{"id":1209,"date":"2016-10-28T09:00:59","date_gmt":"2016-10-28T09:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=1209"},"modified":"2016-10-28T09:05:42","modified_gmt":"2016-10-28T09:05:42","slug":"vom-tellerrand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=1209","title":{"rendered":"Vom Tellerrand"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1212\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_104710-287x300.jpg\" alt=\"20161028_104710\" width=\"203\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_104710-287x300.jpg 287w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_104710-768x803.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_104710.jpg 918w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1213\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105049-231x300.jpg\" alt=\"20161028_105049\" width=\"163\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105049-231x300.jpg 231w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105049-768x999.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105049-787x1024.jpg 787w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105049.jpg 1022w\" sizes=\"auto, (max-width: 163px) 100vw, 163px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-1214\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105312-268x300.png\" alt=\"20161028_105312\" width=\"187\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105312-268x300.png 268w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105312-768x861.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/20161028_105312.png 802w\" sizes=\"auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px\" \/><\/p>\n<p>Wenn man den g\u00e4ngigen Spruch &#8222;\u00fcber den Tellerrand schauen&#8220;mal praktisch umsetzt, versteht man sofort, um was es geht. Wenn man am Tisch sitzt w\u00e4hrend des Essens und \u00fcber den Rand schaut, ist der Abstand zwischen Rand und Tisch noch klein und man sp\u00fcrt Boden unter den Augen. Nimmt man den Teller aber in beide H\u00e4nde und h\u00e4lt ihn \u00fcber dem Boden, wird einem das ganze Ausma\u00df dieses Quantensprungs bewusst. Ich verstehe also dann, wie heute w\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks, dass, wenn ich mich am Rande des Tellers, der hier f\u00fcr mein pers\u00f6nliches Ich steht, aufhalte und \u00fcber den Rand schaue, dann schaue ich direkt in die unheimliche Weite des Ungewissen, d.h. \u00fcber mich hinaus. Vielleicht hat Nietzsche das gemeint mit seinem Satz &#8222;der Mensch muss \u00fcberwunden werden&#8220;, so als st\u00fcnde er, der Mensch,\u00a0 verhaftet an die Sicherheit des Tellers, sich selbst im Wege, bis er auch davon loslassen kann. Nun springt man &#8222;normalerweise&#8220; auch nicht freiwillig in einen Abgrund, und das\u00a0 ohne Bungee-Gurt oder die relative Sicherheit eines Fallschirms, und erwartet dort das Pudelwohle. Nein, sondern man hat Angst vor dem Verlassen des Vertrauten, oder etwas haftet an uns aus unserer Geschichte und wir besch\u00e4ftigen uns noch mit dem eigenen Teller\u00a0 und den Tellern der Anderen und kommen gar nicht mit uns &#8222;zum Rande.&#8220; Muss man \u00fcberhaupt zum Rande kommen? k\u00f6nnte eine Frage sein. Nein, nicht unbedingt, w\u00e4re eine Variante der m\u00f6glichen Antworten, sondern nur, wenn entweder etwas geschieht, was einen zum Rand treibt und dort zu aufwendigen Prozessen, oder man freiwillig \u00fcber sich hinausschauen m\u00f6chte und das gef\u00fcrchtete Ungewisse als den Ort der Liebe erkennt und erf\u00e4hrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man den g\u00e4ngigen Spruch &#8222;\u00fcber den Tellerrand schauen&#8220;mal praktisch umsetzt, versteht man sofort, um was es geht. Wenn man am Tisch sitzt w\u00e4hrend des Essens und \u00fcber den Rand schaut, ist der Abstand zwischen Rand und Tisch noch klein und man sp\u00fcrt Boden unter den Augen. 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