{"id":12592,"date":"2021-03-03T09:24:22","date_gmt":"2021-03-03T09:24:22","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12592"},"modified":"2021-03-03T09:24:22","modified_gmt":"2021-03-03T09:24:22","slug":"momentaufnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12592","title":{"rendered":"Momentaufnahme"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-12593\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210301_163402-300x290.jpg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210301_163402-300x290.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210301_163402-768x742.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20210301_163402.jpg 929w\" sizes=\"auto, (max-width: 365px) 100vw, 365px\" \/><\/h1>\n<h5>Die starken Farben, mit denen ich gerade hantiere, kommen aus einem (Pelikan)-Malkasten unseres ehemaligen Vermieters, der sehr sch\u00f6ne Aquarelle damit gepinselt hatte. Er war Therapeut bis zum letzten Atemzug, ein erstaunlich gro\u00dfz\u00fcgiger Mensch und gleichzeitig verborgen wie eine Perle in einer Muschel. Von ihm habe ich zum ersten Mal den Begriff\u00a0 &#8218;Freischwebende Aufmerksamkeit&#8216; geh\u00f6rt, der von Freud stammt, aber m\u00fchelos in die Welt der meditativen Praktiken eingelassen werden kann und in kargen, aber genial pr\u00e4zisen Worten genau das beschreibt, was dort vor sich geht. Allerdings neigt sich der oder die meditativ Praktizierende niemandem zu mit dieser geschulten Ohrmuschel, nein, sondern die Wachsamkeit ist auf die Erforschung des eigenen Raumes gerichtet, eben um bei sich selbst zu schauen, was dort vor sich geht und wie man sich den Weg bahnen kann durch die auftretenden Hindernisse. Auf jeden Fall gibt es f\u00fcr den Weg, f\u00fcr den man sich entschieden hat (denn man entscheidet sich auf jeden Fall f\u00fcr einen Weg, auch wenn man es scheinbar dem Weg \u00fcberl\u00e4sst, einen zu leiten, f\u00fcr den bewusst oder unbewusst gew\u00e4hlten Weg also gibt es dann immer h\u00e4ufiger Hinweise. Nat\u00fcrlich kann man auch jederzeit den eingeschlagenen Weg abbrechen und einen anderen w\u00e4hlen. Daf\u00fcr muss man nat\u00fcrlich wissen, warum einem der zur Zeit begangene nicht richtig erscheint, auf was kommt es also an? Neulich habe ich auf einem amerikanischen Sender ein Interview gesehen mit ehemaligen Q-Anon Anh\u00e4ngerInnen, die schienen alle auf ihre Art verbl\u00fcfft, dass ihnen das passieren konnte, so einen offensichtlichen Bl\u00f6dsinn zu glauben: zum Beispiel dass Joe Biden eigentlich gar kein Mensch sei, sondern ein zusammengesetzter Alien, und dass morgen, also am 4. M\u00e4rz, Donald Trump wieder Pr\u00e4sident werden w\u00fcrde, in dem sie auf eindeutig mysteri\u00f6se Weise einen Gott sehen. Es kann erschreckend sein, wenn man begreift, wie anders das Sehen andrer Menschen sein kann. Und das kann gut genutzt werden, indem man die eigene, eingefahrene Seite des Selbstverst\u00e4ndlichen sieht. So habe ich neulich den Farbkasten wieder ins Auge gefasst und mich dann auf die aufreibende Fahrt ins Reich der Farben eingelassen. Es wird so lange gehen, wie die Farben reichen, dann sehen wir weiter. L\u00e4den werden ge\u00f6ffnet sein, Flugzeuge bald wieder \u00fcberall hin-und herfliegen, ein tiefes \u00c4chzen der stillgelegten Maschinerie h\u00f6rbar, in Fahrt gebracht mit teurem \u00d6l. Eine durchgeimpfte Menschheit begibt sich auf Wanderung und die Suche nach dem Faden aus dem verlorenen Labyrinth.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die starken Farben, mit denen ich gerade hantiere, kommen aus einem (Pelikan)-Malkasten unseres ehemaligen Vermieters, der sehr sch\u00f6ne Aquarelle damit gepinselt hatte. Er war Therapeut bis zum letzten Atemzug, ein erstaunlich gro\u00dfz\u00fcgiger Mensch und gleichzeitig verborgen wie eine Perle in einer Muschel. 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