sa\u00dfen, denen man (in einem Film) Handt\u00fccher auf die Schultern legte, die sie dann durch Yoga-Atmung getrocknet h\u00e4tten. Da wei\u00df man wie durch viele andere Beispiele, dass etwas vorbei ist, sozusagen sein eigenes Ende produziert hat, und selbst da haben alle Beteiligten noch was davon. Dann gibt es noch eine Ebene, von der auch Dr. Drosten sprach in einem Interview. Es gab ein wirklich sehr lustiges Video von ihm, in dem ein Schauspieler ihn synchronisierte und erz\u00e4hlen lie\u00df, wie er diese Virus-Geschichte eigentlich erfunden h\u00e4tte an einem angeheiterten Abend mit seinem chinesischen Freund Li Peng. Aber jetzt habe ich geh\u00f6rt, dass er ganz w\u00fctend war \u00fcber die Comics und nach allen m\u00f6glichen Shitstorms an R\u00fcckzug aus der \u00d6ffentlichkeit denkt, unter anderem, weil er nicht mehr in der Lage war, die ganzen Missverst\u00e4ndnisse zu kl\u00e4ren. Das war eh unm\u00f6glich, denn, wie er meinte, g\u00e4be es in den Wissensbereichen ganz klare Kompetenzen, die f\u00fcr die Allgemeinheit zur Beurteilung nicht mehr geeignet sind. Der Witz dabei ist, dass es immer mindestens einen Anderen geben muss, der das jeweils Ausgebr\u00fctete erkennt und verstehen und einordnen kann. Schon da ist ein \u00dcbersetzungsk\u00fcnstler n\u00f6tig, denn die Bahn zur Entwicklung muss ja trotzdem freigelegt werden, damit der Pfad sp\u00e4ter gefunden und nachvollzogen werden kann.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. 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