{"id":12355,"date":"2021-02-01T09:22:51","date_gmt":"2021-02-01T09:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12355"},"modified":"2021-02-01T11:40:16","modified_gmt":"2021-02-01T11:40:16","slug":"gutgehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12355","title":{"rendered":"gutgehen"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12364\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102911-60x300.png\" alt=\"\" width=\"67\" height=\"335\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102911-60x300.png 60w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102911.png 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 67px) 100vw, 67px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12360\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210131_164406-300x281.png\" alt=\"\" width=\"357\" height=\"334\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210131_164406-300x281.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210131_164406-768x721.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210131_164406.png 971w\" sizes=\"auto, (max-width: 357px) 100vw, 357px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12370\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102750-55x300.png\" alt=\"\" width=\"61\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102750-55x300.png 55w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/20210201_102750.png 167w\" sizes=\"auto, (max-width: 61px) 100vw, 61px\" \/><\/h1>\n<h5>Einmal meinte ein Mann w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4ches, er sei doch sehr pragmatisch, also vor allem pragmatischer als ich, und zum Gl\u00fcck fiel mir eine Tatsache ein, die nicht zu leugnen ist, n\u00e4mlich, dass wir auf diesem Planeten st\u00e4ndig in hoher Geschwindigkeit das All durchqueren, ob das pragmatisch genug sei. Nat\u00fcrlich kann Pragmatismus hier nur im Kopf stattfinden, die Gedanken sozusagen als die dazugeh\u00f6rige praktische Handlung. Ebensowenig ist es nat\u00fcrlich m\u00f6glich oder angebracht, sich t\u00e4glich daran zu erinnern, dass ich mich eigentlich nie in einer Bewegungsstarre befinde, oder besser einem selbst kann das passieren, aber ich werde dennoch automatisch bewegt. Auch ordnet man bestimmte Gedanken bestimmten Berufen zu, da, wo sie eben geeignet und nutzbringend sind. Der Eine erforscht die Sterne, der Andere stellt Musikinstrumente her. Aber alle werden mal von etwas Gemeinsamem angehaucht, vielleicht so etwas wie die Angst, verlassen oder zur\u00fcckgelassen zu werden in diesem Labyrinth der Geschichten, die allesamt nur um den Aufenthalt des Menschen auf dieser Erde gehen. Man gr\u00fcbelt sich z.B. einen Sinn zurecht, der nirgends zu finden ist, merkt aber, dass das scheinbar Sinnlose schwerer wiegt als das an den Sinn Geheftete oder mit ihm Verhaftete. Man hat sich ja im westlichen Denken an die &#8218;erwiesene&#8216; Tatsache gew\u00f6hnt, dass der Mensch sich vom Affentypus hochgearbeit hat bis zum feinsten Pinselstrich, ja und dann Flugzeuge und Smartphones\u00a0 und Wikipedia, das raubt einem sofort den Atem. Die vielen B\u00fccher, die um einen herumstehen und einem erz\u00e4hlen, auf wie viele Arten und Weisen man das alles sehen kann, was ja jeder sieht, denn alles ist da. Und wenn etwas dazukommt, dann ist das auch da, neue Worte im Duden, die einem die Zeit nahebringen, in der man lebt. Und dann der t\u00e4gliche Umgang mit den Welten, in denen man nicht lebt, also in jedem, den man antrifft, eine andere. Die Pandemie hat (u.a.) gezeigt auf vielerlei Weise, wie die Bremse zur Au\u00dfenwelt hin die Menschen auf sich, also auf uns zur\u00fcckwirft oder f\u00fchrt, sodass der Fluss der eigenen, eingefahrenen Weltwahrnehmung unterbrochen wird und andere Netzwerke im Gehirn aktiviert werden (k\u00f6nnen). Ein andauernder Lockdown eignet sich f\u00fcr so einiges, was man auch nach dem Lockdown g\u00fcnstig einsetzen kann. Mich packt zuweilen so ein Gef\u00fchl, als bewegte ich mich in einem surrealen Film, in dem alle so tun, als w\u00fcssten sie, wo es herkommt und wo es hingeht, dabei wei\u00df es ja keiner. Ich kenne auch die Wirkung eines intensiven Nus, in dem ich es ganz seltsam und unverstehbar finden kann, ein Mensch zu sein. Man gew\u00f6hnt sich so schnell daran, das Vorgefundene als einzige Realit\u00e4t zu betrachten, die keine Beweisf\u00fchrung braucht. Dabei l\u00e4uft die Entr\u00e4tselung st\u00e4ndig auf allen Ebenen auf Hochtouren, und\u00a0 das in allen Schattierungen. Denn es gibt auch irritie\u00f6rende Weisheiten, die alles Konstruierte \u00fcber den Haufen werfen und letztendlich auf die einfachsten aller Instrumentarien hinweisen. Wie es eben a u c h zu leben ist, das menschliche Leben. Es hat ja keiner behauptet, dass es einem auf der Reise nicht auch gut gehen soll. Denn gerade d a s ist doch, was jeden und jede von uns betrifft und interessiert: Wie man das macht, dass es einem (und auch den Anderen) so gut wie m\u00f6glich geht. Sonst wird das Ungewisse eine zu gro\u00dfe Last.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal meinte ein Mann w\u00e4hrend eines Gespr\u00e4ches, er sei doch sehr pragmatisch, also vor allem pragmatischer als ich, und zum Gl\u00fcck fiel mir eine Tatsache ein, die nicht zu leugnen ist, n\u00e4mlich, dass wir auf diesem Planeten st\u00e4ndig in hoher Geschwindigkeit das All durchqueren, ob das pragmatisch genug sei. 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