{"id":10029,"date":"2020-04-06T09:12:52","date_gmt":"2020-04-06T09:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=10029"},"modified":"2020-04-06T09:23:02","modified_gmt":"2020-04-06T09:23:02","slug":"vermutlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yoganauten.de\/?p=10029","title":{"rendered":"vermutlich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-10030\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200406_095056-300x298.png\" alt=\"\" width=\"373\" height=\"371\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200406_095056-300x298.png 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200406_095056-150x150.png 150w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200406_095056-768x764.png 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/20200406_095056.png 939w\" sizes=\"auto, (max-width: 373px) 100vw, 373px\" \/><\/p>\n<h5>Ich bl\u00e4tterte etwas in den alt\u00e4gyptischen Klageliedern herum und fand diesen sch\u00f6nen Satz. &#8222;Ich will von dem sprechen, was mir vor Augen ist. Ich sage nicht voraus, was nicht eintrifft.&#8220;\u00a0 Schon \u00f6fters fand ich in dem B\u00fcchlein schon auffallende Parallelen zur Jetztzeit, damit wir verstehen, was schon alles da war, und wo wir es jetzt in immer neueren Formen anfinden, und wie es uns bei unserem Rundgang gelingt, mit dem Angetroffenen umzugehen. Und sicherlich war es immer hilfreicher, die tiefe Freude und das tiefe Leid in sich selbst zu sp\u00fcren, als Gef\u00fchle zu verlagern auf Tatorte, die einem vorgesetzt werden, damit man mitgaukeln kann. Nichts gegen das Gaukeln an sich. Immer noch lieber ein guter Gaukler als ein schlechter Informationstr\u00e4ger. Fakt ist, dass das Unvorhergesehene gerade seinen Auftritt hat mit seiner Gefolgschaft, den unabsehbaren Wirkungen. Auch hier geht es um Sicht, die pl\u00f6tzlich m\u00f6glich ist, nur, weil ein unerwarteter Ruck durch den Film ging. War er denn wirklich unerwartet, oder macht es nur fassungslos, dass wir alle wussten, dass Grenzen weit \u00fcberschritten wurden und man keine Vernunft f\u00fcr f\u00e4hig hielt, d a s noch zu stoppen, was im Gange war. Und man braucht es nun nicht prophetisch zu nennen, wenn man n\u00fcchtern betrachtet, dass jeder Samen vor allem d a s hervorbringt, was in ihm steckt. Ganz abgesehen davon, dass er abh\u00e4ngig\u00a0 ist von der Umgebung und Handhabung seiner Existenz, die das Eine oder das Andere f\u00f6rdern und hervorbringen. Darin ist man allein, ganz klar, auch wenn man offen war f\u00fcr guten Rat, der nicht immer teuer sein muss, nein. Aus Indien ist ein Bild zu mir gekommen aus der Hitlerzeit, ich f\u00fcge es unten ein. Man sieht eine Menschenmasse aus Nazim\u00e4nnern, die alle stramm den Hitlergru\u00df zeigen. Aber irgendwo in der Menge steht ein Mann, der hebt keine Hand zum Gru\u00df. Er steht nur da mit sich. Wie kam das wohl dazu, dass der Photograph dieses Bild machte? Hat er es wegen diesem Einen gemacht, oder ist es von jemandem sp\u00e4ter entdeckt worden, dass da immerhin Einer war, dem der Schafsgang nicht zusagte, und keiner wei\u00df, ob er das \u00fcberlebte. Aber er \u00fcberlebte seine Haltung insofern, dass ein Inder dieses Bild im Kontext von Narendra Modis \u00fcbersehbar aufsteigender Diktatur ins Netz stellte mit einem gro\u00dfen roten Kreis um den einen Mann und der Unterschrift: &#8218;Be this man tonight&#8216;! Sei dieser Mensch heute abend. Auch kommt mir der standhafte Aufenthalt im Auge des Wirbelsturms als angemessenes Aktionsfeld vor, in dem nicht nur das Erschrecken, sondern auch die Dankbarkeit Raum hat, oder was auch immer die angemessene Chemie darstellt, zu der man im eigenen Haus Zugang hat, wo die potentiellen Navigantionsger\u00e4te zur Verf\u00fcgung stehen. Die Einsamkeit der Schicksale wird uns zu denken, zu f\u00fchlen, zu sehen und zu handeln geben. Die gro\u00dfen, bisher unbestrittenen Wahrheiten bewegen sich in den freigewordenen Dom\u00e4nen wie Wesen aus anderen Reichen. Sie streuen sich selbst wie Samen in aufgew\u00fchlte Furchen hinein. Wir werden sehen, was uns vor Augen tritt, wenn sich die Generatoren wieder in Gang setzen. Daher sagen auch wir nicht voraus, was nicht eintritt, denn wir werden (vermutlich) anwesend sein, wenn das geschieht. Aber nur vermutlich.<\/h5>\n<h5>Ja, das kam von Andh Bhakt extra f\u00fcr den Dampfer- Workshop. Alle wollen daher von diesem Einen, der sie abends sein sollen, ein Bild basteln.<\/h5>\n<h5><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10032\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG-20200405-WA0005-300x273.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG-20200405-WA0005-300x273.jpg 300w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG-20200405-WA0005-768x698.jpg 768w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG-20200405-WA0005-1024x930.jpg 1024w, https:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG-20200405-WA0005.jpg 1080w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/h5>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bl\u00e4tterte etwas in den alt\u00e4gyptischen Klageliedern herum und fand diesen sch\u00f6nen Satz. &#8222;Ich will von dem sprechen, was mir vor Augen ist. 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