{"id":10935,"date":"2020-08-05T08:23:41","date_gmt":"2020-08-05T08:23:41","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10935"},"modified":"2020-08-05T08:23:41","modified_gmt":"2020-08-05T08:23:41","slug":"existieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10935","title":{"rendered":"existieren"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-10936\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200729_072717-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"356\" height=\"362\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200729_072717-295x300.jpg 295w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200729_072717-768x781.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/20200729_072717.jpg 870w\" sizes=\"auto, (max-width: 356px) 100vw, 356px\" \/><\/h1>\n<h5>Der Satz unter meinem Blogtitel &#8218;Yoganautik&#8216; kam mir spontan und deshalb m\u00fchelos in den Sinn, da es einfach ein Untertitel bei der Einrichtung des WordPress accounts werden sollte und sp\u00e4ter ge\u00e4ndert werden konnte. Stattdessen fand ich den Satz immer einleuchtender und begann mit neuem Interesse, mich f\u00fcr das Ungewisse zu begeistern. Es dauert ja eine Weile, bis man merkt, dass schlechthin oder so ziemlich alles ungewiss ist, es also tats\u00e4chlich jeden vor\u00fcberziehenden Nu um die Handhabung des Ungewissen geht. Obwohl die Angst vor dem Ungewissen direkt mit dem Tod verbunden werden kann und wegen dieser Todesangst viele Pl\u00e4ne geschmiedet werden, so ist es doch interessant, dass zwar Zeitpunkt und Datum des Todes im Ungewissen liegen, gewiss aber ist, dass man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter sterben wird, eine der wenigen menschlichen Gewissheiten im rauschenden Ozean der Wissensabstufungen. Es gibt ja auch Bilder, wenn auch aus fernen Zeiten, die uns sagen, wie Andere das Ungewisse gemanaged haben. Man hat ja gern etwas Gewisses, auf das man sich verlassen kann. Und wie gerne vergisst man auch die ganz simplen Dinge, von denen man dachte, man w\u00fcsste sie schon, eben: wieweit kann ich mir selbst vertrauen und regle in mir und mit mir selbst die Grundfragen wie black lives matter, und nicht: ja logo. Inwieweit kann ich in der Tat die Leben der Anderen zulassen, wenn es t\u00e4glich neue und frische Herausforderungen gibt und dadurch die Dankbarkeit steigt, dass man aktiv am Lebendigen teilnehmen kann, exklusiv durch mich selbst, und dass es durchaus matters, wie ich da durchkomme, und genau d a s ist ja die Handhabung des Ungewissen. Man muss mit allem rechnen und gleichzeitig so unbeschwert wie m\u00f6glich in der Bewegung bleiben. Klar ist auch geworden, dass K\u00f6rper und Geist g\u00fcnstigerweise in einem guten Verh\u00e4ltnis stehen, das schlie\u00dft auch Wahrnehmung der Einschr\u00e4nkungen mit ein, denn warum sollte man ausgerechnet sich selbst nicht mit liebevoller Ernsthaftigkeit behandeln und betrachten. Schlie\u00dflich ist es das einzige Wesen auf Erden, das durch den eigenen Blick und Einblick in das Weltgeschehen die\u00a0 Positionierung erwerben kann, die einen sichtbaren Standort hat, denn dass ich hier herumgehe mit einem K\u00f6rper beweist zwar nicht den Grad meiner Anwesenheit, aber immerhin macht es die Tatsache meiner Existenz unbestreitbar. Deswegen denke ich auch automatisch immer weniger an ein Werden, wo die vielen Karotten wohnen, sondern \u00fcbe mich darin, dem Sein gegen\u00fcber m\u00f6glichst maskenlos dazustehen. Dann muss man bereit sein und ger\u00fcstet f\u00fcr das Abenteuer. Und eine gewisse geistige Stabilit\u00e4t muss im Wortlosen ruhen. Wo Steuerrad, Kompass und Lupe eins werden und keine Zweifel mehr aneinander haben. Da, wo die Navigation zur reinen Freude wird, beziehungsweise werden kann, denn: nirgendwo Gewissheit, und nirgendwo Garantie.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Satz unter meinem Blogtitel &#8218;Yoganautik&#8216; kam mir spontan und deshalb m\u00fchelos in den Sinn, da es einfach ein Untertitel bei der Einrichtung des WordPress accounts werden sollte und sp\u00e4ter ge\u00e4ndert werden konnte. Stattdessen fand ich den Satz immer einleuchtender und begann mit neuem Interesse, mich f\u00fcr das Ungewisse zu begeistern. 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