{"id":9375,"date":"2020-01-02T04:21:25","date_gmt":"2020-01-02T04:21:25","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9375"},"modified":"2020-01-02T08:20:43","modified_gmt":"2020-01-02T08:20:43","slug":"lernen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9375","title":{"rendered":"lernen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9377\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081306-300x255.png\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"182\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081306-300x255.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081306-768x652.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081306-1024x869.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081306.png 1257w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9376\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081401-300x254.png\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"182\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081401-300x254.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081401-768x650.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081401-1024x867.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200102_081401.png 1234w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/p>\n<h5>Gleich zu Beginn des neuen Jahres war es mir verg\u00f6nnt, etwas nicht ganz Unwesentliches zu lernen. Der gestrige Stromausfall dauerte bis zum Nachmittag. Die Aufladekapazit\u00e4t meiner Ger\u00e4te sank auf 11 Prozent, ich musste zwei Gespr\u00e4che in die Zukunft verschieben. Mit m\u00fcden Inderaugen blickte ich \u00fcber das Dorf hin, wo ich die digital geschulte Bev\u00f6lkerung beim Ausharren vermutete, wie immer allen Notlagen gehorsam trotzend. Ich wanderte r\u00fcber zu den alten Steinen, nicht ohne mich zweimal erkundigt zu haben auf Hindi, ob das &#8218;bijalee&#8216;, das Licht, schon zur\u00fcck sei, wobei ich vergessen habe in dem Moment, dass so ziemlich auf alles Nichtverstandene hier genickt und gel\u00e4chelt wird, denn in jedem Hindu steckt ein potentieller Guru, f\u00fcr den Unwissen ein Tabu ist. Dann ging ich zu einer befreundeten Familie und war erstaunt, dass sie bijalee hatten, und ich konnte mein Phone aufladen. Ich fand dann so langsam heraus, dass eigentlich alle bijalee hatten au\u00dfer mir, was sich dann bei meiner R\u00fcckkehr zum Haus als Realit\u00e4t erwies. Der Hausbesitzer hatte bereits einen Elektrtiker aus einem naheliegenden Dorf organisiert, der nun auf einer hohen Leiter zwei Dr\u00e4hte wieder mit meinem deutschen Isolierband zusammenf\u00fcgen konnte, und siehe, es ward wieder Licht. In den verstreichenden Lebensmomenten lauert \u00f6fters ein K\u00f6rnchen Erkenntnispotential, das man leicht durch Ablenkungen verpassen kann. Eine weitere Erkenntnis, die mir nicht erspart blieb, war das dritte Auftauchen in den unaufgefordert erscheinenden Nachrichten von Lord Google, und zwar die Prophezeiungen von Baba Wanga, die Nostradame vom Balkan. Da auch ich mich hineinlesend vorfand in ihren zu 80 Prozent korrekt eingesch\u00e4tzten Prophezeiungen f\u00fcr das Jahr, kann man sich nur ausmalen, wie viele furchtbereite Leser-und Leserinnen\u00a0das in schlimme Ahnungszust\u00e4nde versetzen wird, sodass eine der philosophischen Urfragen wieder auftaucht dar\u00fcber, wie die schwer zu durchdringende Wirklichkeit zusammengebastelt wird: von wem, wodurch und \u00fcberhaupt. Das Bedenkliche meiner pers\u00f6nlichen Erfahrung beim Lesen war, dass ich die Wahrsagungen auch ein bisschen f\u00fcr m\u00f6glich hielt, ja hallo, in 2020 soll Europa kaum mehr besiedelt sein, dachte der schnelle Br\u00fcter in mir, wo sollen wir dann hinsiedeln undsoweiter. Da muss man so schnell wie m\u00f6glich das mentale Gespann zur Ordnung rufen im inzwischen ja wieder belichteten Raum. Und hoffentlich kommen die Wahrsagungen nicht nach Indien, denn &#8222;Baba&#8220; ist hier ein Titel f\u00fcr m\u00e4nnliche Alleswissende, und obwohl sie niemals den Wahrsagungen einer weiblichen Person, hier als prophezeiende Gro\u00dfmutter, Geh\u00f6r schenken w\u00fcrden, w\u00fcrden sie die Worte von diesem bulgarischen Hellseher als goldenen Wissensnektar aufsaugen und sich gar nicht wundern, dass diese terrortr\u00e4chtigen Muslime in Europa einfallen und dort ihr Unheil treiben. Das alles verpflichtet einen zu einem aufgelockerten Ma\u00df an geistiger Freiheit, von der aus man das sich selbst Zugemutete auf gesunde und nat\u00fcrliche Weise vertreiben kann, solange es noch Dunst ist und nicht verfestigtes Wolkengeb\u00e4ude.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich zu Beginn des neuen Jahres war es mir verg\u00f6nnt, etwas nicht ganz Unwesentliches zu lernen. Der gestrige Stromausfall dauerte bis zum Nachmittag. 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