{"id":10864,"date":"2020-07-25T08:51:23","date_gmt":"2020-07-25T08:51:23","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10864"},"modified":"2020-07-26T05:43:38","modified_gmt":"2020-07-26T05:43:38","slug":"entdecken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10864","title":{"rendered":"entdecken"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10865\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200723_192311-208x300.png\" alt=\"\" width=\"324\" height=\"467\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200723_192311-208x300.png 208w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200723_192311.png 648w\" sizes=\"auto, (max-width: 324px) 100vw, 324px\" \/><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\">Manchmal erschlie\u00dft sich einem ein Wort, das man schon lange kennt, aufs Neue, und man kann die einst gemeinten Urspr\u00fcnge erkennen, wo etwas beleuchtet werden konnte, was bis dahin im Dunkel des Unausgedr\u00fcckten lag. Es gibt in jeder Zeit neue Worte, \u00fcber die man die Ver\u00e4nderungen des Ablaufs erkennen kann, wie zum Beispiel das Wort &#8218;muten&#8216;, das Martenstein in seiner letzten Zeit Magazin Kolumne erw\u00e4hnt hat, und das &#8217;stummschalten&#8216; hei\u00dft. Gerade weil die ganze Menschheit sich\u00a0 \u00fcber die Medien ausdr\u00fcckt und selbst die niedrigste Form davon noch ihre Netze hemmungslos ausbreiten kann, freut man sich \u00fcber die M\u00f6glichkeit des Stummschaltens. Auch hier kann es interessant werden beim R\u00fcckzug, wenn ich den Inhalt meiner inneren Welt durchwandere und mit dem ganzen Material umgehen muss, es sortieren, es reflektieren, es verwerfen, es ordnen. Vor allem, solange der \u00dcberblick noch m\u00f6glich ist, denn nichts geht \u00fcber eine gute Verdauung. Auch geistig erschafft die gute Verdauung zwar keine Garantie, aber doch eine gewisse Ruhe und Raumfreiheit. Deswegen muss man auch so sorgf\u00e4ltig w\u00e4hlen, was einen betrifft und was mit einem zu tun hat, denn d a s, was zutiefst mit einem zu tun hat, das kann man dann auch tun, und man kann es auch einen Ruf nennen, mit dem man sich selbst zu sich hinlockt, wo doch der einzige Ort ist, von dem aus man die Dinge verstehen kann. Und nur von diesem Ort aus kann man &#8218;wahrnehmen&#8216;, ein Wort, das mir heute auffiel, und seine Unterschiedlichkeit zu &#8218;beobachten&#8216;. Es kann ja nie die letzte Wahrheit sein, die man in sich ersp\u00fcrt und nach au\u00dfen tr\u00e4gt, aber es ist das einzige Aktionsfeld, von dem aus man die pers\u00f6nliche Sicht in die Weite f\u00fchren kann. Je mehr N\u00e4he zu sich, desto weiter die Sicht und die M\u00f6glichkeit, das Wahre vom Unwahren unterscheiden zu k\u00f6nnen. Es ist ja stets als das Einfache vermittelt worden, eben zu sehen, wie es ist, worauf die Frage folgt: wie ist es denn? Kann ich es f\u00fcr mich beantworten, auch wenn ich mich immer mal wieder in die 10 000 Widerspr\u00fcche verwickle, so, als m\u00fcsste der Widerspruch sich l\u00f6sen und zu einer greifbaren Einheit werden. Das duale Prinzip hat seine eindeutige Funktion im Weltendrama, und nur geistig ist das Innehalten m\u00f6glich, und auch das nicht ohne Training. Von Aurobindo, einem indischen Weisen, habe ich mal gelesen, dass sein Lehrer ihm zur Flutb\u00e4ndigung der Gedanken empfohlen hat, sich drei Tage und N\u00e4chte nur in den Zwischenr\u00e4umen der Worte aufzuhalten, oder was auch immer seine Technik war, auf jeden Fall das Denken zu muten. Er hat behauptet, dadurch zu sich gekommen zu sein, wenn man das missverst\u00e4ndliche Wort &#8218;erleuchtet&#8216; mit &#8218;zu sich kommen&#8216; gleichsetzt. Wo soll man sonst sein, k\u00f6nnte jemand fragen, doch hier sind wir im Un\u00fcberpr\u00fcfbaren. Und dann wiederum doch nicht, denn wenn die Monade ein Tor hat oder eine weitr\u00e4umige Dachterasse, und wenn Freunde da sind, die merken, wenn man nicht bei sich ist und einen darauf aufmerksam machen k\u00f6nnen, das ist schon ziemlich gut. Wollten wir nicht alle wissen, was das nun wirklich ist, ein gutes Leben, und jede Ebene der vielen Phasen erweitert die Symphonie um ein paar Noten. Wenn man sich also selbst wahrnimmt, das kann auch den Anderen nicht wirklich schaden.<\/h5>\n<p style=\"text-align: left;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal erschlie\u00dft sich einem ein Wort, das man schon lange kennt, aufs Neue, und man kann die einst gemeinten Urspr\u00fcnge erkennen, wo etwas beleuchtet werden konnte, was bis dahin im Dunkel des Unausgedr\u00fcckten lag. 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