{"id":10824,"date":"2020-07-20T08:18:40","date_gmt":"2020-07-20T08:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10824"},"modified":"2020-07-20T08:21:29","modified_gmt":"2020-07-20T08:21:29","slug":"kaltfront","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10824","title":{"rendered":"Kaltfront"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10825\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-768x767.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200719_193528.jpg 922w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Und wieder zieht eine Kaltfront \u00fcber uns hinweg. Ist das nicht der Sommer, von dem die Wetterpropheten meinten, man w\u00fcrde sich in der auftretenden Hitze vor Verbrennung und Austrocknung sch\u00fctzen m\u00fcssen? Und immer noch nicht genug Wasser, das gibt (u.a.) zu denken. Da ich den Wetterzustand zwar wichtig finde, so habe ich mich dennoch ge\u00fcbt darin, mich nicht davon beherrschen zu lassen und das funktioniert ganz gut. Eigentlich ist es das Wort &#8218;Kaltfront&#8216;, das mich angesprochen hat. So k\u00f6nnte man zur eigenen Abwechslung die sich dehnende Phase der coronaischen Irrfahrt auch eine Phase der Kaltfronten nennen. Wie kalt es wirklich werden wird, wei\u00df man ebensowenig wie: wie hei\u00df es noch werden wird trotz der Kaltfronten. Auch in der Welt von uns Menschen (die wir offensichtlich als einen Besitz ansehen, der uns geh\u00f6rt), kann man zwei Str\u00e4nge beobachten. Der eine f\u00fchrt mit ziemlicher Geradlinigkeit ins Zentrum der maschinellen Hochkultur, wo ein noch nie dagewesenes Ringen (oder war es doch schon da?) stattfindet um Macht und Kontrolle \u00fcber die geistige Verf\u00fchrbarkeit des Menschen, bei aller pers\u00f6nlichen Begeisterung f\u00fcr die digitale Revolution. Das ist es ja eben, dass ich auch nicht ohne Computer und Smartphone hier an meinem Fenster sitzen m\u00f6chte, um Himmels Willen! Wozu allerdings auch die Tatsache geh\u00f6rt, dass ich nicht durchdrehen w\u00fcrde, wenn irgend etwas eines Kaltfronttages den gro\u00dfen Stecker herauszieht. Meine eigenen Archive sind angef\u00fcllt und danke, das w\u00fcrde eine Weile reichen. Die Lebensgef\u00e4hrtInnen aus der Robotwelt sind auch schon unterwegs, und niemand wird G5 aufhalten k\u00f6nnen, denn das, was alle wollen, ist unaufhaltsam. Voran also in die Weiten, die zuvor noch nie ein Mensch gesehen hat. Auf dem anderen Strang wird, nat\u00fcrlich auch mit Smartphone, um das gerungen, was man unter &#8218;Menschlichkeit&#8216; kategorisiert hat, und man sucht nach L\u00fccken, wo sich das brenzlige Thema erweitern oder zumindest etwas mehr kl\u00e4ren kann. Ist es menschlich, wenn Gastarbeiter in schimmligen Behausungen leben, die tags\u00fcber im Fleischmarkt des Milliard\u00e4rs ihr Leben verbrauchen, sorry, das l\u00e4sst mich nicht los. Nun wei\u00df man ja, dass das Virus aus welchem Grund auch immer, aber immerhin planetarisch zu einer seltenen Aushebelung verholfen hat, die fast zwanghaft zu kreativen L\u00f6sungen f\u00fchrt oder weiterhin f\u00fchren muss, sodass sogar die letzten Patriarchenherrscher ein neues Ma\u00df an Volksbeurteilung erfahren und wom\u00f6glich an ihrem Mangel an F\u00fchrungskraft scheitern k\u00f6nnen. Denn auch d a hat man zumindest Ans\u00e4tze von menschlichem Verhalten erwartet. Gerungen wird also um dieses Verst\u00e4ndnis, was es denn nun sei, das sogenannte Menschliche, denn immerhin scheint es ja aufzufallen, wenn es fehlt, und wenn die geistige oder psychische Kaltfront die Aktionsfelder durchzieht. Gut, wenn die Handschrift verschwindet, das empfindet nicht jeder als tragisch. Und ob das Tastentrippeln\u00a0 eventuell einen anderen Menschen aus mir macht, ist auch noch nicht erwiesen. Und man wei\u00df noch nicht, wie viele Kinder auf der Erde herumsuchen werden nach dem Spenderspermium ihres Erzeugervaters, so, als k\u00f6nnte jemand, der nie da war, ein Vater gewesen sein oder werden. Deswegen ist es sch\u00f6n, wenn immer zwischendurch die Warmfront wieder hereinzieht, in der man Beeren von den Str\u00e4uchern pfl\u00fcckt und die Augen sich auf Blumen und Gr\u00fcn ausruhen k\u00f6nnen vom anstrengenden Gang durch die Widerspr\u00fcche.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder zieht eine Kaltfront \u00fcber uns hinweg. 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