{"id":11383,"date":"2020-10-02T08:40:59","date_gmt":"2020-10-02T08:40:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11383"},"modified":"2020-10-02T08:48:04","modified_gmt":"2020-10-02T08:48:04","slug":"antun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11383","title":{"rendered":"antun"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11384\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201002_093745-292x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201002_093745-292x300.jpg 292w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201002_093745-768x788.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20201002_093745.jpg 887w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Also &#8218;g\u00f6ttliche Kom\u00f6die&#8216; w\u00fcrde man das Weltenschauspiel gerade ungern nennen, wobei es\u00a0 heutzutage wie in Dantes Zeiten immer noch auf die pers\u00f6nliche Anschauung der Welt ank\u00e4me, und ob man die Entw\u00fcrfe nachvollziehen kann, die sich um das ewige R\u00e4tsel ranken. Und ob es einem gelingt, f\u00fcr eigene Entw\u00fcrfe Geh\u00f6r zu erhalten. Zur Zeit ist es wohl eher eine tragische Kom\u00f6die mit dem immer willkommenen Schuss Humor darin, wenn es noch m\u00f6glich ist und einem die Gebeine nicht vor Erschrecken gefrieren. Immer wieder damit konfrontiert zu sein, was Menschen anderen Menschen antun. Und wie rar einem die so notwendige Empfindsamkeit vorkommt, von der man nicht wei\u00df, ob sie schon immer mal da war und dann vergessen wird oder \u00fcberholt von den Triebwerken und den Lobbyisten und den Clans und dem Ansturm an Gewalt und Missbrauch, sodass es schwer wird zu unterscheiden zwischen Versklavung und demokratischer Freiheit. Deshalb ist das Virus (u.a.) f\u00fcr mich eher so eine Bauernfigur, die auf dem Brett \u00fcberraschende Auswirkungen haben kann, wenn sie das Z\u00fcnglein an der Waage wird. Man kann sich weiterhin erhitzt durchagumentieren, warum ausgerechnet dieses Ding die Macht hat, ein derartiges Chaos anzurichten und die Weltgemeinde in Aufruhr zu versetzen. Aber bitte!, wir erleben doch zum ersten Mal gemeinsam die Fahrt durch das Ungewisse. Und auf einmal hat jede\/r die M\u00f6glichkeit, sich zu befragen \u00fcber das, was nicht einleuchtet oder gar nicht einleuchten will, oder mal auf neue Belichtungsm\u00f6glichkeiten zu sto\u00dfen, oder ohne Gegenrede das Universum eines\/r Anderen betrachten zu k\u00f6nnen\u00a0 und w\u00e4rmendes Interesse f\u00fcr die sch\u00f6pferischen Kraft einer Schicksalsgestaltung bekunden zu k\u00f6nnen. Und ja, ist doch immer noch interessant: Wie gehst d u denn mit den Ma\u00dfnahmen um, oder ich, wie gehe ich mit den Einschr\u00e4nkungen um, und welche Art von Geist wird in dieser Notlagenzeit in mir aktiviert und zumindest s o geweckt, dass mentales Einschlafen\u00a0 zwar immer drohen kann, wenn die \u00dcberforderungen \u00fcber einen hinwegschwemmen, aber dann doch auch das Wachsein sich zu stabilisieren scheint. Von der meditativen Praxis haben wir ganz nebenbei gelernt, dass es gar keine Ferien gibt. Eher ein unaufhaltsames Abenteuer, wo man nach Belieben zwar Pause machen kann, aber auch das Wesen der Zeit kennen lernt. Was man so das Wesen nennen kann und gleichzeitig wei\u00df, dass es das gar nicht gibt in dieser Form der Armbanduhren, auf die man sich verlassen muss, wenn man rechtzeitig zum Meeting kommen muss oder zum p\u00fcnktlichkeitsfordernden Wasauchimmer. Wichtig scheint mir in diesem Viren-Labyrinth brodelnder Meinungserzeugungen, dass wir, wenn das m\u00f6glich ist, die Zeit gut nutzen, w\u00e4hrend wir hier gemeinsam und auch allein durchsegeln, mit welchem geistigen Gef\u00e4hrt auch immer. So wird auch d a s nicht gleichg\u00fcltig sein: an welcher Flamme ich sitze, an welchem Ort ich mich aufhalte, welche Gespr\u00e4che mir m\u00f6glich sind, ohne mich in Gefahr zu bringen. Empfindsam auch dem Angriff des Feindlichen gegen\u00fcber, mag es auch noch so verborgen daherschleichen und sich eingliedern auf dem Weg des Belanglosen, und die eigenen Belange klar formulieren k\u00f6nnen. Und m\u00f6glichst nie, wenn man ein Gespr\u00e4ch nicht gut gef\u00fchrt hat, anschlie\u00dfend behaupten, es w\u00e4re die beste Darbietung gewesen. Denn wenn diese sichwasvorgaukelndeWesensart die k\u00fcnstlichen Throne der Weltherrscher erreicht, dann wei\u00df man, dass etwas Gef\u00e4hrliches im Gange ist, und es ist gut, dar\u00fcber nachzudenken.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also &#8218;g\u00f6ttliche Kom\u00f6die&#8216; w\u00fcrde man das Weltenschauspiel gerade ungern nennen, wobei es\u00a0 heutzutage wie in Dantes Zeiten immer noch auf die pers\u00f6nliche Anschauung der Welt ank\u00e4me, und ob man die Entw\u00fcrfe nachvollziehen kann, die sich um das ewige R\u00e4tsel ranken. Und ob es einem gelingt, f\u00fcr eigene Entw\u00fcrfe Geh\u00f6r zu erhalten. 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