{"id":10373,"date":"2020-05-22T08:45:57","date_gmt":"2020-05-22T08:45:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10373"},"modified":"2020-05-22T08:45:57","modified_gmt":"2020-05-22T08:45:57","slug":"bedenken-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10373","title":{"rendered":"bedenken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10374\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522_093148-203x300.png\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"455\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522_093148-203x300.png 203w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522_093148-768x1135.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522_093148-693x1024.png 693w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522_093148.png 1064w\" sizes=\"auto, (max-width: 308px) 100vw, 308px\" \/><\/p>\n<h5>Menschen allerortens sollen Kisten vor ihre T\u00fcren gestellt haben mit Dingen, die sie bereit sind, wegzugeben. Es sollte auch heitere Gesetze geben ohne Anbindung an Religion und Gutseinszwang. F\u00fcr sich selbst nat\u00fcrlich schon wissen, was gut und was nicht gut tut. B\u00fcrgerInnen k\u00f6nnten also alles, was sie wirklich nicht mehr brauchen, vor die T\u00fcr stellen, aber ich merke, das gibt es auch schon. Nur haben viele Menschen zur Zeit mehr M\u00f6glichkeiten, sich mit d e m\u00a0 zu besch\u00e4ftigen, was schon lange in ihnen herumkreist, und jetzt gibt die Virus-Blockade einen Schub, g\u00fcnstigerweise da, wo so ein Schub hilfreich ist. Oben im Bild sieht man eine Scherbe aus einer der drei Kisten, die ich bisher in der Corona-Krise leeren konnte, und das ist, was noch \u00fcbrig blieb, die F\u00fc\u00dfe mit dem Nagel drin, ein Fund bei einer Haus-Renovierung. Ob es wohl noch Christen gibt, die froh sind, dass er nach dieser Tortur endlich in den Himmel fahren konnte, ich wei\u00df es nicht. In der neuen, globalen Bedenkzeit hat man auch Chance, herauszufinden, was einen Klang in einem erzeugt und was nicht. Ich habe auch schon den Schmerz als eine reife und reifende Erfahrung erleben k\u00f6nnen, und selbst der Grundton der Freude kann immer mal wieder neu ausgelotet werden. Wenn das Spiel vehement unterbrochen wird von einem St\u00f6rfaktoren, der uns alle auf die eine oder andere Weise betrifft, bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als sich zu fragen, was m i c h eigentlich betrifft und die Anderen um mich herum, was wiederum den Blick erzeugt, mit dem ich die Welt sehe, und auf den die Welt auch reagiert. Vor allem, wenn die Sprache hinter den Sprachen sich noch ausdr\u00fccken l\u00e4sst oder kann. Obwohl der Schmerz tiefer zu dringen scheint als die Heiterkeit, ist die tiefe Freude weniger sichtbar und oft auch schwieriger zu erreichen, da sie so sehr im Ungewissen gehalten werden muss, n\u00e4mlich, was jeder Mann und jede Frau und jedes Kind und jedes Tier darunter versteht. Bedenkzeit also, frei ins Haus f\u00fcr alle. Was ich an den Katastrophen der Fl\u00fcchtlinge und der Naturkatastrophenopfer, wie zum Beispiel gerade in Kalkutta, so schrecklich finde, ist diese Entwurzelung aus den Ecken des Daseins mit den paar Dingen, die diesen Betroffenen vertraut sind. Ich war in Indien in vielen H\u00fctten von sehr armen Menschen, aber alle hatten eine angenehme und warme Atmosph\u00e4re: die Feuerstelle, wo man herumsa\u00df und auf den Tee wartete, die Matratzen zum Ausruhen und Schlafen. Auf jeden Fall auch die e i n e Metallkiste, wo die Dinge gefaltet wurden, die man nur manchmal trug, zu Hochzeiten und Trauerfeuern. Dann alles weg und da, wo man hingehen kann oder muss, will niemand einen haben, denn man ist eine Belastung. Sp\u00e4ter h\u00f6rt man oft, wie schlecht es ihnen tats\u00e4chlich geht. Aber manchmal kommen die untragbaren Zust\u00e4nde ans Licht, eben durch so einen Virus, der pl\u00f6tzlich erscheint und Antrieb und Ausl\u00f6ser ist f\u00fcr Bedenken. Das gibt es ja bereits f\u00fcr die Fleischfabriken, durch die Ansteckungsgefahr entlarven sich die Systeme. Wie man sich vorstellen kann, sind auch Bordelle stark betroffen durch die kaum durchzuf\u00fchrenden Ma\u00dfnahmen. Wie w\u00e4r&#8217;s, wenn die Bedenkzeit genutzt werden w\u00fcrde f\u00fcr einen Systemwechsel. Man ist ja nicht naiv genug zu glauben,\u00a0 dass etwas , was sich so lange als das sogenannte Normal durchsetzen konnte,\u00a0 verschwindbar gemacht werden wollte von denen, die es wollen. Sklavenmarkt, G5, Frauenhandel etc, aber Eind\u00e4mmung des \u00dcbels w\u00e4re schon hilfreich. Das Augenma\u00df an den Darknet-Systemen mal sch\u00e4rfer angelegt.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Menschen allerortens sollen Kisten vor ihre T\u00fcren gestellt haben mit Dingen, die sie bereit sind, wegzugeben. Es sollte auch heitere Gesetze geben ohne Anbindung an Religion und Gutseinszwang. F\u00fcr sich selbst nat\u00fcrlich schon wissen, was gut und was nicht gut tut. 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