{"id":11412,"date":"2020-10-06T08:14:06","date_gmt":"2020-10-06T08:14:06","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11412"},"modified":"2020-10-06T08:14:06","modified_gmt":"2020-10-06T08:14:06","slug":"sonnenklar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11412","title":{"rendered":"sonnenklar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11413\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180910-181x300.png\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180910-181x300.png 181w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180910-768x1275.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180910-617x1024.png 617w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180910.png 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11420\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_195137-191x300.png\" alt=\"\" width=\"191\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_195137-191x300.png 191w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_195137.png 588w\" sizes=\"auto, (max-width: 191px) 100vw, 191px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11416\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180946-181x300.png\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180946-181x300.png 181w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180946-768x1275.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180946-617x1024.png 617w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201005_180946.png 1075w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/><\/p>\n<h5>Neulich setzte ich an, einem vierj\u00e4hrigen Kind zu vermitteln, wie die Uhrzeit funktioniert. Sie hatte auf unsere Uhr gezeigt mit dem Ausruf: Schau mal, da f\u00e4llt der Zeiger herunter! Das ist der Sekundenzeiger, antwortete ich, denn eine Minute hat 60 Sekunden, und, fuhr ich fort, eine Stunde hat 60 Minuten, bevor mir klar wurde, dass ich bereits mitten in der Erkl\u00e4rungs-Bredouille steckte. Das Erfragen der Welt durch Kinder kann einen blitzschnell an die Grenze des Wissens bringen. Und obwohl sich die Welt offensichtlich auf eine bestimmte Zeitlesung geeinigt hat, werden Tage und Monate und Uhrzeiten doch anders gehandhabt in verschiedenen Kulturen. Man rangelt sich an dem vorhandenen Wissen entlang und ist froh, dass das alles da ist, diese verschiedenen Ordnungsgestaltungen, die sich auf nachvollziehbaren Bahnen der Forschung bew\u00e4hrt haben. Dem Menschen erscheint ja h\u00e4ufig das Weltbewegende als ein Dschungel, in dem \u00fcberall Gefahren lauern. Stimmt ja auch, es lauern Gefahren. Aber es dachten und denken auch immer Menschen in G\u00e4rten oder Wohnungen oder H\u00f6hlen \u00fcber das Wesentliche nach, n\u00e4mlich genau dar\u00fcber, was das Wesen des Ganzen eigentlich ist. Und zum Gl\u00fcck ist jedes elit\u00e4re Verhalten schon dadurch aus dem Feld geschlagen, dass nun jeder Mann und jede Frau durch neue verf\u00fcgbare Zug\u00e4nge die eigene Reise gestalten kann. Ja, ich wei\u00df, viele k\u00f6nnen das nicht, aber ebenso schlimm kann es sein, wenn ich freie Bahn habe und mich f\u00fcr die Versklavung entscheide, bzw. hineinschliddere in das Schlaraffenland der Ablenkungsman\u00f6ver, oder verlorengehe im reichlichen Nehmen von dem, was da ist, obwohl auch der h\u00f6chste Goldhaufen sich mal ersch\u00f6pft. Das Konstrukt der Ordnungen zeigt uns ja nur, dass es auch anders sein kann. Nicht die nat\u00fcrlichen Dinge auf der Welt, sie sind ja einerseits die Grundausstattung f\u00fcr das, was der Mensch braucht. Aber jede\/r wei\u00df doch, dass die sogenannte Grundausstattung auch ohne Menschen und Begriffe gut zurecht kommen w\u00fcrde. Wer wei\u00df schon, wie lange dieses Menschengeschlecht schon hier sein Unwesen treibt. Ach ja, das Wesen, das Wesen des Menschen. Es dr\u00fcckt sich so gnadenlos vielf\u00e4ltig aus, auf Leinw\u00e4nden, auf Papier, auf den Stra\u00dfen und Gassen der Erde, nichts gibt es , wo es sich nicht ausdr\u00fcckt. Es erschafft gerne Z\u00e4une und W\u00e4nde und Mauern, aber es sitzt auch gern zusammen, oder ist gern bei sich, oder beieinander. Oder beides, gut getimed vom eigenen Seinsgef\u00fchl her, wer sonst soll einem das schenken. Oft habe ich gedacht, dass die Menschen die Freiheit mehr f\u00fcrchten&#8230;zumindest genau so viel wie den Tod. Denn Freiheit gut zu organisieren ist ein hoher Anspruch an sich selbst. Wenn ich nicht von oben oder von au\u00dfen oder von anderen bestimmt werde, was habe ich dann selbst f\u00fcr eine Stimme. Richtig, ich bin nicht allein, aber ich bin auch nicht die Anderen. Und nur \u00fcber mich und durch mich selbst kann ich zu ihnen kommen. Das ist doch sonnenklar, also mindestens so klar wie der schnelle Fall des Sekundenzeigers.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich setzte ich an, einem vierj\u00e4hrigen Kind zu vermitteln, wie die Uhrzeit funktioniert. Sie hatte auf unsere Uhr gezeigt mit dem Ausruf: Schau mal, da f\u00e4llt der Zeiger herunter! 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