{"id":10067,"date":"2020-04-11T09:27:34","date_gmt":"2020-04-11T09:27:34","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10067"},"modified":"2020-04-11T13:16:24","modified_gmt":"2020-04-11T13:16:24","slug":"ueberraschungs-eye","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10067","title":{"rendered":"\u00dcberraschungs-Eye"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10068\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200410_174520-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"408\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200410_174520-300x169.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200410_174520-768x432.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200410_174520-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200410_174520.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 408px) 100vw, 408px\" \/><\/p>\n<h5>Wenn ich durch kulturelle Umst\u00e4nde gezwungen w\u00e4re, diesem obigen Bildnis einen Titel zu geben, k\u00f6nnte ich mir vorstellen, es &#8222;Covindus Maximus den Ersten&#8220; zu nennen, ein schwer greifbarerHerrscher, der unsere Welt eine Weile in Bann hielt, sodass sich kaum einer seiner Herrschaft ganz entziehen konnte. Es sucht in uns ja st\u00e4ndig nach Bildern, die wir selbst sehen und beschreiben k\u00f6nnen, und vieles bl\u00fcht auch erst auf in so einer Krise, zum Beispiel\u00a0 die Welterkl\u00e4rerei, vielerorts patriarchal gebunkert als abnickbare Seinsvariante, nun aber freigemauert, und man hat, da bin ich ganz sicher, das Wort &#8222;immer&#8220; im Treibsand entlassener Worte davon\u00e4chzen sehen. Aber zur\u00fcck zum Bild. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Zufallsprodukt (oder ein Trugbild) meines Auges, gar nur ein Blatt aus der Zeit, das herumlag und diese neue Sicht anbot. In seiner eigenen Wirklichkeit ist es ein Herz, wie aus t\u00f6nerer Asche geformt, und darunter steht &#8222;Fasst euch ein Herz&#8220;. Das habe ich gewisserma\u00dfen getan, die Rechtslage w\u00e4re kniffelig, denn habe ich ein Recht auf meinen eigenen Blick, wenn er sich andockt an das Werk eines anderen. (?) Es w\u00e4re fallgem\u00e4\u00df zu entscheiden. Dann ist mir zu Ohren gekommen, dass ein Verlag gerade sehr viele Exemplare des Buches &#8222;Die Pest&#8220; von Albert Camus nach Japan schickt, weil dort die Nachfrage gro\u00df ist. Camus w\u00e4re begeistert, und die Japaner sind auch von Camus begeister, wie man sieht, da trifft sich was zwischen Dunkelheit und Intelligenz. Und wenn die viel besprochenen Gesichtsmasken etwas farbenfroher und origineller gestaltet werden w\u00fcrden, wer w\u00fcrde da nicht gerne mal zu eine der Masken greifen, die im Schrank langsam die Kravatten ersetzt haben w\u00fcrden. Oder beides. Wir haben ja bereits ein Vermummungsvebot, aber wer will im Danach noch jemandem ein Maskenverbot erteilen. Es k\u00f6nnte geradlinig dazu f\u00fchren, dass wieder ein gesteigertes Interesse vonn\u00f6ten ist, um den Gegner oder die Gegnerin einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ach so, pardon, wir sind ja gar nicht in der Kampfarena, wo so mancher der Christen den L\u00f6wen zum Fra\u00df vorgeworfen wurde, bevor sie selber sich Gr\u00e4ueltaten ausdachten, oder ausdenken, oder an diesem Denken gar nicht interessiert sind. Der Tellerrand ist ja auf t\u00fcckische Weise rund und kann auch sein wie ein Rad, das sich immerdar weiterdreht, und dreht, und dreht. Aber an diesem Rand entlang ist \u00fcberall Zugang zum Ungewissen. jeder freie Tanzschritt\u00a0 eine Spur \u00fcber sich selbst hinaus. Individuell kann das ein Weg, eine Reise, ein Abenteuer sein, dem gegen\u00fcber man volle (und einzige) Verantwortung hegt, da mein Umgang mit mir alles Weitere betrifft. Aber wenn etwas eintritt, was keiner der derzeit Lebenden ahnen konnte, hallo, das macht was mit uns. Und genau das, was es mit uns macht, uns, den Einzelnen, die diese kritische Masse darstellen, das wird die Substanz der n\u00e4chsten Entwicklungen bilden, die noch wie im M\u00e4rchen in gro\u00dfen Labyrinthen schlummern. Euridike rappelt sich hoch und sucht nach dem roten Faden. Er ist weg. Sie schaltet ihren hochentwickelten Instinkt ein und erreicht m\u00fchelos an dem schnarchenden Minotaurus vorbei das gro\u00dfe Tor zur Weltformel. Erstaunt schweift ihr Blick \u00fcber den bestechenden Glanz des Nichts. Sie wei\u00df jetzt mit diesem Wissen, das aus der Unleugbarkeit selbst entsteht: Orpheus hat (endlich) aufgeh\u00f6rt, sie da zu suchen, wo sie nie war. Und auch auf Zen-La ist sie nicht mehr, denn alle Wartenden sind unter dem Vorwand des vorgeschriebenen Distanzierens\u00a0 aus der Schlange getreten, wobei sich der uroborische Vorgang lockert.<\/h5>\n<h5>Auf dem in der Intensit\u00e4t des kosmischen Dramas voranstrebende C.V.-Dampfer widmen wir uns heute bei der Arbeit\u00a0 dem Konstrukt einer Landebahn, die den wachsamen Akrobaten und die durchtrainierte Akrobatin gekonnt ins entweder sternen\u00fcbers\u00e4te All schleudert, oder aber in die k\u00fchle Fremdheit des azurnen Himmelsgew\u00f6lbes.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn ich durch kulturelle Umst\u00e4nde gezwungen w\u00e4re, diesem obigen Bildnis einen Titel zu geben, k\u00f6nnte ich mir vorstellen, es &#8222;Covindus Maximus den Ersten&#8220; zu nennen, ein schwer greifbarerHerrscher, der unsere Welt eine Weile in Bann hielt, sodass sich kaum einer seiner Herrschaft ganz entziehen konnte. 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