{"id":12550,"date":"2021-02-27T09:32:10","date_gmt":"2021-02-27T09:32:10","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12550"},"modified":"2021-02-27T12:21:05","modified_gmt":"2021-02-27T12:21:05","slug":"empfehlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12550","title":{"rendered":"empfehlen"},"content":{"rendered":"<h6>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12551\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210225_182402-300x271.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210225_182402-300x271.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210225_182402-768x695.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210225_182402-1024x926.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210225_182402.jpg 1068w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12555\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210226_110154-300x271.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"271\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210226_110154-300x271.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210226_110154-768x695.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210226_110154-1024x926.png 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210226_110154.png 1068w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><br \/>\nKerberos, der 3-k\u00f6pfige H\u00f6llenhund, der den Eingang des Totenreiches bewacht<\/h6>\n<h5>Etwas taucht auf, man ergreift es spielerisch und verbindet es mit etwas anderem, mit was es bisher nichts zu tun hatte, und wenn man Geschichtenerz\u00e4hlerIn ist, kann man daraus eine Geschichte machen. Zum Beispiel die Geschichte eines H\u00f6llenhundes, der, nicht zuletzt \u00fcber meine Abbildung, zur\u00fcckgerufen wird im Dienste einer Pandemie bzw. in die Darstellung eines Totenreiches, in dem Kerberos den Eingang bewacht. Oder ich blicke auf ein leeres Blatt, nehme dann das tiefdunkle Rot, das der Farbe des Blutes entspricht. Und, obwohl ich gerade bewusst der entstehenden Form widerstrebe, setzt sich das wachsame Tier mit den uralten Augen durch, bzw. drei von ihm, hier nur zwei zu sehen. Die schwertgleiche Zunge will M\u00f6glichkeiten des Blutr\u00fcnstigen vorgeben, bildet aber eher ein bewachtes Tor f\u00fcr die durchgleitenden Nachen. Oder das Tier, nun ohne das Gegen\u00fcber gesehen, beklagt mit gef\u00e4hrlichen T\u00f6nen die menschliche Sucht der Zerst\u00f6rung, ohne R\u00fccksicht auf die vielen Verluste. Oder ich war fr\u00fch unterwegs im kollektiven Unterbewusstsein, habe mal dort hingeschaut und dann hier, und ja, da konnte man schon ein Graulen vernehmen in den Korridoren, einen Widerstand gegen die Einschr\u00e4nkungsmacht, ein fast vergessener Trieb, sich nichts sagen lassen zu wollen, was sich dem Nachvollziehbaren entzieht, das kann schon ein Kind mit drei Jahren. Das Pl\u00e4dieren an die Vernunft hat Hochsaison, und vielerorts ist sie bereits baden gegangen, **** nature! Vielleicht sollte man sich etwas intensiver mit dem Sterben befassen, immerhin einer der intensivsten Durchg\u00e4nge, die dem Menschen bl\u00fchen, und nein, keine\/r kam von da zur\u00fcck, denn die, die zur\u00fcckkamen, sind ja nicht gegangen. Man h\u00e4lt sich auf dem Weg zur Stockn\u00fcchternheit zumindest eine Weile an die simpelste Variante der Logik. Wenn ich wei\u00df, dass es keinen Kerberos am Eingang des Totenreiches gibt, kann ich mich trotzdem an der Symbolik erfreuen, die sich mir gezeigt hat. Dann habe ich noch eine weitere Samstagsgeschichte auf Lager, die ich beim Fr\u00fchst\u00fcck geh\u00f6rt habe. Irgendwo in der N\u00e4he gibt es eine Waldorfschule, in die ein Zwillingspaar geht, deren Mutter wir kennen, von der die Geschichte kommt: In einer Unterrichtsstunde las der Lehrer ein Gedicht vor, in dem das Wort &#8218;Schl\u00e4chter&#8216; vorkam. Eine Sch\u00fclerin wehrte sich dagegen, das Wort auszusprechen. Der Lehrer meinte, das ginge nicht, denn das sei schlie\u00dflich das Wort des Dichters. Aber andere Sch\u00fclerInnen schlossen sich an, die wollten alle das Wort &#8218;Schl\u00e4chter&#8216; nicht sagen. Da blieb dem Lehrerkollegium nichts anderes \u00fcbrig, als sie von der Aussprache des unliebsamen Wortes zu befreien. Den &#8218;H\u00f6llenhund&#8216; konnte ich wenigstens noch archaisch einordnen, aber den &#8218;Schl\u00e4chter&#8216;? F\u00fcr die Kinder war das nat\u00fcrlich ein erfolgreicher Siegeszug. Was nat\u00fcrlich nichts an der Tatsache \u00e4ndert, dass es ihn dennoch gibt (den Schl\u00e4chter), wenn auch in eher seltenen Ausgaben.\u00a0 Aber das hei\u00dft ja nicht, dass einem Kind die Begegnung damit passieren muss. Oder man h\u00e4tte den finsteren Schatten auf die Tierschlachth\u00f6fe lenken k\u00f6nnen. Nicht, dass dort was ablenken oder abfedern kann. Au\u00dferdem bin ich verantwortlich f\u00fcr den Zustand meines eigenen Darknets. Auch da kann Staub auf den weinroten Polstern lagern und blinde Spiegel das Lichtlose auf die verblichenen Perserteppiche werfen. Vollmond an einem der Samstage im Lockdown, als sich die meisten noch an das strikt Empfohlene hielten.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Kerberos, der 3-k\u00f6pfige H\u00f6llenhund, der den Eingang des Totenreiches bewacht Etwas taucht auf, man ergreift es spielerisch und verbindet es mit etwas anderem, mit was es bisher nichts zu tun hatte, und wenn man Geschichtenerz\u00e4hlerIn ist, kann man daraus eine Geschichte machen. 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