{"id":10791,"date":"2020-07-15T08:35:58","date_gmt":"2020-07-15T08:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10791"},"modified":"2020-07-15T08:43:31","modified_gmt":"2020-07-15T08:43:31","slug":"lebendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10791","title":{"rendered":"lebendig"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10797\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200715_103854-300x294.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"343\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200715_103854-300x294.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200715_103854-768x754.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/20200715_103854.jpg 912w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<h5>Genauso wenig, wie man keinem Menschen die Existenz absprechen kann, wird man das Lebendigsein eines Menschen leugnen k\u00f6nnen, denn solange man lebt, gilt man als lebendig. Allerdings erf\u00e4hrt man selbst, wie scheinbar unendliche Facetten des Lebendigseins es gibt, an sich selbst und an den Anderen erlebbar. Der Wunsch nach Dasein und Hiersein und Jetztsein und Dabeisein dr\u00fcckt sich so ziemlich in allen Gruppierungen aus, die sich \u00fcber bestimmte Gleichgesinntheiten treffen, um das Ideologische g\u00fcnstigerweise in das Lebbare \u00fcberzuf\u00fchren. Nun wei\u00df man ja, dass jede\/r das Lebendige anders wahrnimmt und anders umgeht mit dieser unersch\u00f6pflichen Geistesmasse, durch die sich das Lebendige ausdr\u00fcckt.Wir kennen auch alle die Hilferufe, wenn das Lebendige irgendwo und irgendwie zu versinken droht, und da, wo Gef\u00fchlsk\u00e4lten auftauchen, die eher mit dem Totenreich in Verbindung stehen. Da f\u00e4llt mir automatisch das Sanskritwort &#8218;Myrtlok&#8216; wieder ein, eine Sanskritbezeichnung f\u00fcr diese Erde, die hier als der Planet der Toten bezeichnet wird. Der Priester, der es mir erkl\u00e4rte, meinte, man k\u00f6nne auf diesem Planeten die Lebendigen von den Toten von au\u00dfen her kaum unterscheiden, da der Grad des Lebendigseins von einem psychischen Erwachen zu sich selbst abh\u00e4ngt, durch den die Sicht auf das Weltgef\u00fcge gesch\u00e4rft wird und dementsprechende ad\u00e4quate Handhabungen des menschlichen Lebens m\u00f6glich werden. Auch der durch George Floyd bekannt gewordene Satz &#8218;I can&#8217;t breathe&#8216;, den er seinem M\u00f6rder vermittelte, ist ein Satz des Zwischenbereichs. Ich h\u00f6rte ihn auch neulich von einer Frau, als ich sie fragte, was genau denn nun der Trennungsgrund von ihrem Mann gewesen sei, und sie meinte, sie h\u00e4tte nicht mehr atmen k\u00f6nnen. Wo man nicht atmen kann, kann man als Mensch noch weiterhin so tun, als w\u00e4re das das Leben, das man leben wollte, aber man kann sich gar nicht darin aufhalten, ohne t\u00f6dliche Substanzen in sich anzusammeln. Man begegnet auch dem Totsein nicht nur bei Gestorbenen, sondern es kann \u00fcberall auftauchen, an H\u00e4userreihen, unter Ehepartnern, in leeren und bedeutungslosen Begegnungen. Es sieht ganz so aus, als w\u00e4re man selbst f\u00fcr das Lebendige in sich verantwortlich, denn wer sollte es sonst sein. Existenz hat man schon einmal bekommen, wenn auch ungefragt, aber immerhin. Nun bleibt es zu sehen, was daraus werden kann in den gegebenen Umst\u00e4nden. Und nicht umsonst spricht man von der Lebensflamme. Von dem Feuer, das in einem brennen kann f\u00fcr etwas, was am Herzen herumliegt und nach Sprache und Raum sucht, um zu werden. Es ist ja ganz verst\u00e4ndlich, dass nur dieses Feuer, das man selbst entfachen kann, das eigene Triebwerk in Gang bringt und vielleicht auch befl\u00fcgelt, sodass eine weitere Sicht der Welt entstehen kann und man an dem Platz sitzt oder steht, der f\u00fcr einen selbst und diese Flamme geeignet ist. Und ja, man ist nicht allein. Und alle Liebenden wissen, dass ihr Feuer entfacht wurde von einem anderen Energiefeld, wodurch wir (u.a.) ungef\u00e4hrlicher werden f\u00fcr Menschen und Tiere und die organische Vielfalt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genauso wenig, wie man keinem Menschen die Existenz absprechen kann, wird man das Lebendigsein eines Menschen leugnen k\u00f6nnen, denn solange man lebt, gilt man als lebendig. Allerdings erf\u00e4hrt man selbst, wie scheinbar unendliche Facetten des Lebendigseins es gibt, an sich selbst und an den Anderen erlebbar. 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