{"id":11230,"date":"2020-09-10T08:00:48","date_gmt":"2020-09-10T08:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11230"},"modified":"2020-09-10T08:00:48","modified_gmt":"2020-09-10T08:00:48","slug":"recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11230","title":{"rendered":"Recht"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-11231\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"358\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-768x771.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200909_190515-500x500.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/p>\n<h5>Immer noch tun wir oft genug so, als h\u00e4tten wir&#8217;s nicht gewusst. Aber wir haben es nicht nur gewusst, sondern wir wissen es auch jetzt noch: dass immer noch dunkelh\u00e4utige Menschen im Meer versinken oder auf den Stra\u00dfen des reichsten Landes der Erde niedergeschossen werden wie Tiere. Auch vom illegalen Niederschie\u00dfen der Tiere wissen wir viel, oder vom Bruderh\u00e4hnchenmord undsoweiter. Es gilt ja, die Ohnmacht anzuerkennen, allerdings auch das mir M\u00f6gliche. Im mir M\u00f6glichen gibt es noch Spielraum. Aber Spielraum kann es nur sein, wenn ich es erf\u00fchle. Nicht, wenn ich es bedenke, obwohl auch das nicht immer schadet. Nur kommt mir &#8218;Ich staune, also bin ich&#8216; naheliegender vor und zeitgem\u00e4\u00dfer. Staunen hat etwas Sch\u00f6nes, \u00fcber die Dinge Schweifendes. Man kann \u00fcber die Intelligenz der Menschen staunen und \u00fcber die vielen sichtbaren Zeichen ihrer unb\u00e4ndigen Sch\u00f6pfungskraft, und man kann \u00fcber die Dummheit staunen, die sich gerne \u00fcberall d a breitmacht, wo sie durch un\u00fcberpr\u00fcfbare Vorkommnisse und Zust\u00e4nde zugelassen wird, das kann einen schon \u00fcberraschen. Zuweilen entgleitet einem auch das Staunen, und man sieht es in eine Art von Erschrecken gleiten. Man kann zum Beispiel nicht wirklich \u00fcber das Feuer im Fl\u00fcchtlingslager Moria staunen und weiterhin rumr\u00e4tseln, wer es wohl gelegt hat. So, als k\u00f6nnte eine\/r von uns so was aushalten, obwohl auch hier Unvorstellbares ausgehalten wurde, bevor wir uns alle im Schlaraffenland des Alleshabenk\u00f6nnens vorgefunden haben. Allerdings ohne es richtig zu merken, denn auf den Bildschirmen ist die H\u00f6lle los, da meint man vielleicht ganz schnell, man s\u00e4\u00dfe auch irgendwie drin. Man sitzt ja drin, das kann man nicht leugnen. Man sitzt drin, und allein dadurch, dass man d a ist, macht man mit. Vor allem in Zeiten, wenn die eine Seite der Waagschale \u00fcberzuquellen scheint von dunklen Gesch\u00e4ften in finsteren Tunneln, muss man sich geradezu selbst ermuntern, auf der anderen Seite s selbst mal ein K\u00f6rnchen zu manifestieren, das im hellen Licht der Sonne eine Chance hat zum Gedeihen. Schwerer, belehrte uns Nelson Mandela, ist der Weg hin zum Lichten, oder wie man es nennen will. Leider bin ich nicht m\u00e4chtig genug, um Herrn T\u00f6nnies das Handwerk zu verbieten, aber er kann ja auch nicht meine Einstellung durchkreuzen. Unmenschlichkeit ist\u00a0 au\u00dferdem gar keine Macht, es sieht nur leider oft so aus. Nun, da durch die digitale Revolution alle Fenster ge\u00f6ffnet sind, sitzt der buddhistische M\u00f6nch direkt neben dem Kom\u00f6dianten, und man darf ruhig mal staunen, wie nah sie sich sind, und als w\u00fcrde jede\/r auf seine oder ihre Weise auf dasselbe zugehen, und um das Recht, sich selbst zu sein, weiterhin zu k\u00e4mpfen. Denn niemand kann einem vorschreiben, wer man sein soll, wenn man sich im Spielraum des menschlich zu Akzeptierenden aufh\u00e4lt. Und niemand, f\u00e4llt mir jetzt nat\u00fcrlich der Satz von Hannah Arendt ein &#8230; &#8217;niemand hat das Recht zu gehorchen&#8216;.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer noch tun wir oft genug so, als h\u00e4tten wir&#8217;s nicht gewusst. Aber wir haben es nicht nur gewusst, sondern wir wissen es auch jetzt noch: dass immer noch dunkelh\u00e4utige Menschen im Meer versinken oder auf den Stra\u00dfen des reichsten Landes der Erde niedergeschossen werden wie Tiere. 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