{"id":10156,"date":"2020-04-24T05:59:55","date_gmt":"2020-04-24T05:59:55","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10156"},"modified":"2020-04-24T05:59:55","modified_gmt":"2020-04-24T05:59:55","slug":"orgien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10156","title":{"rendered":"Orgien"},"content":{"rendered":"<p>\u00e5<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10151\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200422_093043-298x300.jpg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"364\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200422_093043-298x300.jpg 298w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200422_093043-150x150.jpg 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200422_093043-768x774.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200422_093043.jpg 994w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/p>\n<h5>Aha! \u00d6ffnungsdiskussionsorgien! Ein Wort, das man nur auf Deutsch\u00a0 so zusammenf\u00fcgen kann und aus dem Mund der Kanzlerin auf mich eher humorvoll wirkt. Wenn wir schon kontrovers zugedr\u00f6hnt werden, kann man sich das distanzierte Gefecht nur vorstellen, wer wo aus welchen Abgr\u00fcnden und Motivationen und Positionen heraus alles wieder ge\u00f6ffnet haben m\u00f6chte. Langsam ahnt man weit \u00fcber das Virus hinaus, was f\u00fcr ein Ausma\u00df das f\u00fcr alles und jeden haben wird. Am Virus-Kompass wird die Welt gemessen und gemessen werden. Da man den Chinesen gerne alles M\u00f6gliche zutraut, wei\u00df man wohl nie genau das Datum des Virus Eintritts in das Licht oder besser das Dunkel der \u00d6ffentlichkeit, aber so ungef\u00e4hr schon, sodass es eines einstigen Tages den Enkeln, sofern man welche hat, erz\u00e4hlt werden kann, wie und wann der kleine Schleicher sich in die Welt hineinversetzte und Anlass der ausw\u00fcchsigsten Meinungsorgien, danke Frau Merkel, wurde. Wenn auf einmal alle sprechen und schreiben und Denkgespinste an die Wand malen, f\u00e4llt dem t\u00e4glich Praktizierenden leicht der Griffel aus der Hand, und er oder sie ist froh, dass es keine \u00d6lquelle ist, aus der man seinen Lebenserhalt speist, denn ja, jeder hochangelegte Schatz kann einmal an Wert verlieren&#8230;pl\u00f6tzlich&#8230;\u00fcber Nacht. Dann fiel mir auch so nebenher auf, dass die Zeit der ruhigen Verkehrsansagen (es liegen keine Meldungen vor) vorbei ist und nun tote Rehe auf den Stra\u00dfen liegen. Das kann doch nicht immer dasselbe Reh sein, dachte ich beim f\u00fcnften Mal, aber nein, t\u00e4glich ein neues, totes Reh. (Reht\u00f6tungsorgien) Vielleicht hatten die sich auch an eine freie Fahrbahn gew\u00f6hnt und wurden kalt erwischt. Staus gab es auch wieder, und brennende Autos. Daran erkennt man das alte Normal, aber nicht nur daran. In Amerika protestiert Donald Trumps Schafherde gegen die &#8222;Virus-L\u00fcge&#8220;. Sie wollen wieder raus aus den H\u00e4usern, das kann man nachvollziehen. Auch der Gl\u00e4ubigste kann nicht den ganzen Tag fernsehen und sich dabei an Frustnaschnahrungsorgien g\u00fctlich tun. Aber was geht&#8217;s mich an, oder besser: was genau geht mich tats\u00e4chlich an. Geschult in der Einsamkeit des Sehens und des stillen Sitzens m\u00f6chte ich mir auf jeden Fall Zugang erhalten nach innen und nach au\u00dfen, damit man die neuen Tore ausloten kann: wo muss man noch durch, und wo kann man die gesammelten R\u00e4tseleien hinter sich lassen und den Grashalm als Mentor nehmen oder die \u00fcberraschende F\u00fclle der Tulpenbl\u00fcte. Auch trifft an all dem Guttun, das gerade in der Welt Erfolge feiert, herzlich wenig auf mich zu. Und doch l\u00e4uft auch meine Arbeit weiter, auch wenn ich nicht bezahlt werde, ich meine: speziell f\u00fcr das, was ich kann. Und wer soll mich bezahlen k\u00f6nnen, wenn ich nicht freiwillig in die Leistungsorgie einsteige. Vielleicht ist es das Wort &#8218;Orgie&#8216;, das die Aufgebrachten so gest\u00f6rt hat aus dem als bieder geltenden Mund der Kanzlerin. Aber man kann es ja aus der undistanzierten Welt der K\u00f6rper herausnehmen, wo gerade einige L\u00fccken sich gebildet haben und es, das Wort, auf Fr\u00fchlingsma\u00dfnahmen ausdehnen: Kirschbl\u00fctenorgien zum Bespiel. Nicht, dass man das Wort wirklich braucht, nur mal spielerisch damit umgehen, solange spielerisch noch m\u00f6glich ist. Das hat noch keinem geschadet. W\u00fcrde man allerdings in einer Diskussionsrunde sitzen, m\u00fcsste das Wort, wie alle Worte, die man f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich h\u00e4lt, definiert werden, damit auch hier schadensbringende Missverst\u00e4ndnisse vermieden werden k\u00f6nnen.<\/h5>\n<h5>Ja, nun hei\u00dft es Abschied nehmen vom Dampfer und den Workshopekstasen. Die WorkshopteilnehmerInnen m\u00f6chten noch einmal gemeinsam im Raum etwas Sch\u00f6pferisches gestalten. Man einigt sich auf das Basteln einer Ekstase.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00e5 Aha! \u00d6ffnungsdiskussionsorgien! Ein Wort, das man nur auf Deutsch\u00a0 so zusammenf\u00fcgen kann und aus dem Mund der Kanzlerin auf mich eher humorvoll wirkt. Wenn wir schon kontrovers zugedr\u00f6hnt werden, kann man sich das distanzierte Gefecht nur vorstellen, wer wo aus welchen Abgr\u00fcnden und Motivationen und Positionen heraus alles wieder ge\u00f6ffnet haben m\u00f6chte. 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