{"id":10187,"date":"2020-04-28T09:13:56","date_gmt":"2020-04-28T09:13:56","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10187"},"modified":"2020-04-29T08:36:26","modified_gmt":"2020-04-29T08:36:26","slug":"empoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10187","title":{"rendered":"emp\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10188\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200424_163359-297x300.png\" alt=\"\" width=\"364\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200424_163359-297x300.png 297w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200424_163359-768x776.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200424_163359.png 959w\" sizes=\"auto, (max-width: 364px) 100vw, 364px\" \/><\/p>\n<h5>Bei den Emp\u00f6rungen, die durch die Verschiebung der bis dato existierenden Weltordnung ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen, kann man darauf achten, dass man die Emp\u00f6rungskraft nicht verplempert, sondern f\u00f6rderlich einsetzt. Es kann nat\u00fcrlich hilfreich sein, die Emp\u00f6rung einfach als ein Ventil zu benutzen und sie an irgend etwas oder einem Menschen festzumachen, was \u00fcberhaupt nichts damit zu tun hat, um was es gehen k\u00f6nnte. Vieles kann Emp\u00f6rung ausl\u00f6sen, der Maskenzwang, die Uneinigkeit unter Virologen und \u00c4rzten, die man f\u00fcr kompetent deklarieren m\u00f6chte,\u00a0 die Botschaften, die aus langen, politischen und geheimen Sitzungen hervorquellen, wo sich in bisher unbekannten Formen des Krisenmanagements sogenannte VolksvertreterInnen sich auf Ma\u00dfnahmen einigen m\u00fcssen, die diesem gr\u00f6\u00dferen Publikum verst\u00e4ndlich gemacht werden k\u00f6nnen und auf Umsetzung hoffen d\u00fcrfen. Und \u00fcber &#8217;nein!, diese Maske trag ich nicht&#8216;, muss man dann g\u00fcnstigerweise selber nachdenken, Umgang, M\u00f6glichkeit, Revolte, alles m\u00f6glich. Emp\u00f6renswert empfinde ich die Vorschl\u00e4ge, die wie Irrlichter \u00fcber die sogenannte Risokogruppe, die neuen Gef\u00e4hrdeten, also ab f\u00fcnfzig aufw\u00e4rts und dann ab Altenheim total wie ein monstr\u00f6ser Schatten \u00fcber ein tiefleidiges Tabuthema gleiten, wie man in gauklerhafter Geistlosigkeit auf einem Titelblatt der &#8222;Zeit&#8220; lesen konnte. bei der es um die Frage ging, wie &#8218;wir&#8216; die &#8218;Schwachen&#8216; besch\u00fctzen k\u00f6nnen. Das ist ja abenteuerlich, wie hier Millionen Menschen ohne Differenzierung in eine unangenehme und unkomfortable Einkaufstasche gesteckt werden und zu Alzheimer und Demenzanw\u00e4erterInnen gemacht und auch wenig nachgefragt wird, wie&#8217;s denn so geht und wirklich ist, und \u00fcberhaupt k\u00f6nnte ich hier mein Samuraischwert herausnehmen, was nicht angemessen w\u00e4re, daher keine Waffe. Eher eine Auslotung an der Stelle des \u00dcbels: der misslichen Einstellung zum Alter, diese Erwartungshaltung, dass da alles zusammenbricht und nicht mehr kann, und nicht wird wie eine kluge, von Lebenserfahrung reiche Quelle, an der es schicksalsgefiltertes, klares Wasser zum Einnehmen gibt, sondern ein mit allen m\u00f6glichen Blockern vollgestopftes Gesch\u00f6pf, das Anderen im Wege steht, bis es endlich abzwitschert. Das hat mir (einst)gefallen in Indien, als ich jung dort ankam, dass ich noch das Gl\u00fcck hatte, bei \u00e4lteren und alten Menschen sitzen zu k\u00f6nnen und zu erfahren, wie sie das Ganze sehen und handhaben, was ihre Werteskala beinhaltet, zu welchem Punkt der Einsicht sie gelangt sind. Das ist das Waffenlager, das mich interessiert hat: Instrumente des Selbstschutzes, die gleichzeitig Musik machen, die man je nach Situation und Knowhow in Schwingung bringen kann, als souver\u00e4ne\/r Einzelk\u00e4mperin und im gemeinsamen Zusammenspiel. Hier verebbt die Emp\u00f6rung von selbst. Die Zeit, in der wir uns momentan bewegen, ist keine Zeit f\u00fcr unn\u00f6tige Anklagen oder Wurzelbehandlungen, wenn Z\u00e4hne erstmal erhalten werden m\u00fcssen. Aber schon schade, dass Mode und Weisheit inkompatibel erscheinen. Aber sind sie es wirklich. Mode, also Outfit: Stilrichtung und Haarfarbe und Kost\u00fcm sind das Vor\u00fcberziehende, w\u00e4hrend Weisheit der stabile Anker ist und bleibt, auch wenn manches wie vergessen erscheint. Kein Zweifel, wir gehen auf neue Ordnungen zu, die entstehen, indem das zuvor Unvorstellbare sich manifestiert und neue Worte kreiert und auch braucht, um sich verst\u00e4ndlich zu machen. Der Mut zur Emp\u00f6rung und das Angemessene, das von der bestehenden Weisheit gen\u00e4hrt wird, das scheint mir (u.a.) eine gute Navigationsausr\u00fcstung.<\/h5>\n<h5>Auf Zen-La ist es still. Die Fremdlinge haben sich ihre gro\u00dfz\u00fcgigen Wohnbereiche ausgesucht und\u00a0 kommen nun zusammen, um die weiteren Schritte zu kontemplieren. Alles, was sich hier bewegt, ist die Ordnung selbst, die sich durch das Seiende erschafft. Man bedenkt die Wendung des Auges nach innen und l\u00e4sst es, ganz wie das technische Licht bei der Darmspiegelung, durch die Gewinde der Synapsen gleiten, um Ausschau zu halten nach Spuren der Ich-Verhaftung. Man entwickelt mit ein paar wenigen Schritten einen Abl\u00f6sungsprozess und vertieft sich in die Wirksamkeit heilender Anwendung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei den Emp\u00f6rungen, die durch die Verschiebung der bis dato existierenden Weltordnung ausgel\u00f6st werden k\u00f6nnen, kann man darauf achten, dass man die Emp\u00f6rungskraft nicht verplempert, sondern f\u00f6rderlich einsetzt. 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