{"id":11328,"date":"2020-09-24T08:35:19","date_gmt":"2020-09-24T08:35:19","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11328"},"modified":"2020-09-24T09:18:55","modified_gmt":"2020-09-24T09:18:55","slug":"gewiss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11328","title":{"rendered":"gewiss"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11329\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200924_093112-297x300.png\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200924_093112-297x300.png 297w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200924_093112-768x776.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200924_093112.png 919w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/p>\n<h5>So vieles weist jetzt auf das Zittern vor dem Ungewissen hin, so als w\u00e4re in einem Vorher vieles gewisser gewesen. Vieles ist auch gewisser geworden. Der Informationspool bietet reichlich Zug\u00e4nge f\u00fcr alles, was man als wissenswert deklariert hat. Da gibt es viele Ebenen, und es ist klar geworden, dass ich mit jedem Tastendruck eine Ebene betrete, die bereits erschaffen und ausstaffiert wurde. Man kann unendlich vieles lernen, oder man kann auf dem Eselskarren zuschauen, wie die Gier nach der Karotte in verf\u00fcgbare Abgr\u00fcnde treibt. Oder hin zu strahlendem \u00dcbermenschentum, so als g\u00e4be es hinter dem Himmel noch weitere Himmel zu bewohnen. Und vielleicht gibt es sie ja, Man m\u00fcsste nachforschen, was man unter H\u00f6llen und Himmeln versteht und ob es Wegkreuzungen gibt, an denen man lagern muss, um einen klaren Kopf zu erlangen f\u00fcr nicht ganz unbedeutsame Entscheidungen. Auch der kalte Wind dieser unermesslichen Freiheit kann einem zusetzen. Frei und doch eindeutig verbunden. Mit was verbunden? Mit wem? Durch was oder durch wen \u00fcberhaupt in die Verbindung gekommen. Davon geh\u00f6rt oder dar\u00fcber gelesen und gedacht: Ja, genau so sehe ich es, oder f\u00fchle ich es, oder denke ich es, sodass es mich st\u00e4rkt in meinem Unternehmen und mein Einsamsein sich einlassen kann auf das Gemeinsame. Ruht dann da so selbstverst\u00e4ndlich und macht trotz oder gerade wegen der Begrifflichkeit noch Sinn. Vielleicht ist es angebrachter, den inneren Kern, also sich selbst, als eine sich in Rotationen bewegende Substanz zu sehen, eine Quelle also des wortlosen Potentials, aus dem sich dann das eigene Wesen herausbilden kann, sodass sichtbar wird f\u00fcr uns, wer wir sind. Denn wir sitzen und stehen doch immer herum als das Resultat dieser Vorg\u00e4nge, an denen wir Teil genommen haben, oder einfach nur teilgenommen wie an Konferenzen, wo man einfach pflichtm\u00e4\u00dfig dabei ist oder sein muss, w\u00e4hrend die Staubschicht auf dem erlesenen Mobiliar langsam zur undurchdringlichen Wand erstarrt. Da kann man dann nicht mehr wohnen und braucht es auch nicht abschlie\u00dfen, denn keiner wei\u00df ja, dass es da ist, deswegen will auch keiner da hin. Einmal habe ich in einer Biographie \u00fcber Freud gelesen, dass es ihm wohl mal daran gelegen war, dass die Psychoanalyse den sogenannten gesunden Menschen auf dem Selbsterkennungsweg zu begleiten vermag. Und man wei\u00df ja nicht, wie viele geistig Gesunde er wirklich getroffen hat, oder ob die Vorstellung geistiger Gesundheit nicht auch eine Karotte ist, die sich als Gem\u00fcse ausgezeichnet geeignet hat. Und doch gibt es ihn, den gesunden Menschenverstand, und es gibt wunderbare Zust\u00e4nde wie die Stockn\u00fcchternheit oder das Lieb\u00e4ugeln mit pr\u00e4zisen Konstrukten, die nicht nur geistigen Ausdruck finden, sondern erscheinungsf\u00e4hig sind, und vor allem auch lebensf\u00e4hig. Wenn es noch zarter wird, als wir es bisher kannten, noch tief lauschender erfasst, und wieder hinuntergetaucht ins R\u00e4tselhafte und wieder erschienen, um Luft zu holen auf des Sp\u00fcrens Spuren, bis die Geheimnisse sich h\u00e4ufen und st\u00e4rker werden als die Meinungen und die Vermutungen. Die offenen Geheimnisse nat\u00fcrlich, sodass von Gleichberechtigung hier nicht mehr die Rede sein muss, denn soweit ich das beurteilen kann und m\u00f6chte, ist doch jede\/r berechtigt, sich dem zuzuwenden, was das eigene Sein bestimmt. Das Sein also als Tor zum Geheimnis. Ein Tor.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So vieles weist jetzt auf das Zittern vor dem Ungewissen hin, so als w\u00e4re in einem Vorher vieles gewisser gewesen. Vieles ist auch gewisser geworden. Der Informationspool bietet reichlich Zug\u00e4nge f\u00fcr alles, was man als wissenswert deklariert hat. 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