{"id":10901,"date":"2020-07-29T08:31:09","date_gmt":"2020-07-29T08:31:09","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10901"},"modified":"2020-07-29T08:32:43","modified_gmt":"2020-07-29T08:32:43","slug":"coronavirus-goettin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10901","title":{"rendered":"Coronavirus G\u00f6ttin"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4r52oL7zcyU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h5>Als dieses Video bei mir im WhatsApp Account ankam, war es nat\u00fcrlich viel kleiner und sollte nur einer gewissen Heiterkeit dienen, die auch in diesen seltsamen Zeiten nicht untergehen darf. Ob das nun wirklich heiter ist, dass ein indischer Mann einen Altar an die Coronavirus G\u00f6ttin errichtet hat, um die vielen HelferInnen zu unterst\u00fctzen, bleibe mal dahingestellt. Vielleicht ist es noch ein bisschen heiterer als die finsteren Verschw\u00f6rungstheorien, die in den unergr\u00fcndlichen Wegen menschlichen Seins immer wieder Nahrung erhalten wie \u00fcberhaupt alle Theorien, die erst sichtbar werden k\u00f6nnen, bis sich etwas davon ins Praktische und \u00dcberpr\u00fcfbare verlagert hat. Und mit dem selbsternannten Priester k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich auch nicht herumscherzen \u00fcber diese f\u00fcr ihn g\u00f6ttlichen Ausuferungen, so ist man wieder mal mit allem allein, ach mein Indien, so sch\u00f6n und ach so schrecklich. Da haben sie (!?) sich wieder mal so ein Durga oder Kali Poster rangeholt und deklariert, das sei nun die neue Corona G\u00f6ttin, und wer w\u00fcrde es wirklich wagen zu behaupten, das w\u00e4re sie nicht, denn wer wei\u00df schon, wie irgend etwas in dieser Welt wirklich\/wirklich ist, wenn\u00a0 der Gott es auch nicht wei\u00df. Deswegen muss die G\u00f6ttin her. Es gibt sie als Luxusverteilerin, als k\u00fchlende Kraft bei Fieberkrankheiten und nat\u00fcrlich als Bezwingerin m\u00e4nnlicher D\u00e4monen, wenn wirklich alles aus dem Ruder gelaufen ist, sozusagen f\u00fcnf vor zw\u00f6lf, wenn sich\u00a0 eine gewisse Totenstarre auf dem Planeten bemerkbar macht, die als das Normale deklariert wird. Ach ja, und eine Friedensg\u00f6ttin gibt es auch in Indien, die aus einem Film herausgeboren wurde und nun als Mutter des Elefantengottes bekannt ist, und au\u00dfer ihres Jobs gesch\u00e4tzt als Friedensausstrahlerin. Vielleicht ist es f\u00fcr viele Menschen ja auch angenehmer, sich an eine Lichtgestalt zu wenden, als auf einem hoffnungslosen D\u00fcsterstrahl durch das Dickicht menschlicher Meinungsausbr\u00fcche zu k\u00e4mpfen. Beides muss nat\u00fcrlich nicht sein. Tatsache ist, dass sich das Wort &#8218;Corona&#8216; unerm\u00fcdlich und mit z\u00e4her Penetranz in die undurchdringlichen Korridore mentaler Denkvorg\u00e4nge eingeschlichen, ja, gar eingenistet hat, und wer kann wissen, welche heimlichen Eier das sich selbst erzeugende Ph\u00e4nomen unter uns unmerklich noch ausbr\u00fctet. Es gibt vieles zu tun. Man kann sich noch gr\u00fcndlicher von jeglicher Mutationsform der Hoffnung befreien, eben davon, dass etwas, was geistig gemeinsam gestaltet wird, schnell auch wieder abzwitschert, nein, es will bleiben, weil es sich vermutlich als daseinsberechtigt erf\u00e4hrt. Nun gibt es in der Gegend, in der ich wohne, keine\/n einzige\/n Angesteckte\/n, und wir h\u00f6ren bis jetzt nichts von gef\u00e4llten K\u00f6rpern durch das wandernde Ungeheuer. Immer wieder erw\u00e4hnt mal jemand, wie viele Leute jedes Jahr an anderem sterben, zum Beispiel sich umbringen, eben. Ich pers\u00f6nlich habe aufgeh\u00f6rt, \u00fcber das Ma\u00df der Dinge im Zusammenhang mit erscheinenden S\u00e4rgen nachzudenken. Manchmal frage ich Raphael am Telefon in Boston, wie es da denn so ist, und er und seine Frau haben beide Covid19-Tote zu beklagen. Es w\u00e4re immerhin interessant, kommt mir gerade so ohne tiefere Gangschaltungen, wenn ein gl\u00e4ubiger Mensch hier im Westen irgendwo einen Altar f\u00fcr die G\u00f6ttin der Todesangst errichten w\u00fcrde. Dann k\u00f6nnten die Menschen, die das anspricht, dort hingehen und einen Kaffee trinken mit Butterkeksen auf dem Unterteller. Dort w\u00e4re es erlaubt, die Maske am Kinn herumbaumeln zu lassen, und die Abstandshinweise auf dem Boden w\u00e4ren nur f\u00fcr den Fall, dass einer vom Gesundheitsamt da herumschn\u00fcffelt. Aber das ist ganz unwahrscheinlich, denn jeder hat doch, wenn auch im Verborgenen, ein bisschen Gruseln oder ein wenig Respekt vor der Todesfurchtg\u00f6ttin, nicht wahr?<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als dieses Video bei mir im WhatsApp Account ankam, war es nat\u00fcrlich viel kleiner und sollte nur einer gewissen Heiterkeit dienen, die auch in diesen seltsamen Zeiten nicht untergehen darf. 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