{"id":10192,"date":"2020-04-29T08:34:59","date_gmt":"2020-04-29T08:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10192"},"modified":"2020-04-29T08:40:47","modified_gmt":"2020-04-29T08:40:47","slug":"systemwechsel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10192","title":{"rendered":"Systemwechsel"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10193\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"355\" height=\"355\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-300x300.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-768x766.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-365x365.jpg 365w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202-500x500.jpg 500w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200428_160202.jpg 988w\" sizes=\"auto, (max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><\/p>\n<h5>Es ist ja so, dass jeder Mensch, der hier auf dem Planeten ankommt, die Welt so erf\u00e4hrt, wie sie gerade ist, und wo er oder sie gerade ist oder ankommt. Das kann auf dieser Erde wahrlich einen gravierenden Unterschied machen, der schwer zu erfassen ist, weil niemand wei\u00df, wie alles kam, und viel Wissen aus Ahnen, bzw. Erahnen besteht. So erforschen wir alle auf unsere Weise das zu Erahnende mit dem Stoff, der zur Verf\u00fcgung steht. Dann gibt es die Momente in der Geschichte, in denen etwas verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig lange sich Erhaltenhabendes (aber was ist schon &#8218;lange&#8216;?) auf einmal vergeht. Auch Welten sterben, oder ist es eher so, dass die eine Welt st\u00e4ndig ihr Kost\u00fcm wechselt, oder ist sie einfach die B\u00fchnenfl\u00e4che, auf der das Lebendige sich entfalten kann mit seiner hemmungslosen Darstellungskraft, die gleichzeitig anregt und aufregt, oder auch einsch\u00fcchtert und \u00fcberfordert. Oder ist nur der Spieler oder die Spielerin m\u00e4chtig angefordert, sich hier zurechtzufinden in all dem, wof\u00fcr Worte gefunden werden, die eine erstaunliche Todlosigkeit bergen k\u00f6nnen. Manchmal gen\u00fcgt so ein Wort wie Phoenix, Matrix, Sphinx, (in diesem Fall eine Vorliebe f\u00fcr Worte mit X, die gleichzeitig den Faktor X in sich tragen), also manchmal gen\u00fcgen ein paar Worte, um ganze Reiche aus dem Staub hervorzuholen. riesige Seins-Systeme, in denen die damaligen BewohnerInnen so eine Welt, in der wir jetzt leben, sich nicht h\u00e4tten vorstellen k\u00f6nnen. Von indischen Weisen hat man geh\u00f6rt, dass sie beim Sehen der kommenden Zeit geschaudert h\u00e4tten und froh waren, nicht darin leben zu m\u00fcssen. Die dunkle Zeit, in der das Schicksal einer Zeit sich wieder mal entscheidet. Vielleicht stirbt eine Welt, wenn sie zum Platzen voll ist von allem, oder so ausgesaugt wurde von den Abgr\u00fcnden wie eine sterbende Mutter, aus der ohne Ausbeutung nichts mehr zu holen ist. Dass dann ein Ruck kommt und das ganze, erstarrte System in ein neues Licht stellt. Ich habe so einen Ruck pers\u00f6nlich in Indien erfahren. Er wurde einerseits durch die t\u00f6dliche Seite des Tourismus gesch\u00fcrt und der damit verbundenen Geldgier, andrerseits durch eine erstaunliche F\u00e4higkeit im Umgang mit digitaler Technik, und sehr viele dieser begabten Geister nun dabei sind, in einen un\u00fcberschaubaren Abgrund zu schliddern, der alle ehemaligen Sicherheiten nach oben, wo einst vertrauensw\u00fcrdige G\u00f6tter die Sachen erledigten, zusch\u00fcttet. Man brauchte zuvor nur so gut sich anstrengen, wie man halt konnte, dann kam ja schon die n\u00e4chste Chance, das n\u00e4chste Leben. Das alles ist vorbei und l\u00e4uft schon eine Weile mehr oder minder haltlos vor sich hin. Da kam das Virus. ich habe bewusst den Artikel gewechselt von der Virus zu das Virus, weil die S\u00e4chlichkeit dieses Ph\u00e4nomens meiner Vorstellung mehr entspricht. Das Virus-Epos, das sich Tag f\u00fcr Tag entfaltet und gestaltet und durchgegr\u00fcbelt wird von praktisch jedem Mann und jeder Frau und den Kindern, die das schon verstehen k\u00f6nnen, n\u00e4mlich dass gerade alles anders ist als sonst und tats\u00e4chlich das ganze Weltsystem in die Kniee oder den aufrechten Gang gezwungen wird. Nicht, dass man hier mit Demut rechnen darf, nein. Nur werden allm\u00e4hlich alle L\u00e4nder beleuchtet von einem erbarmungslosen Scheinwerfer, der einfach nur zeigt, wie es ist. Daraus kann sich viel Kraft f\u00fcr Ver\u00e4nderungen entwickeln, die durch Einsicht gelenkt werden. Durch die Bereitschaft f\u00fcr Einbu\u00dfen. F\u00fcr die Chance einer Systemver\u00e4nderung, die neue Atemwege erm\u00f6glicht, \u00d6ffnungen, Tore, Umstellungen, Einstellungen. Diese Zeit, das ist wahr, sieht gerade nicht so gut aus, wenn man sie misst an einer potentiellen Werteskala, die jedem Menschen seine oder Ihre Lebenszeit sch\u00f6pferisch erm\u00f6glicht unter f\u00f6rderlichen Bedingungen, nein. Aber sie erlebt ein Genug!, und das ist unser Licht. Nicht mehr die entleerten Himmelshallen der G\u00f6tter, sondern ein tiefes Gesp\u00fcr f\u00fcr die Ausgleichung zwischen dem Hell und dem Dunkel. So, wie es war, als das kristallklare Morgenlicht auf die Wipfel der B\u00e4ume traf und das Leben sich reich an Geheimnis zeigte.<\/h5>\n<h5>Auf Zen-La fl\u00fcstern sich derweil die TeilnehmerInnen bestimmte Worte ihrer verlassenen Herkunft ins Ohr. Es gilt, das Wort mit solcher Tiefe zu f\u00fcllen, dass es die Grenze der Fremdsprachigkeit durchbricht.\u00a0 Zen-La ist uhrenlos und wird gesteuert durch<br \/>\ndie pr\u00e4zise Anwesenheit seiner G\u00e4ste, die die Zeit ihres Aufrufes erf\u00fcllen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ja so, dass jeder Mensch, der hier auf dem Planeten ankommt, die Welt so erf\u00e4hrt, wie sie gerade ist, und wo er oder sie gerade ist oder ankommt. 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