{"id":11319,"date":"2020-09-23T08:50:34","date_gmt":"2020-09-23T08:50:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11319"},"modified":"2020-09-23T16:56:39","modified_gmt":"2020-09-23T16:56:39","slug":"wellen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11319","title":{"rendered":"Wellen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11320\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200923_095621-296x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"363\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200923_095621-296x300.jpg 296w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200923_095621-768x780.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200923_095621.jpg 921w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Die zweite Welle rollt, wie bef\u00fcrchtet im Weltgehirn, bereits heran, vielleicht als noch verst\u00e4ndlich gemachtere Angst als bei der ersten Welle, und\u00a0 diejenigen, die gerne vieles durchkontemplieren zu eigenen Sichtweisen hin, m\u00fcssen sich entscheiden, welchen Stimmen Geh\u00f6r geliehen werden soll und kann, oder \u00fcberhaupt mal eine Weile weniger Geh\u00f6r leihen. Oder noch genauer hinh\u00f6ren, wo einen selbst tats\u00e4chlich etwas anspricht. Das k\u00f6nnen ja auch zuweilen dunkle Kr\u00e4fte sein, oder noch bewusstlos in einem herumirrende Seinsidentit\u00e4ten, die man ganz einfach \u00fcbersehen hat. Einladen oder verabschieden kann auch etwas sein, wobei Auskennen nicht schadet. Je nach Ma\u00df. Ma\u00df halten klingt so beengend, aber nein, es ist durchaus befreiend, wenn man nicht nur das eigene Ma\u00df erkennt, sondern gestaltend mitwirkt am\u00a0 R\u00fcckgrat entlang, und dann schaut, ob dar\u00fcber hinaus auch noch was m\u00f6glich ist. Nicht (nur) an Leistung, vielf\u00e4ltig und lobenswert, wie sie sein kann ganz allein auf ihrer einsamen Bahn. Nicht an solch einsamen Leistungsdruck also gebunden, sondern als Bereitschaft, im Einklang zu sein mit dem, was man aus der Quelle hervorlocken konnte. Auch, damit man Wesentliches nicht \u00fcbersieht: wie unendlich zart und gefahrenanf\u00e4llig das Wesen des Ganzen ist, wir also und die dort, ja alle, denn noch ist nicht bewiesen, dass B\u00f6ses im Menschen schon vor Eintritt in den Mutterleib da ist. Oder sp\u00e4ter die Idee, dass es sein muss, in den Krieg zu gehen und verst\u00fcmmelt wieder zur\u00fcckzukommen. Genug Verst\u00fcmmeltes erlebt, um zu wissen, dass das kein Weg ist, den man empfehlen kann. Und wie m\u00e4chtig das Dumme, von dem ja auch schon immer berichtigt wurde unter Menschen und \u00fcber die Gegengifte und Heilmethoden im Kontakt damit, wie noch m\u00e4chtiger also es jetzt scheint, wo man schon wieder f\u00fcrchten muss, dass Biden gegen den regierenden Dummkopf seiner Welt nicht ankommt. Weil es eben sein kann, dass die Dummheit, zumindest von der Au\u00dfenfl\u00e4che her gesehen, immer wieder zu siegen scheint. Und kein Zweifel, es war (und ist?)\u00a0 schon auch ziemlich hell auf der Welt, nicht wahr? Es war doch schon \u00f6fters hell auf der Welt. Sie hielt ein und wartete bewusst nicht auf eine Antwort. Was h\u00e4tte sie sich auch antworten k\u00f6nnen. Wie die Helligkeit umfassend wahrnehmen, angemessene Worte oder Begriffe daf\u00fcr suchend und nicht findend. Kurz an Nietzsche denkend, der \u00fcber seinen Supermenschen hinaus dann eines Tages auf den Treppen der Weltgeschichte zusammenbrach. An ihr zerbrach? Weil sie so war, wie sie sich zeigte? So, als k\u00f6nnte sie auch ganz anders sein, aber w i e anders. Und h\u00e4ngt es tats\u00e4chlich an denen da oben, wie man sie gerne nennt, wenn man Oben und Unten nicht vorsichtig durchdacht hat und im Schachspiel die Wirkungskraft des Bauern verkannt. Nicht vergessen, dass das Nur-Au\u00dfen ein Gaukelspiel ist, und das Nur-Innen eine Einsiedelei. Jeder ist zu allem f\u00e4hig, was er oder sie sich vorstellen kann. Daher das Ma\u00df, nicht (nur) das der Anderen, sondern vor allem das Ma\u00df, mit dem man der unermesslichen Freiheit und Sch\u00f6nheit des Seins Konturen verleihen kann, die man als F\u00e4higkeit zu guter Navigation erkennt und sich so bescheiden wie m\u00f6glich d e m beugt, was man ist. Denn das, was man ist, n\u00e4hrt sich zum Gl\u00fcck nicht von den Begrifflichkeiten. Es n\u00e4hrt sich von dem, was schon da ist: der tiefen Verbindung im Freundeskreis, und die Freude dar\u00fcber.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die zweite Welle rollt, wie bef\u00fcrchtet im Weltgehirn, bereits heran, vielleicht als noch verst\u00e4ndlich gemachtere Angst als bei der ersten Welle, und\u00a0 diejenigen, die gerne vieles durchkontemplieren zu eigenen Sichtweisen hin, m\u00fcssen sich entscheiden, welchen Stimmen Geh\u00f6r geliehen werden soll und kann, oder \u00fcberhaupt mal eine Weile weniger Geh\u00f6r leihen. 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