{"id":12024,"date":"2020-12-18T09:04:45","date_gmt":"2020-12-18T09:04:45","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=12024"},"modified":"2020-12-18T11:24:55","modified_gmt":"2020-12-18T11:24:55","slug":"besinnlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=12024","title":{"rendered":"besinnlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12028\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091018-192x300.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091018-192x300.jpg 192w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091018-768x1198.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091018-656x1024.jpg 656w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091018.jpg 916w\" sizes=\"auto, (max-width: 256px) 100vw, 256px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-12029\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091148-183x300.jpg\" alt=\"\" width=\"243\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091148-183x300.jpg 183w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091148-768x1259.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091148-624x1024.jpg 624w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201218_091148.jpg 1008w\" sizes=\"auto, (max-width: 243px) 100vw, 243px\" \/><\/p>\n<h5>Man, beziehungsweise ich, kann es ruhig ein kleines Wunder nennen, dass mir (dieses Jahr bewusst das deutsche Weihnachtsfest wahrnehmend), einfiel, dass in einer abschlie\u00dfbaren Metallkassette, wo die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schmale Auswahl meiner ehemaligen, also kinderzeitlichen Photos und Briefe lagern, dass eben dort auch die Weihnachtsgeschichte liegt, mit meiner 7-j\u00e4hrigen Handschrift offensichtlich vorsichtig gestaltet und geschichtlich wahrheitsgetreu wiedergegeben. Auch die Hirten, nein, es sind eben n i c h t die drei K\u00f6nige, sonst w\u00fcrden sie ja die schweren Geschenke dabei haben, sondern es sind die Hirten, alle mit einem Hirtenwanderstab ausger\u00fcstet, zu denen der Engel, der sie nat\u00fcrlich erstmal erschrickt, dann sagt &#8218;F\u00fcrchtet euch nicht!&#8216;, ein Satz, den man vor allem in Coronazeiten praktisch zu jedem, dem man begegnet, sagen k\u00f6nnte. Auch, bemerke ich, tauchen bei meiner Geschichte die K\u00f6nige gar nicht auf, es geht vor allem um die Hirten, die nach Bethlehem gingen, um selber nachzuschauen, was dort los ist. Auch lasse ich mir von anderen nicht erz\u00e4hlen, dass das Kind in einer H\u00f6hle geboren wurde, das w\u00e4re ja gelacht. Bei mir ist und bleibt es der Stall, in dem es geboren wurde, denn wo sollen denn sonst die K\u00fche und Ochsen herkommen, von denen kaum einer spricht, dabei ist es vermutlich ihnen zu verdanken, dass das Jesuskind \u00fcberlebt hat. Dann g\u00e4be es kein Christentum und jemand anderes h\u00e4tte kommen m\u00fcssen, um die geistige L\u00fccke zu f\u00fcllen. Religionen sind ganz sicher (u.a.) geistige Heilstationen, wo die Nichtgesehenen sich gesehen f\u00fchlen und die Wortlosen tr\u00f6stende Worte vorfinden, wenn man nicht gerade in einem Zen-Kloster landet, wo es um andere Dinge geht als Trost. Obwohl man so ziemlich alle Lehren und alles Wissen in letzter Konsequenz\u00a0 als ein Trostpflaster sehen kann, unter dem sich die Wunde schlie\u00dft, aber nicht als Geheiltes in Erscheinung treten kann. Es ist nat\u00fcrlich auch so, dass Maria und Josef und das Kleinkind ja nie wirklich gestorben sind, sondern sie leben \u00fcberall weiter, in Moria, in den unmenschlichen Zust\u00e4nden der Ghettos, in den Wohnzimmern. Es ist kalt, sie haben nichts zu essen und frieren. Wenige der Kinder werden als Jesus herangedeihen, wissen wir doch, dass keine Geschichte wiederholbar ist, so sehr es auch so scheinen mag. Immer ein anderer Hunger, immer ein anderer Krieg, immer eine andere Familie. Und die, die mehr als genug haben und unterwegs sind, um noch mehr in ihre H\u00e4user zu tragen, denen tun dann um Weihnachten herum nat\u00fcrlich solche leid, die aus welchen Gr\u00fcnden auch immer an diesem Schwirren und Wirren nicht beteiligt sein k\u00f6nnen. Das d\u00fcrften gerade mehr als sonst sein, denn wenn das so weitergeht, dann betrauern zur Zeit t\u00e4glich Hunderte von Familienangeh\u00f6rige eine\/n Angeh\u00f6rige\/n, der oder die entschwunden ist. Man denkt, das alles w\u00e4re ein guter Grund f\u00fcr Besinnlichkeit, ein Wort, das gerne an Weihnachten auftaucht und das man im Mund f\u00f6rmlich zergehen lassen kann. Besinnlichkeit&#8230;Die Kunst, mit einer gewissen Gelassenheit Sinn in das Erleben hineinzuschenken?, oder wie auch immer man das f\u00fcr sich reflektieren w\u00fcrde. Was es ist, wo es sich versteckt, und wie man da hinkommt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man, beziehungsweise ich, kann es ruhig ein kleines Wunder nennen, dass mir (dieses Jahr bewusst das deutsche Weihnachtsfest wahrnehmend), einfiel, dass in einer abschlie\u00dfbaren Metallkassette, wo die verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schmale Auswahl meiner ehemaligen, also kinderzeitlichen Photos und Briefe lagern, dass eben dort auch die Weihnachtsgeschichte liegt, mit meiner 7-j\u00e4hrigen Handschrift offensichtlich vorsichtig gestaltet und geschichtlich wahrheitsgetreu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-12024","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12024","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12024"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12024\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12034,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12024\/revisions\/12034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12024"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12024"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12024"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}