{"id":12077,"date":"2020-12-26T09:41:33","date_gmt":"2020-12-26T09:41:33","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12077"},"modified":"2020-12-26T09:41:33","modified_gmt":"2020-12-26T09:41:33","slug":"verfolgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12077","title":{"rendered":"verfolgen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-12078\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201225_174539-300x294.png\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201225_174539-300x294.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201225_174539-768x753.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201225_174539.png 847w\" sizes=\"auto, (max-width: 348px) 100vw, 348px\" \/><\/p>\n<h5>Heute, h\u00f6re ich in den Nachrichten, wird f\u00fcr verfolgte Christen gebetet. Verfolgte Christen, verfolgte Juden, verfolgte Muslime, verfolgte Hindus, die Hutu und Tutsi Ebene eben, wo Schranken fallen, die zu weiterem Sterben und Missbrauch f\u00fchren. Nicht, dass sie da sein m\u00fcssten, oder m\u00fcssen sie doch immer da sein, wenn man sich \u00fcber die Vielfalt der Weltwahrnehmungen keine Illusionen mehr macht. Wenn man wei\u00df, dass der Mensch zu jedem H\u00f6llengang bereit sein kann, und auch in ziemlich erhabene Atmosph\u00e4ren sich zeitweilig begeben kann. Nicht durch die Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung, sondern durch das Staunen, was einem alles auch an Gutem und Vorz\u00fcglichen geschehen kann, ohne dass man erkennen kann, etwas daf\u00fcr getan zu haben. Aber vielleicht war es doch die oft uns\u00e4gliche M\u00fche, sich aus gelungenen Sch\u00f6pfungsprozessen auch wieder herausl\u00f6sen zu k\u00f6nnen, oft durch kluges Vermeiden belehrender Vorschriften. An andrer Stelle w\u00e4re es albern, sich gegen sie zu wehren, an wieder anderer Stelle w\u00e4re der zu bezahlende Preis zu hoch. Der japanische Spruch, der besagt, dass es Wichtigeres gibt als das Leben, kann die Wirkung eines Schwerthiebs hervorbringen. Man versteht gleichzeitig nichts und alles, denn man hat ja einerseits nur das eine Leben, zumindest in der jetzigen Fassung, und doch muss es einen\u00a0 Preis geben, der zu hoch ist f\u00fcr den Erhalt dieser Fassung. Dann hat man vielleicht (doch) etwas getan, was nicht wieder gut zu machen ist, wobei es auch da nicht nur darauf ankommt, dass alles gut&#8216; werden muss. Was ist schon gut. Gut k\u00f6nnen immer nur Bewegungen sein, die eine wohlwollende Ausrichtung in sich tragen, so, wie uns\u00a0 das vor Jahren der daf\u00fcr ger\u00fchmte japanische Forscher mitgeteilt hat \u00fcber die nachweisbare Wirkung also des beschriebenen oder besprochenen Wassers. Entscheiden muss man sich auch, ob man mit dem Strom oder gegen den Strom schwimmt. Vielleicht kommt es auch gar nicht so sehr darauf an, dass man irgendwo Bestimmtes ankommt, und der Weg ist wirklich das Ziel. \u00dcber was man dann noch redet, kann man auch vom Dalai Lama oder Erzbischof Tutu nicht lernen. Was man vielleicht beobachten k\u00f6nnte ist, dass sie sehr viel lachen. Es gibt ja auch zum Gl\u00fcck viel zum lachen, und wenn einem mal selber wieder das Lachen vergangen ist, sich aber unbedingt aufheitern m\u00f6chte, kann man in eher harmlosen Situationen zum Beispiel zu Loriot greifen, der wirklich den Kern menschlicher Verlogenheiten so trefflich zu skizzieren wei\u00df, sodass so ziemlich jeder verstehen kann, um was es da geht. Das sind Sonderbegabungen, deren Witz und Humor sich aus seherischen Abgr\u00fcnden hervorgearbeitet\u00a0 und den Tunnel hinter sich gelassen hat. Jetzt empfiehlt es sich nicht mehr, den anderen Menschen durch Illusionsbereitschaft zu sch\u00fctzen oder sch\u00fctzen zu wollen oder zu glauben ihn sch\u00fctzen zu m\u00fcssen, nein. Allein ist man bei diesem Abschied. Wenn an der Spitze der gro\u00dfen Pyramide eine k\u00f6rperdurchl\u00e4ssige \u00d6ffnung entsteht, k\u00f6nnen alle, die m\u00f6chten, da durch, aber immer nur einer allein. Es gibt vieles, was man nicht gemeinsam tun kann. Auch entscheiden kann immer nur einer allein. Wenn andere dabei sind, die auch entscheiden k\u00f6nnen, f\u00e4ngt eine neue Kunstfertigkeit an. Manchmal schie\u00dfen Lehrst\u00e4tten wie Pilze aus dem Boden, weil so viele auf einmal wissen m\u00f6chten, wie Menschen eigentlich miteinander zurechtkommen. Es w\u00fcrde doch nicht so viele Arbeitskreise zu den diversen Themen geben, wenn\u00a0 keine Notwendigkeit gesp\u00fcrt werden w\u00fcrde nach tieferem Verstehen der menschlichen Verhaltensweisen. Das Bild hoher T\u00fcren und weiter Tore geistert durchs Haus. Kein Heiland in Sicht, weil auch keiner erwartet wird. Nichts wird erwartet. Man kann sehen und erfahren, wie wohltuend das Licht der Honigkerzen auf den Raum wirkt. Vielleicht ist ja auch innen und au\u00dfen alles so still, weil niemand wei\u00df, wie es weitergeht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute, h\u00f6re ich in den Nachrichten, wird f\u00fcr verfolgte Christen gebetet. Verfolgte Christen, verfolgte Juden, verfolgte Muslime, verfolgte Hindus, die Hutu und Tutsi Ebene eben, wo Schranken fallen, die zu weiterem Sterben und Missbrauch f\u00fchren. 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