{"id":11994,"date":"2020-12-14T08:52:14","date_gmt":"2020-12-14T08:52:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11994"},"modified":"2020-12-14T14:08:45","modified_gmt":"2020-12-14T14:08:45","slug":"schaerfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11994","title":{"rendered":"sch\u00e4rfen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-12002\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-768x769.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201214_150716.jpg 897w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<h5>In Joe Bidens Schuhen m\u00f6chte ich auch gerade nicht stecken. Nicht, dass es jemals ratsam ist, au\u00dfer in Ausnahmef\u00e4llen, die gedanklichen F\u00fc\u00dfe in die Schuhe eines Anderen zu senken. Auch das Herumstreifen im Weltgef\u00fcge kann unerw\u00fcnschte Beklemmungen hervorbringen, obwohl man wei\u00df, dass man gefeit sein muss gegen den m\u00f6glichen Ansturm des Unfassbaren. Denn das Sortieren und Einordnen bleibt einem ja nicht erspart, und selbst die Emp\u00f6rung hat ihre Grenzen, wenn sie von einem selbst nicht reflektiert werden kann. Warum ich Joe Bidens schicksalshafte Position \u00fcberhaupt erw\u00e4hnenswert finde, ist vor allem wegen der Trag\u00f6die, die sich dort abspielt und gerade als Welttheater\u00a0 einiges Lernenswerte zeigt.\u00a0 Joe Biden wird als Pr\u00e4sident sehr lange besonderen Polizeischutz brauchen, denn fast die H\u00e4lfte des Landes wird weiterhin tobend behaupten, er h\u00e4tte die Wahl gestohlen. Ein Philosoph (M. Gabriel) erw\u00e4hnte neulich, die Demokraten seien genauso schlimm wie die Republikaner. Mag sein, aber diese Bemerkung fand ich im Kontext des Vorgangs \u00fcberfl\u00fcssig, denn Biden ist hier gerade nicht der Psychopath, dem es erfolgreich gelungen ist, die potentielle Demokratie des Landes auf Jahre hinaus zu sch\u00e4digen, wenn nicht zu vernichten. Und heute scheint es erstaunlicher denn je, dass Obama das Ganze lebend \u00fcberlebt hat, man hatte durchaus Zweifel, ob das gelingen w\u00fcrde. Dass schwarze Haut immer noch nicht viel matters merkt man auch daran, dass der White House W\u00fcterich gerade Exekutionen anordnet. Vorgestern wurden zwei M\u00e4nner durch diesen Befehl aus der Welt katapultiert, beide dunkelh\u00e4utig mit infrage stehenden F\u00e4llen. Eine der wenigen Frauen, die jemals exekutiert wurden, wurde schon benachrichtigt \u00fcber ihren Sterbetag. Eine Anw\u00e4ltin kommentierte den Fall und meinte, diese Frau h\u00e4tte von Kindauf nur Missbrauch und =Vergewaltigung erfahren, bis sie den Verstand verlor und etwas, ja, Schreckliches tat. Sie meinte, die Todesstrafe w\u00e4re f\u00fcr solche F\u00e4lle nicht vorgesehen, n\u00e4mlich, dass man der Frau jetzt auch noch den Rest ihres Lebens nimmt. Ich fand das immer den H\u00f6chststand menschlicher \u00dcberheblichkeit, dass es die Todesstrafe gibt. Niemals w\u00fcrde ich das diskutieren wollen, denn ich k\u00f6nnte jenseits der Abschaffung der Todesstrafe f\u00fcr keinerlei Argument offen sein. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es gut, wenn alles M\u00f6gliche f\u00fcr die Menschen der Welt tabu w\u00e4re, und es ist nicht immer nur der Schleier der Naivit\u00e4t, den es hier zu zerrei\u00dfen gilt. Es wird auch grunds\u00e4tzlich immer wahr bleiben, dass, wenn keiner in den Krieg geht, es keinen Krieg geben kann. Und es ist und bleibt wahrlich erstaunlich, dass es um den amerikanischen Pr\u00e4sidenten herum keinen einzigen Menschen gibt, der ihm gewachsen ist. Wann ist man etwas gewachsen? Auf jeden Fall, wenn man bereit ist, sich auf die beste und f\u00f6rderlichste Handhabung des Geschehens einzulassen, f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr Andere. Man sieht ja, wenn das nicht funktioniert, wie niedertr\u00e4chtig das Ganze wird, wenn hier alles bessere Wissen wieder einmal einem Diktator geopfert wird. Man kann beobachten an manchen Gesichtern, wie das Hinunterw\u00fcrgen von besserem Wissen und Gewissen eine seltsame Verzerrung hervorbringt, die sich dann langsam einnistet in das als &#8217;normal&#8216; Deklarierte. Man hasst halt die Juden, und Neger geh\u00f6ren an den Strang. Mit solchen Fehlleitungen wird man ja nicht geboren, nein, aber man ist ihnen auch nicht verpflichtet. Zwischen dem Dort und dem Heute liegen immer die dunklen Korridore und geheimnisvollen Pr\u00fcfungen an den Schaltzentralen und Hinterzimmern der Gedanken, wo die gro\u00dfen Entscheidungen ungesehen gef\u00e4llt werden. Auch der R\u00fcckw\u00e4rtsgang funktioniert da gar nicht, denn es gibt kein Zur\u00fcck. Was funkionieren kann ist eine willige Einstellung des genaueren Hinschauens, die Sch\u00e4rfung also der eigenen Wahrnehmung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Joe Bidens Schuhen m\u00f6chte ich auch gerade nicht stecken. Nicht, dass es jemals ratsam ist, au\u00dfer in Ausnahmef\u00e4llen, die gedanklichen F\u00fc\u00dfe in die Schuhe eines Anderen zu senken. Auch das Herumstreifen im Weltgef\u00fcge kann unerw\u00fcnschte Beklemmungen hervorbringen, obwohl man wei\u00df, dass man gefeit sein muss gegen den m\u00f6glichen Ansturm des Unfassbaren. 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