{"id":11204,"date":"2020-09-05T08:04:41","date_gmt":"2020-09-05T08:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11204"},"modified":"2020-09-05T08:04:41","modified_gmt":"2020-09-05T08:04:41","slug":"fenster-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11204","title":{"rendered":"Fenster"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11206\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200905_090242-181x300.jpg\" alt=\"\" width=\"181\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200905_090242-181x300.jpg 181w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200905_090242-768x1276.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200905_090242-616x1024.jpg 616w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200905_090242.jpg 1078w\" sizes=\"auto, (max-width: 181px) 100vw, 181px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-11198\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200828_152010-207x300.jpg\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200828_152010-207x300.jpg 207w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200828_152010-768x1111.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200828_152010-708x1024.jpg 708w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/09\/20200828_152010.jpg 1041w\" sizes=\"auto, (max-width: 207px) 100vw, 207px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h5>Da ich mich gerade u.a. als interessierte Zeugin der Vorf\u00fchrungen des laufenden amerikanischen Politthrillers erfahre, hat meine Bereitschaft zum Staunen Nahrung bekommen aus unerwarteter Ecke. Unerh\u00f6rt ist das Ausma\u00df dieser Kom\u00f6die, die Dante wohl deshalb die &#8218;g\u00f6ttliche&#8216; nannte, weil einen die Fassungslosigkeit immer mal wieder anr\u00fchrt. Da kann ein vom Volk auf zweifelhafte Weise gew\u00e4hlter Pr\u00e4sident gnadenlos l\u00fcgen und eine derart peinliche Menschlichkeit vorf\u00fchren und \u00f6ffentlich zu jeder Schandtat bereit sein, denn zumindest bis jetzt konnte er sich auf die Dummheitsresonanz bestimmter Menschen verlassen, die in ihm den tollen Hecht sehen, der sie selber gerne w\u00e4ren. Aber siehe da, verk\u00f6rperte Intelligenz wird auf den Plan gerufen, wodurch ein Zweifel sich einzuschleichen vermag \u00fcber die lahme Weigerung des Hinterfragens. Was dieser Mann angerichtet hat, kann auch Biden nicht richten. Da wird es\u00a0 viel auszuhalten geben, wenn der erste Schritt erstmal getan ist. Erstaunlich ist aber auch, dass man f\u00f6rmlich zuschauen kann, wie dem narzisstischen Commander die Felle wegschwimmen, denn schlechte Nachricht h\u00e4uft sich derart\u00a0 f\u00fcr ihn und um ihn herum, dass man sich nun einiges Unerwartete vorstellen kann. Zwei abwertende Worte soll er \u00fcber gefallene Soldaten gesagt haben, und die Medien sind am Galoppieren. Der Vater eines gefallenen Soldaten sagt, dass die Worte, die wir sagen, Fenster sind zu unserer Seele, wohl wahr. Doch wenn wir keine Worte haben, k\u00f6nnen wir nicht sichtbar werden. Wenn man sichtbar wird, w\u00e4chst die Verantwortung f\u00fcr die Handhabung des Geschehens, in dem man sich bewegt. Es hilft weder, Wirkung haben zu wollen, noch, Wirkung zu leugnen. Und wie schnell sich zur Zeit Menschen versammeln k\u00f6nnen, und blitzschnell k\u00f6nnen die Dinge umschlagen. Nicht, dass man sich jemals den Gehalt des Gehirnes eines Anderen vorstellen konnte, man hing ja wie heute von den freiwilligen Beitr\u00e4gen der Sprechenden ab. Eben, wenn sie ihr (nennen wir&#8217;s mal so) &#8218;Seelenfesnster&#8216; \u00f6ffnen und man einen kleinen Einblick gewinnt in das individuell gestaltete Universum des Gegen\u00fcbers (der Gegen\u00fcberin). Aber wie oft findet das statt, das \u00d6ffnen der Monadenfenster? Und die Freiheit, die jedem zug\u00e4ngig ist an dieser Dreht\u00fcr zwischen drinnen und drau\u00dfen. Und heute ist Samstag. Am Rande der W\u00fcste wird dem Gott Shani gehuldigt. Dunkel ist er und fliegt auf einem schwarzen Tier. Da, wo er herrscht, haben alle Angst, deswegen wird nichts aus den Handtaschen gestohlen, aus Angst. Auch bei T\u00f6nnies hat sich nicht viel getan, hier erkennt sich das Staunen als sinnlos. Wer schaut schon nach, ob der Schimmel sich immer noch an den W\u00e4nden der ausl\u00e4ndischen Arbeiter befindet, und wie traumatisiert ihre Wesen sind von der nimmer endenden Grausamkeit der T\u00f6tungsprozesse, denn wir wissen es doch, wie es diesen Tieren geht, wenn in ihren Peinigern jedes Qu\u00e4ntchen Menschlichkeit durch Stumpfheit ersetzt werden muss, damit einer Milliard\u00e4r werden kann und andere Billigfleisch kaufen k\u00f6nnen. So schaut der Blick hinaus und hinein auf die vorhandenen B\u00fchnen, und \u00fcberall und in jedem St\u00fcck zeigt sich das Sosein des Menschen. Als wer er oder sie auftritt und was er oder sie mit dem Vorgefundenen machen. Man kann der Komplexit\u00e4t nicht gerecht werden. Zum Ausgleich hat sie die Einfachheit.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Da ich mich gerade u.a. als interessierte Zeugin der Vorf\u00fchrungen des laufenden amerikanischen Politthrillers erfahre, hat meine Bereitschaft zum Staunen Nahrung bekommen aus unerwarteter Ecke. Unerh\u00f6rt ist das Ausma\u00df dieser Kom\u00f6die, die Dante wohl deshalb die &#8218;g\u00f6ttliche&#8216; nannte, weil einen die Fassungslosigkeit immer mal wieder anr\u00fchrt. 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