{"id":10110,"date":"2020-04-17T08:49:03","date_gmt":"2020-04-17T08:49:03","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10110"},"modified":"2020-04-17T09:15:16","modified_gmt":"2020-04-17T09:15:16","slug":"check-point","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10110","title":{"rendered":"check point"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10111\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200417_091719-300x297.png\" alt=\"\" width=\"302\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200417_091719-300x297.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200417_091719-150x150.png 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200417_091719.png 736w\" sizes=\"auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px\" \/> \u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10113\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200415_162713-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200415_162713-169x300.jpg 169w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200415_162713-768x1365.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200415_162713-576x1024.jpg 576w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200415_162713.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/p>\n<h5>Das linke Bild ist, wie man sieht, von der Zeit gezeichnet. Irgendwo und irgendwann habe ich es mal ausgeschnitten und es landete in einem h\u00fcbschen Messingrahmen und steht seither an einer Stelle meines Schreibtischs. Soweit ich mich erinnere, geh\u00f6rte die Geschichte dazu, dass das linke Gesch\u00f6pf zuerst allein im Brutkasten lag, und als die Nachtschwester bemerkte, dass es im Sterben lag, legte sie den Zwilling dazu, und beide \u00fcberlebten. Dann habe ich in der Zeit einen Artikel von Sudhir Kakar (einem indischen Psychanalytiker) gelesen mit der \u00dcberschrift: &#8218;Was ist menschlich?&#8216; (zu dem das Bild oben rechts geh\u00f6rt), der hinweist auf die F\u00e4higkeit des Menschen, ein f\u00fcrsorgliches Individuum zu sein, beziehungsweise zu werden, sozusagen als Ziel und Glanz des Menschseins. Also wie geht&#8217;s Ihnen denn so da drau\u00dfen, oder soll ich lieber drin sagen. Mit so vielen Trauernden vielerorts, die nie wissen werden, wie ihre Angeh\u00f6rigen das Zeitliche verlassen haben, ist ja die \u00fcbersch\u00e4umende pers\u00f6nliche Wohlbefindlichkeit geziemlich in Schach gehalten. Nichtsdestrotrotz kann es einem wirklich sehr gut gehen, und wenn ich so in die Runden schaue, kennen wir gerade niemanden, dem es wirklich schlecht geht, abgesehen von all den medialen Berichten, denen man pausenlos das Ohr leihen k\u00f6nnte, h\u00e4tte man nichts anderes zu tun. Und man hat ja in der Tat nichts anderes zu tun als das, was vor einem erscheint als das offensichtliche, nicht zu vermeidende Tun, das sich selbst tut, wenn man es l\u00e4sst. Dann erst kann das Nicht-Tun hervortreten, das sanfte Nachlassen der Meinungskompetenzen, eine Art Wachsamkeit den vorgestellten Glaubw\u00fcrdigkeiten gegen\u00fcber, die Erfrischung des H\u00f6rverm\u00f6gens einerseits durch tiefes Hineinlauschen in die Sph\u00e4re, dann wiederum das entz\u00fcckte Hineinlauschen in die geradezu schlicht funktionierende Transzendenz wunderbarer Klangwerke durch die Meisterschft ihrer Musikinterpreten\/Innen. Immer wieder jemand, den man nicht kannte, wie konnte das passieren, und wie dankbar man ist f\u00fcr die Gaben. Man hat Zeit und Raum zur Verf\u00fcgung. Ja, das stimmt, wenn man sich nicht um die Kinder k\u00fcmmern muss (&#8230;). Nicht umsonst wurden die beiden Wege (in Indien als Yoga- und Familienpfad) einst getrennt, nicht in der M\u00f6glichkeit eines Zu-sich-Kommens, nein, sondern nur in den zwei Hauptformen der Beschaffenheit der Wesen. soweit es beobachtbar war. Warum sollte z.B. eine Frau, die sich Kindhaben gar nicht vorstellen kann, eins haben. Es kursiert die Meinung, dass es ihr gut tun w\u00fcrde, nein, w\u00fcrde es nicht gut tun, jedenfalls nicht einer Frau, die anderes vorhat mit ihrer Zeit. Es geht ja grunds\u00e4tzlich um die Frage, was ich mit meiner Zeitspanne auf der Erde anfangen m\u00f6chte und vor allem kann, auch wenn die zahllosen Katastrophen auf der eingeschlagenen Route nur Dschungel sind, oder das Labyrinth, oder der Ozean, der durchquert werden muss f\u00fcr die notwendige Ansammlung von Erfahrungen, die weitere Weichenstellung erm\u00f6glicht. Auch wenn der Planet gerade durch seine BewohnerInnen eine kunstvolle Kollektivpsychose durchwandert, oder wie auch immer man den bemerkenswerten Vorgang nennen m\u00f6chte, so geht er doch weiterhin auf der Bahn, und niemand wei\u00df, ob diese Bahn selbst der Zeitbegrenzung ausgesetzt ist, oder wir immer die Passagiere sind, solange er da ist, oder wie gut es Venedig und anderen Orten ginge, wenn mal keiner mehr darin herumtrampelt. Aber noch ist es ja nicht so weit, nein, ganz im Gegenteil. Noch ist Staatsexamen, die Kernfragen sind freigegeben worden. Zum Beispiel wie gro\u00df ist das social distancing zwischen D\u00fcrfen, K\u00f6nnen, Wollen, Denken, K\u00fcmmern, Lieben, Wahrnehmen, Denunzieren, Helfen, Hamstern, Glauben, Wissen, Tun. Und zwischen unseren K\u00f6rpern das Ma\u00df des Einkaufswagens, oder wagt hier und da Einer oder Eine das Heraustreten aus dem eigenen Gebiet und l\u00e4sst sich ein auf die Umarmung?<\/h5>\n<h5>Im Workshop auf dem Dampfer holen wir die gro\u00dfen Scheren aus der Bastelkammer, trennen das Wort Leergut und lassen leer und gut distanziert in uns auftauchen auf dem Schirm, holen tief Luft (Corona-Check) und lassen die Worte ohne weiteres zu.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Das linke Bild ist, wie man sieht, von der Zeit gezeichnet. Irgendwo und irgendwann habe ich es mal ausgeschnitten und es landete in einem h\u00fcbschen Messingrahmen und steht seither an einer Stelle meines Schreibtischs. 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