{"id":11033,"date":"2020-08-17T08:49:30","date_gmt":"2020-08-17T08:49:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=11033"},"modified":"2020-08-17T12:16:15","modified_gmt":"2020-08-17T12:16:15","slug":"einlassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=11033","title":{"rendered":"einlassen"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11034\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154854.png\" alt=\"\" width=\"205\" height=\"302\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11035\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154726-106x300.jpg\" alt=\"\" width=\"107\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154726-106x300.jpg 106w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154726.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 107px) 100vw, 107px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11036\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154430.png\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"304\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-11037\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200816_154319.jpg\" alt=\"\" width=\"110\" height=\"303\" \/><\/p><\/blockquote>\n<h5>Abgesehen von der sch\u00f6nen, tiefroten Farbe w\u00e4re diese Komposition nun kein Bild, von dem ich sagen w\u00fcrde, man solle sehen, was es ist, denn das Herumr\u00e4tseln w\u00e4re sinnlos. W\u00fcrde es riesengro\u00df, und die 4 Teile miteinander verbunden, in einer Ausstellung h\u00e4ngen, f\u00e4nde ich es angebracht, es &#8222;Chia-Samen in Rote-Beete-Saft&#8220; zu nennen, denn es macht keinen so gro\u00dfen Unterschied, ob es Bohnen oder Samen sind. Denn vor allem muss das Auge angesprochen sein von etwas, obwohl auch das schon wieder vielf\u00e4ltig wird in seinen M\u00f6glichkeiten, n\u00e4mlich wie jemand es sehen kann und w\u00fcrde. Immer wieder haben K\u00fcnstlerInnen ihre Werke erl\u00e4utern k\u00f6nnen, wenn sie das Gl\u00fcck hatten, es dadurch selbst besser kennen zu lernen. Denn man lernt ja auch von dem, was Andere durch einen oder von einem sehen. Selbst wenn auf einem Gem\u00e4lde ganz eindeutig ein angezogener Mann wie z.B. der Philosoph auf Manets Bild neben einer entbl\u00f6\u00dften Frau sitzt, sieht vor allem nach Manets eigener Deutung fortan jede\/r Betrachter\/in etwas Eigenes darin, was soll man machen, so ist es. Wichtig ist es, Verantwortung f\u00fcr den eigenen Blick zu \u00fcbernehmen,vorausgesetzt ich bin daran interessiert, mein eigenes Schauen zu schulen und zu erkennen. Der Blick wiederum (man wird nicht m\u00fcde, es im Ged\u00e4chtnis lebendig zu halten) wird von den Gedanken geformt, die bewusst oder unbewusst in einem herumgeistern und zu Meinungen und Projektionen f\u00fchren, die sich unter Umst\u00e4nden meilenweit von der eigenen Quelle entfernt ansiedeln k\u00f6nnen. Und was kann man Quelle nennen, wenn dieser Ort nie eine bewusste Relevanz f\u00fcr mich hatte? Auch muss nicht alles etwas in mir ausl\u00f6sen. Meine Bilder zum Beispiel erscheinen mir zuweilen wie eine Ebene in mir, die dem Wort nicht zug\u00e4nglich ist, denn dort geschehen Dinge, die in meinem Alltag s o nicht erscheinen. Nat\u00fcrlich kann ich mir Fragen stellen oder sie auch mal beantworten, aber mit jedem Gedanken entfernt es sich von dem, was es ist. Dann wiederum ist es gerade das Bewusstsein, das mich zur Landebahn bringt, das dann aber am Tellerrand parken muss, denn jetzt geht es um etwas, das nicht mehr vom Wissen abh\u00e4ngt, sondern vom ungeschriebenen Flugplan. Eben weil es hier keine Sicherung mehr gibt, sondern nur noch das Einlassen auf den Vorgang. Ich w\u00fcrde nie Bunjee springen, aber das k\u00f6nnte k\u00f6rperlich eine \u00e4hnliche Erfahrung sein , wenn man vor allem beim ersten Sprung keine Ahnung haben kann, ob das gelingt und man es \u00fcberlebt. Wo finde ich mich wieder, und in welchem Zustand. Nat\u00fcrlich ist die Welt genauso, wie sie jeweils ist, vollkommen ungreifbar in ihrer Komplexit\u00e4t und den Vorg\u00e4ngen auf ihr, sodass die Ordnung, die ich in ihr herstellen und erfahren kann, genau der Sch\u00f6pfungsbereich ist, f\u00fcr den ich verantwortlich bin. Eng wird es nur, wenn ich eng bin und mich nicht einlassen kann auf das Vorgefundene, in dem ich mich\u00a0 bewege. Ich muss auch nicht, aber es ist gut zu wissen, dass ich es kann. Den Quantensprung gibt es auch schon, aber wenn ich springen will, dann muss ich das, was ich davon verstehe, f\u00fcr mich selbst programmieren und umsetzen. Und ja, es gibt Gesetze, die unverr\u00fcckbar sind und von keinem Menschengehirn erdacht. Deswegen kann man sich, wenn es Zeit daf\u00fcr ist, getrost auf sie einlassen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgesehen von der sch\u00f6nen, tiefroten Farbe w\u00e4re diese Komposition nun kein Bild, von dem ich sagen w\u00fcrde, man solle sehen, was es ist, denn das Herumr\u00e4tseln w\u00e4re sinnlos. 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