{"id":10054,"date":"2020-04-09T08:40:45","date_gmt":"2020-04-09T08:40:45","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10054"},"modified":"2020-04-09T08:50:09","modified_gmt":"2020-04-09T08:50:09","slug":"entgeistern-und-falten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10054","title":{"rendered":"entgeistern und falten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10055\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200409_091453-300x228.jpg\" alt=\"\" width=\"430\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200409_091453-300x228.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200409_091453-768x583.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200409_091453-1024x778.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200409_091453.jpg 1044w\" sizes=\"auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px\" \/><\/p>\n<h5>Das Wort &#8222;entgeistert&#8220; tauchte heute fr\u00fch in mir auf, was ja auf eine gewisse Sprachlosigkeit hinweist, auf ein Erschrockensein. Einerseits kann es bedeuten, dass einem wegen dem Schrecken der Geist nicht zug\u00e4nglich ist und sich daher ein Schock einstellt. Oder aber man kann es, bzw. ich kann es jetzt anders verstehen und nenne es &#8218;entgeistern&#8216;, also das, was einem selbst geisterhaft vorkommt, etwas n\u00e4her zu r\u00fccken und eventuell eine Lupe zur Hand zu haben. Gestern war ich mal nach ein paar Tagen im Drin drau\u00dfen mit dem Auto unterwegs. Es war nicht geisterhaft wegen der geschlossenen L\u00e4den, auch fuhren einige Autos auf der Stra\u00dfe, aber irgendwie war alles anders. Man wei\u00df ja nicht, w i e die Menschen pers\u00f6nlich diese Krise durchleben, aber es war trotzdem klar, dass man in derselben Kollektivblase unterwegs war. Ob das schon der Moment ist, wo die Hand das vermachte Schwert z\u00fccken m\u00f6chte, wenn auch nur, um illusion\u00e4re Dunstschwaden zu verteilen. Das wurde von mir verneint. Keine Zeit f\u00fcr Schwerthiebe, seien sie auch noch so kundig gef\u00fchrt. Es ist wie der Dialog. Da, wo Praxis m\u00f6glich ist, sucht man die \u00dcbung, dann die Umsetzung, dann das Tun im Nicht-Tun. Auch den Dialog kann man suchen, und dankbar sein, wenn man ihn findet, und das meistens nur da, wo der Strohhalm schon losgelassen wurde. Wo Geister herumschwirren, ist es schwer, den Boden der Tatsachen als eine stabile Ebene zu erfahren, wird man von ihnen doch zu einem Sehen der Dinge angeregt, die gar nicht vorhanden sind. Wenn eine unsichtbare Macht die F\u00fchrung \u00fcbernimmt und ziemlich viele Angeh\u00f6rige der Menschheit in einen ver\u00e4nderten Modus transportieren kann, wird das nicht ohne Wirkung bleiben, was wiederum auf jedes Wort und jeden Nu zutrifft. Wie oft habe ich mir das Ausma\u00df dieses einfachen Gedankens zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt, um es endlich so zu verdauen, dass es wahr wird, dass man ist, was man isst. Und dann wiederum die Weisheit nicht mit L\u00f6ffeln fressen, dann wei\u00df man, dass sie es nicht sein kann. Die Sprichworte haben sich vermutlich selbst geformt auf der Basis menschlicher Erfahrungswerte. Kennt man sich besser, kann es trotzdem passieren, dass man ratlos vor dem Kleiderschrank steht, bevor man entschlossen zugreifen kann. Oder man merkt, dass man ein bestimmtes Paar Schuhe am liebsten tr\u00e4gt, weil etwas daran einem entspricht. So t\u00f6richt und dumm und unbelehrbar wir Menschen als Spezies auch erscheinen m\u00f6gen, so arbeiten wir doch zusammen an dem geisterhaften Gesamtkunstwerk, das ein Einzelner oder eine Einzelne von uns nie ganz erfassen kann. Und auch wir werden die Geister nicht los, die wir gerufen haben, warum auch immer, wer wei\u00df. So haben wir immerhin das Gr\u00fcbeln und das Reflektieren und k\u00f6nnen die Matrix aus uns herauslocken lassen, was sich zeigen m\u00f6chte. Denn wir m\u00fcssen ja auch verstehen, als wer wir hier durchgehen, da es nicht wirklich ein Krisenmanagement gibt, auf das man sich ganz und gar verlassen m\u00f6chte. Ich selbst bin unterwegs, um Weltanschaung zu entgeistern. In einer Krise kann man schlummernde, berufliche F\u00e4higkeiten entfalten und entwickeln.<\/h5>\n<h5>In der wie ein Bienenstock summenden Atmosph\u00e4re des Corona Dampfer Workshops falten wir uns heute aus entgeistertem Material eine Weltanschaung.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wort &#8222;entgeistert&#8220; tauchte heute fr\u00fch in mir auf, was ja auf eine gewisse Sprachlosigkeit hinweist, auf ein Erschrockensein. Einerseits kann es bedeuten, dass einem wegen dem Schrecken der Geist nicht zug\u00e4nglich ist und sich daher ein Schock einstellt. 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