{"id":11264,"date":"2020-09-16T07:37:51","date_gmt":"2020-09-16T07:37:51","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11264"},"modified":"2020-09-16T12:07:02","modified_gmt":"2020-09-16T12:07:02","slug":"heiter-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11264","title":{"rendered":"heiter"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11265\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200914_154551-300x296.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200914_154551-300x296.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200914_154551-768x759.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200914_154551.jpg 853w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Kann man das alles wirklich eine &#8218;g\u00f6ttliche Kom\u00f6die&#8216; nennen? Nat\u00fcrlich war auch Dantes Kom\u00f6die ein Produkt seiner inneren und \u00e4u\u00dferen Wahrnehmung, ein gro\u00dfartiges Herumraten, wie es sein k\u00f6nnte, wenn man w\u00fcsste, wie es wirklich ist. Viel ehrenwerte M\u00fche haben sich die jeweils gro\u00dfen Durchgr\u00fcblerInnen gemacht. Und wie viel haben wir auch lernen k\u00f6nnen von dem einschaubaren Material, das in der greifbaren Welt und in den Maschinen herumliegt. Und man wei\u00df gar nicht, wie viele es noch gibt, die keinen Zugang zum Weltwissen haben, denn ich habe Smartphones in den H\u00e4nden derer gesehen, die in manchen Kulturen als die Unber\u00fchrbaren gelten. Und man kann auch nicht leugnen, dass in der Pandemie so einiges in den Vordergrund r\u00fcckt, auch Zusammenh\u00e4nge. Wenn in Deutschland die Schweinepest droht, dann m\u00fcssen nicht nur die Chinesen um ihre Leckerlis bangen (Schnauze, Ohren, Schw\u00e4nzchen), sondern was geschieht (schon wieder) mit den Tieren, die sich hier stauen. Hei\u00dft &#8218;g\u00f6ttlich&#8216; (u.a.), dass man den Willen dahinter nicht leicht erkennen kann, wenn es \u00fcberhaupt einen gibt au\u00dfer dem kontinuierlich sich gestaltenden Sch\u00f6pfungswillen, der die Menschen umtreibt\u00a0 auf ihren Existenzfeldern. Und egal (nicht wirklich), wie man es selbst gerne spielt, man muss das Spiel der Anderen akzeptieren als das, was wir alle daraus machen. Vielleicht \u00e4hnelt das, wenn man es schafft, einem\u00a0 g\u00f6ttlichen Zustand: leichtf\u00fc\u00dfig, ernsthaft und liebevoll l\u00e4chelnd durch die kostbaren Tage hindurchpilgernd, von denen man wei\u00df, dass sie sich gerne als unsterblich geben, aber wir wissen doch, wie das unweigerlich endet. Wie weit man in bestimmten Zeiten das Spielerische f\u00fcr sich selbst in Anspruch nehmen kann, muss eine offene Frage bleiben. Wie kann im Angesicht des sichtbarer werdenden Grauens eine Leichtigkeit entstehen, die nicht an eine Narrenkappe erinnert. Nichts gegen Narren, alle Rollen haben ein Recht auf Glanz. Und es sollten an diesem neulich in einer philosophischen Runde visionierten Tisch nicht nur die Virologen unter den Wissenschaftlern sitzen, klaro, und nicht nur die Philosophen, oder mindestens einer, ein Philosoph solllte da sitzen, und nat\u00fcrlich ein Handwerker und ein Stammesh\u00e4uptling, und ein Latino, und ein Eskimo &#8211; und ein Fl\u00fcchtling aus Moria, der das alles in sp\u00fcrbarere N\u00e4he r\u00fcckt. Eine Seilt\u00e4nzerin am runden Tisch w\u00e4re auch w\u00fcnschenswert, \u00fcberhaupt&#8230; Shiva, der indische Gott, der neben Yoga und anderen Pflichten schon auch mal Zeit hatte, die damalige Geliebte damit zu erfreuen, alles um sie herum in eine weibliche Atmosph\u00e4re zu tauchen (tauschen die N\u00e4chte dich in ein dunkleres Du&#8230;), den k\u00f6nnte man ja (\u00fcber ein Sprachrohr)bitten, ob er diesen Kunstgriff mal auf den Global Round Table anwenden k\u00f6nnte. Damit man als Zeugin da sitzen k\u00f6nnte und teilnehmen an den belebenden Ideen, die dort aus den Quellen sprudeln. Ganz wichtig w\u00e4ren auch, neben den K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern, ein oder vielleicht gar zwei Kom\u00f6diantInnen, die vielleicht am m\u00fchelosesten hinf\u00fchren k\u00f6nnten zum Grundton, vielleicht gar ihn erschaffen. Ein Ton, der es erm\u00f6glicht, gleichzeitig dem Schrecken der Welt ein Ohr zu leihen, oder ein Herzgef\u00fchl, oder H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe, mit denen man einiges lindern kann, und dann der Ton, der eine Heiterkeit beibeh\u00e4lt, die keinerlei Schaden zuf\u00fcgt, sondern lediglich sich selbst mit Freude und Zutrauen bei den notwendigen G\u00e4ngen begleitet. Der Ton, der einem die Liebe abringt f\u00fcr das Weltenspiel mit all seinen extravaganten Widerspr\u00fcchen. Das muss wohl das Salz der Erde sein.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Kann man das alles wirklich eine &#8218;g\u00f6ttliche Kom\u00f6die&#8216; nennen? Nat\u00fcrlich war auch Dantes Kom\u00f6die ein Produkt seiner inneren und \u00e4u\u00dferen Wahrnehmung, ein gro\u00dfartiges Herumraten, wie es sein k\u00f6nnte, wenn man w\u00fcsste, wie es wirklich ist. Viel ehrenwerte M\u00fche haben sich die jeweils gro\u00dfen Durchgr\u00fcblerInnen gemacht. 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