{"id":11957,"date":"2020-12-10T09:13:27","date_gmt":"2020-12-10T09:13:27","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11957"},"modified":"2020-12-10T09:13:27","modified_gmt":"2020-12-10T09:13:27","slug":"immer-neu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11957","title":{"rendered":"immer\/neu"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-11958\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201210_090540-300x286.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201210_090540-300x286.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201210_090540-768x732.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201210_090540.jpg 944w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/p>\n<h5>Auf der einen Seite sagt man gerne &#8218;das gab&#8217;s doch schon immer&#8216;, und andrerseits sagt man auch gerne, dass etwas neu ist und noch nie Dagewesenes sich eingestellt hat, und beide Seiten beinhalten den Tropfen Wahres, den es braucht, damit man bereit ist, etwas zu bedenken. Ich denke, es ist bereits erwiesen, dass selbst bei der Spanischen Grippe oder den Weltkriegen nicht alle in einem Boot sa\u00dfen, und es gab immer welche, die nicht h\u00f6rten, dass jemand auf dem Mond herumgetrampelt ist, oder gerade durch einen technischen Fehler ein paar Milliarden in der Luft verpufft sind, die man leider nicht nach Moria umpolen konnte, h\u00e4tte man das wollen (und dadurch auch wirklich umsetzen) k\u00f6nnen. Man muss ja auch nicht ungehemmt in die Naivit\u00e4t st\u00fcrzen. Doch wir Menschen kommen nicht gut zurecht, wenn das gewohnte Dasein unwillentlich ausgehebelt wird. So hat die planetarische Wirkung des wandernden Virus tats\u00e4chlich Premiere. Und sollte die n\u00e4chste Mutation, denn auch ein Virus m\u00f6chte mutieren, bereits auf dem Weg sein, was vielerorts gemunkelt wird, so werden Serien bei Netflix (z.B.) mit einst unmaskierten Menschen wahrscheinlich ein Renner sein. Denn damals, liebe Kinder, als die Wesen noch nicht in die Maskierung hineingetrieben worden waren, hustete noch keiner in die Armbeuge, denn sonst w\u00e4re er (oder sie) ja dem Aerosolenf\u00e4nger in die F\u00e4nge gelaufen, denn auf freie Ausatmung stand hohe Bestrafung. Ach Quatsch, ich hab mich vertan, es war ja alles besser, fr\u00fcher, als die Welt noch nicht maskiert war und keiner zu Hause bleiben musste, obwohl er oder sie vielleicht viel lieber woanders einkehren w\u00fcrde. Das Darknet wimmelt (vermute ich mal) von verzweifelten Ausbr\u00fcchen und Drogenbosse halten (vermutlich) die Daumen, damit das Zeug noch rechtzeitig vor dem Lockdown durchkommt. Nat\u00fcrlich gibt es (wie immer) auch sehr gute Nachrichten, das darf oder besser m\u00f6chte man nie vergessen. Man bedankt sich etwa mal bei der Bioladenbestzerin, dass sie es so eingerichtet hat, dass man dort wirklich alles bekommt, von schwarzen Oliven bis zum 9cm Teenetz. Man kehrt heim mit dem Gef\u00fchl, eine gro\u00dfe Krise m\u00fchelos bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Man sammelt \u00fcber diesen Weg der Subatome auch die Kraft, den letzten Schuldschatten abzulegen im Prozess der Selbstbefragung, ob man es vielleicht doch an Einf\u00fchlung f\u00fcr die vielen Pandemietoten fehlen l\u00e4sst, findet aber nirgendwo einen mentalen Einlass. Nicht, dass man hineinwill, nein danke, deswegen ist ja da auch der Gef\u00fchlspegel schwach, weil man gar nicht hinein will, eben nicht Teil nehmen an vermeidbarem Zirkus, der mit der eigenen Lebensgestaltung wenig zu tun hat. Ist man allerdings selbst LebensgestalterIn, gibt es hier eine ganze Menge guter Nachrichten. Die Spielfl\u00e4che liegt sozusagen ausgebreitet vor dem eigenen Auge. Was will ich selbst tun?, erhebt sich hier die interessante Frage. Und w i e will ich es tun? Oder will ich es ganz alleine handhaben, oder mit den Anderen. Und wie k\u00f6nnte es mir gelingen, meine Freude und Wertsch\u00e4tzung zu teilen, die ich der\u00a0 Wertsch\u00e4tzung meiner ganz pers\u00f6nlichen Gestaltungsfreude verdanke? Das sind keine einfachen Fragen, aber dennoch bedenkenswert. Aber die besten der guten Nachrichten l\u00e4dt man zu sich ein und erfreut sich an der w\u00e4rmenden und unmaskierten Ausstrahlung der MitspielerInnen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der einen Seite sagt man gerne &#8218;das gab&#8217;s doch schon immer&#8216;, und andrerseits sagt man auch gerne, dass etwas neu ist und noch nie Dagewesenes sich eingestellt hat, und beide Seiten beinhalten den Tropfen Wahres, den es braucht, damit man bereit ist, etwas zu bedenken. 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