{"id":11948,"date":"2020-12-08T08:47:53","date_gmt":"2020-12-08T08:47:53","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11948"},"modified":"2020-12-08T08:47:53","modified_gmt":"2020-12-08T08:47:53","slug":"zurueckgezogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11948","title":{"rendered":"zur\u00fcckgezogen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-11921\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201205_095510-203x300.jpg\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"321\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201205_095510-203x300.jpg 203w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201205_095510-692x1024.jpg 692w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/20201205_095510.jpg 749w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/p>\n<h5>Eigentlich w\u00fcrde man davon ausgehen, dass man die Augen maskierter Menschen besser wahrnimmt, aber es stimmt wohl auch hier, dass es darauf ankommt, wer mit welcher Intention hinter welcher Art von Maskierung steckt. Um Menschen au\u00dferhalb des eigenen Clans \u00fcberhaupt wahrzunehmen, muss man ja schon einen gewissen Willen einsetzen, ein Interesse in sich vorfinden, eine Einstellung zum Menschsein schon mal separat von den praktischen Abl\u00e4ufen untersucht haben. Selten war auch dieses kollektive Menschsein so sp\u00fcrbar wie jetzt unter dem Baldachin einer gemeinsamen Katastrophe. Aber selbst die Katastrophe ist ja nicht wirklich gemeinsam, oder vielmehr das Einsame im eingebetteten Gemeinsam, oder man k\u00f6nnte zur Abwechslung des Wortspiels auch einen gemeinen Samen daraus machen, der wiederum dem gemeinsamen Einsam entspringen k\u00f6nnte. Es ist ja nicht so, dass man sich von Herzen freuen sollte, dass alle Kinder noch l\u00e4nger Weihnachtsferien haben, nein, man hat Angst um sie. So sind die Augen hinter den Masken wohl eher zur\u00fcckgezogen in die eigene Frustration, und da dringt nicht so viel nach drau\u00dfen, dem man offen begegnen k\u00f6nnte. Angela Merkel meint, es w\u00fcrde zu viel an Gl\u00fchwein gedacht, eine andere Frau meinte, man denke nicht genug an die vielen Leidenden und ihre Mitleidenden und ihre Toten, und es ist in der Tat \u00fcberraschend, dass das so schwer zu kontrollieren scheint. Ich bleibe trotzdem gerne bei meinen eigenen Gedanken, auch wenn das Herumstreifen in fremden Welten (Nachrichten) zuweilen zu tieferen Ber\u00fchrungen f\u00fchren kann. Das wahrlich Unvorstellbare hat Vortritt, auch wenn das nicht immer gew\u00fcnscht ist. Trotzdem gibt es ja erkennbare Wurzeln des Unvorstellbaren, wenn damit eine H\u00f6lle gemeint ist. Man lernt von Trump, dass das Ignorieren bestehender Realit\u00e4ten eine gewisse Macht aus\u00fcben kann. Wird der Realit\u00e4tsverlust allerdings auffallend, kann man das Gef\u00fcge auch gleich eine Sekte nennen. Seltsame Dinge nehmen ihren Lauf, dem sich nach und nach die Herde willig anschlie\u00dft. Ein Illusionsmarathon, bzw ein T\u00e4uschungsman\u00f6ver setzt sich in Bewegung und kann an einem bestimmten Punkt nicht mehr aufgehalten werden. Manchmal gen\u00fcgt eine einzige Stimme, um einen Unterschied zu machen. Wenn etwa Frau Merkel besorgte Worte spricht und man h\u00f6rt, dass sie ver\u00e4rgert ist, dann wei\u00df man, dass es die derzeit erforderliche Richtung ist (oder nicht). Auf jeden Fall kann man sich auf einen ernsten Umgang mit dem Thema verlassen. Auch kann man nicht auf Befehl oder Wunsch sturzbetroffen werden, sondern vielleicht eher die N\u00fcchternheit auf die Werteliste setzen. Tats\u00e4chlich wird man manchmal gezwungen, etwas zu akzeptieren, was nicht im pers\u00f6nlichen Entscheidungsbereich liegt. Das f\u00fchrt aber nicht automatisch zur Versklavung oder zum Herdentrieb. In Krisenzeiten h\u00e4ngt nicht alles, aber sehr viel von den Beziehungen ab, die man bis dahin gepflegt hat. Sind sie g\u00fcnstig gediehen, kann man sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, denn nun braucht man Schutz und gegenseitiges Wohlbefinden. Sind sie es nicht, bleibt noch die kreativ gestaltete Einsamkeit. Oder die h\u00f6llischen Ebenen. Selbst (oder vor allem) Dante musste sich die menschlichen H\u00f6llen vom Leib schreiben. In seinem beispielhaften Titel milderte das Wort &#8218;g\u00f6ttlich&#8216; wohl die Wahrnehmung der Welt als Kom\u00f6die ab.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich w\u00fcrde man davon ausgehen, dass man die Augen maskierter Menschen besser wahrnimmt, aber es stimmt wohl auch hier, dass es darauf ankommt, wer mit welcher Intention hinter welcher Art von Maskierung steckt. 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