{"id":11366,"date":"2020-09-29T08:12:02","date_gmt":"2020-09-29T08:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11366"},"modified":"2020-09-29T08:12:02","modified_gmt":"2020-09-29T08:12:02","slug":"man-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11366","title":{"rendered":"Man"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-11367\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200927_144854.jpg 764w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Gestern wurde ich angeregt, (mal wieder) \u00fcber das Wort &#8218;man&#8216; nachzudenken, das verst\u00e4ndlicherweise abgelehnt werden kann, da es \u00fcber eine anonyme Menge von Menschen aussagt, von denen man nicht wirklich etwas wei\u00df. Individuen k\u00f6nnen dadurch vereinnahmt werden, Moralapostel damit herumhantieren, Gauner sich bestens verst\u00e4ndigen. Man versteht sich. Irgendwann habe ich mich bewusst f\u00fcr das &#8218;Man&#8216; entschieden, nicht immer, nicht nur, aber doch mit einem gewissen Ma\u00df an Zustimmung. Aus &#8218;Es&#8216; sollte ja schon mal\u00a0 &#8218;Ich&#8216; werden, und die bewusste Nutzung des &#8218;Ichs&#8216; in einer neuen Befindlichkeit wird drei weiteren Denkern zugeschrieben. Man kann sich nat\u00fcrlich fragen, was da vorher war, und nat\u00fcrlich auch, was jetzt ist mit dem Ich. Oder nach dem Ich. &#8218;Man&#8216; kommt auf keinen Fall hinterher, daf\u00fcr taugt es nicht, da man ja nicht wei\u00df, was kommt. Das muss sich schon durch die Individuen zeigen. Und was meine ich denn selbst mit dem Begriff, das muss ich ja vor allem verstehen. Einmal war ich froh zu erfahren, dass &#8218;man&#8216; ein Hindi Wort f\u00fcr &#8218;Geist ist, das verschaffte dem Wort zumindest ein offenes Tor oder eine Landebahn. Im Englischen wird es schon komplizierter. &#8218;Mankind&#8216; hei\u00dft &#8218;Menschheit&#8216;. &#8218;Man&#8216; ist also gleichzeitig Mensch und Mann und deutet auf eine unsterbliche Groteske hin, die man am liebsten vergessen w\u00fcrde, aber nicht kann. Dann gibt es nat\u00fcrlich eine Menge Dinge, die uns tats\u00e4chlich alle betreffen. Das hei\u00dft ja nicht, dass das Individuum im Gemeinsamen untergeht, sondern es hei\u00dft u.a., dass es gerade g\u00fcnstig ist, ein Individuum zu sein, wenn es darum geht, sich an den Belangen des menschlichen Schicksals in irgendeiner Weise zu beteiligen und tut, was man kann. Auch das &#8218;Wir&#8216; w\u00e4re im Sprachgebrauch nicht hilfreicher, denn die Frage &#8218;Wer wir? w\u00e4re noch deutlicher. Ich beziehe mich auch auf ein Wir und ein Man. Es ist einerseits eine Gruppe von Menschen, die ich nicht unbedingt kennen muss, aber einfach davon ausgehe, dass ein gewisses Bewusstsein, das das jeweilige Geschehen einer Zeit pr\u00e4gt, immer verf\u00fcgbar ist f\u00fcr die Anwesenden. Ich meine das geistige Gut, f\u00fcr das man sich jeweils entscheidet. Es ist auch jenseits von Gender und Umst\u00e4nden, dass ein Mensch sich f\u00fcr eine ihm oder ihr logisch vorkommende Reiseroute entscheidet. So ergeht es mir in gewisser Weise mit dem Wort Mensch\/Geist\/Man, dass es m.E. eher frei l\u00e4sst zu dem hin, wodurch jede\/r sich angesprochen f\u00fchlt. Ich kann ja, jenseits der Wahrnehmung von jedermanns Einzigartigkeit, nur davon ausgehen, dass es andere Menschen gibt da drau\u00dfen in der Welt, mit denen man wunderbare Begegnungen haben kann, weil ein Klang sich h\u00f6rbar macht, der in die Verbindung f\u00fchrt. Es ist eine Art Zumutung, hinter der ich voll stehe. Ich mute mir das eigene Ich ja auch zu und wei\u00df, was das bedeutet. Die Wege sind immer sehr unterschiedlich gewesen, aber ein paar grundlegende S\u00e4tze haben es m\u00fchelos durch die Menschheitsgeschichte geschafft. Sie sprechen von dem Abenteuer und der B\u00fcrde des Menschseins, verraten einem aber auch, dass es doch etwas gibt hinter dem Schleier, das sich zu erforschen lohnt, und es gibt auf diesem Weg nicht so viele, die andere beneiden, denn die Frage nach sich hat sich von selbst gekl\u00e4rt. Das gilt einfach f\u00fcr alle Akteure des Spiels, dass man mit dem, der oder die man ist, leben muss oder kann. In diesem Sinn ist das &#8218;Man&#8216; auch eine Zwickm\u00fchle. Man spielt mit einem Einsatz und muss diesen einsch\u00e4tzen lernen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern wurde ich angeregt, (mal wieder) \u00fcber das Wort &#8218;man&#8216; nachzudenken, das verst\u00e4ndlicherweise abgelehnt werden kann, da es \u00fcber eine anonyme Menge von Menschen aussagt, von denen man nicht wirklich etwas wei\u00df. Individuen k\u00f6nnen dadurch vereinnahmt werden, Moralapostel damit herumhantieren, Gauner sich bestens verst\u00e4ndigen. Man versteht sich. 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