{"id":12222,"date":"2021-01-15T09:25:24","date_gmt":"2021-01-15T09:25:24","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12222"},"modified":"2021-01-15T09:25:24","modified_gmt":"2021-01-15T09:25:24","slug":"wohin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12222","title":{"rendered":"wohin"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-12223\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20210115_093322-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20210115_093322-300x186.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20210115_093322-768x476.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20210115_093322-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/20210115_093322.jpg 1590w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/p>\n<h5>Das Bild ist ein Ausschnitt aus der neuen &#8218;Zeit&#8216;-Titelseite und ich fand es grunds\u00e4tzlich und speziell eine gute Frage, wo Wut, wenn sie auftaucht, hingeht. Man kennt das ja von sich in kleinerem Ausma\u00df, dass man sich immer mal wieder mit dem Gef\u00fchl der Wut oder des \u00c4rgers oder der Emp\u00f6rung befassen muss und sie auseinanderhalten lernen, n\u00e4mlich wann ist was angebracht und wann keineswegs. Dass die Welt und wer darin auch immer m\u00f6chte, gerade zuschauen kann, wie sich der amerikanische, vierj\u00e4hrige Intelligenz-Lockdown langsam einen Ausweg sucht, der keine Hintert\u00fcr mehr ist, das ist einen politischen Aufatmer wert, war doch auch in diesen Jahren das Staunen dort zuweilen mit einem Schatten verbunden, der immer gr\u00f6\u00dfer zu werden drohte, wie in einem M\u00e4rchen, wenn alles viel, viel schlimmer kommt als man dachte, und dann kommt der Schrecken&#8216;, und dann die Erkenntnis, dass es noch viel schlimmer ist, als man zu denken wagte. Dann sieht man u.a., was ein einzelner Mensch anrichten kann, wenn die Schachfiguren und die Spielregeln \u00fcber den Haufen geworfen werden und nicht genug Geister sich rechtzeitig zur Wehr gesetzt haben, nein, immer sch\u00f6n mitgespielt und sich daran gew\u00f6hnt, auch so zu denken wie ein Anderer, weil so viel Profit darin lag und liegt in der N\u00e4he der Macht, nur, wohin geht dann die Macht? Und genau, wie wir uns anfangs \u00fcber die Kleidung von Angela Merkel lustig gemacht haben, so war Trump eine ganze Weile gut f\u00fcr am\u00fcsantes Unterhaltungsman\u00f6ver. Da wusste man noch nicht, dass es \u00fcber 70 Millionen davon gibt, denn diese Art von Selbstherrlichkeit rotiert auch unter Frauen, vor allem, wenn sie gewohnt sind, ihren M\u00e4nnern Folge zu leisten, weil der ihnen das beibringen konnte. Zuweilen r\u00e4tselt man, wie das sein kann, weil man doch einfach nur genau hinschauen muss. Und ja!, inzwischen wei\u00df ich es auch, dass jede\/r anders schaut und was anderes sieht und \u00fcberhaupt selten von au\u00dfen beurteilt werden kann, weil die interessanten Einzelheiten sich ja alle innen abspielen. Wenn ich allerdings meinen inneren Verdauungsapparat\u00a0 nicht geschult habe zu ergr\u00fcnden, was ich vom Au\u00dfen her in mich hineinlasse und dort zu meinem Denken verarbeite, dann staut sich das ganze Zeug an und w\u00fchlt und rumort und kommt nicht zur Ruhe. Dann erscheint auf der B\u00fchne so ein geistiger Trampel wie Trump und kann fast m\u00fchelos vermitteln, dass er mehr hat von allem als alle anderen. Davon wollen dann die Anderen auch was haben, obwohl, wie sich herausstellt, es gar nicht existiert, denn er existiert gar nicht, der bl\u00fchende Trump-Tower, nein, er ist vollkommen marode. In der Zwischenzeit ist das Spiel so weit gegangen, dass es nicht mehr beendbar ist. Das Labyrinth ist sozusagen \u00fcberf\u00fcllt, und der rote Faden nicht mehr sichtbar, wenn es denn einen gab. Dann sieht eines Tages jemand klar und deutlich, dass der Kaiser nackt ist und staunt, dass man es vorher nicht sehen konnte. Man konnte es aber sehen, hat aber geflissentlich dar\u00fcber hinweggel\u00e4chelt, wovon das L\u00e4cheln falsch wird. G\u00fcnstig ist, wenn das Ganze tats\u00e4chlich so weit geht, dass eine Grenze erreicht ist, wie eben jetzt der Angriff auf das Capitol. Ganz und gar absto\u00dfend die neue, s\u00e4uselnde Rede des dazu gezwungenen Mannes, dass jetzt alle Frieden haben wollen. Absto\u00dfend, wenn es so klar geworden ist, wie es wirklich ist. Dann muss man den Kerl noch irgendwie loswerden, ein weiteres (philosophisches) Problem. Wie wird man etwas, was man selbst in die Welt gesetzt und als sch\u00e4digend erkannt hat, wieder los? Das ist schwer, man kennt das ja von sich selbst. Wann verliert man den \u00dcberblick, und wann wird (z.B.) &#8218;Einfach leben, hoch denken&#8216; zur Vorzeigekarotte. Vieles kann und muss man sich selbst beantworten. F\u00fcr manches findet sich keine Antwort, und vielleicht wird es auch keine daf\u00fcr geben.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bild ist ein Ausschnitt aus der neuen &#8218;Zeit&#8216;-Titelseite und ich fand es grunds\u00e4tzlich und speziell eine gute Frage, wo Wut, wenn sie auftaucht, hingeht. 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