{"id":10213,"date":"2020-05-02T09:24:30","date_gmt":"2020-05-02T09:24:30","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10213"},"modified":"2020-05-02T09:31:39","modified_gmt":"2020-05-02T09:31:39","slug":"zusammenhaengen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10213","title":{"rendered":"zusammenh\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 640px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-10213-1\" width=\"640\" height=\"352\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/VID-20200425-WA0000.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/VID-20200425-WA0000.mp4\">http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/VID-20200425-WA0000.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<h1><\/h1>\n<h1><\/h1>\n<h5><\/h5>\n<h5>Was die Entfaltung des Viren-Epos und seiner Wirkungen so spannungsgeladen macht, ist (immer zu verstehen als u.a.) die kollektiv getragene Illusion, man w\u00e4re mit\u00a0 e i n e m Thema unterwegs, was man ja auch zu sein scheint. Und wie in jeder munteren Diskussionsrunde werden mehr oder minder stabile Meinungen durch die Gegend angeboten oder geschleudert, und der als Kernpunkt deklarierte Anlass des Redens verliert sich meistens in multiplen Beitr\u00e4gen der eigenen Geschichte, f\u00fcr deren genauer Durchdringung entweder das Interesse, aber auch die Konzentration und das Knowhow fehlen. Aber auch das Knowhow erlebt vielerorts eine sp\u00fcrbare Krise, wenn Millionen von Menschen ihr Knowhow einfach entzogen wird und sie, wie zur Zeit, in vielen Formen von Armut treibt. Auch wenn man oft nicht direkt beteiligt ist, braucht man Kraft f\u00fcr das Entlarvte. Tausende von N\u00e4herinnen in Bangladesh (z.B.) protestieren trotz Ausgangssperre gegen diese ihre neue Armut, weil westliche Auftr\u00e4ge, f\u00fcr die sie n\u00e4hen, einfach storniert werden. Das pr\u00e4zise Erkennen gewisser Zusammenh\u00e4nge ist selten auch gleichzeitig das Licht am Ende des finsteren Tunnels, aber es ist notwendig und hilfreich auf dem Weg zur Schlussfolgerung, wenn diese dann, noch weiter gef\u00fchrt, zu einer Wandlung der Verh\u00e4ltnisse f\u00fchrt. So w\u00fchlt jede\/n was anderes auf und jede\/r wir ber\u00fchrt von anderen Geschehnissen, oder wird w\u00fctend, oder emp\u00f6rt. Auch durch das verwehrte Au\u00dfen schlagen die Wellen hoch und heften sich an die W\u00e4nde des Unmuts. Der Geliebte einer Mutter pr\u00fcgelt ihr Kind tot. Es kann wieder denunziert werden, wenn der Eine der Meinung ist, der Andere tue nicht, was doch jeder f\u00fcr richtig h\u00e4lt. Gott, sofern noch in den Gem\u00fctern vorhanden, greift auch wie meistens nicht ein, sodass sogar sein angeblicher Sohn sich verlassen f\u00fchlte von der Magie des Zuspruchs. Man kann dem unsichtbaren Herrn h\u00f6chstens (nicht von mir, sondern von den Religionen her gesehen) einen Vernichtungsimpuls unterstellen, eine Bestraftat, um diese unwillig Lernenden zur Vernunft zu bringen. Aber die Vernunft hat auch nicht so gegl\u00e4nzt und wurde auf dem Spielfeld meist von der Unvernunft \u00fcberholt und bel\u00e4chelt. Nat\u00fcrlich kann man auch das Schicksalpaket eines Erdlings mit einem Computer vergleichen, grunds\u00e4tzlich einfach gestrickt und mit etwas Dunkel und etwas Hell auf die Reise geschickt, und dann erf\u00e4hrt man mit der Zeit voneinander, wer hinter den Spielregeln steckt, auf die sich zum Beispiel ein Land geeinigt hat. Und vielleicht steckt auch zuweilen hinter einer Bourka ein freierer Geist als hinter der Tr\u00e4gerin einer kostbar zerrissenen Bluejeans&#8230;who knows. Eine bis dahin unaufgefallene Luke \u00f6ffnet sich irgendwo im Rahmen innerer Architektur. Ein Wohlgef\u00fchl. Eine angenehme Befindlichkeit. Ein Strom tiefer W\u00e4rme. Ausgerechnet aus etwas str\u00f6mend, was man f\u00fcr ein Mauseloch hielt, und wo sich Nichtwissen und Ohnmacht und Angst ihr Lager eingerichtet hatten, abgelehnt von den Insassen der Verbraucherzentren, die lediglich liefern, was Profit bringt und die abh\u00e4ngig sind von Nachfrage. Wer begreift sich schon gerne als Sklave der Update-Industrie, der es gelungen ist, einer ganzen Weltgesellschaft vorzugaukeln, dass sie ohne Konsum ihrer Produkte am Zerfall des globalen\u00a0 Wirtschaftsnetzes beteiligt ist. Also Wahrnehmung der Ohnmacht und der Angst vor drohenden Verlusten. Aber auch Neu-Orientierung und kreativer Umgang mit dem erstmal als unausweichlich Erscheinenden. Ein gesch\u00e4rfter Blick. Ein Zur\u00fcckhalten von Meinungen. Eine Sorgfalt bei den Differenzierungen. Eingang und Ausgang von Atem. Vogelgezwitscher.<\/h5>\n<h5>Auf Zen-La erheben sich die Schweigenden von den Steinen einer sehr alten Zeit. Sie haben ihre Herkunftslegenden in inneren Architekturen untergebracht und bewegen sich wie T\u00e4nzerInnen \u00fcber das leere Spielfeld.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was die Entfaltung des Viren-Epos und seiner Wirkungen so spannungsgeladen macht, ist (immer zu verstehen als u.a.) die kollektiv getragene Illusion, man w\u00e4re mit\u00a0 e i n e m Thema unterwegs, was man ja auch zu sein scheint. 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