{"id":9143,"date":"2019-11-28T03:18:14","date_gmt":"2019-11-28T03:18:14","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9143"},"modified":"2019-11-28T03:22:03","modified_gmt":"2019-11-28T03:22:03","slug":"praxis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=9143","title":{"rendered":"Praxis"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-9144\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191128_071818-300x297.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"359\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191128_071818-300x297.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191128_071818-768x760.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/20191128_071818.jpg 995w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/h1>\n<h5>Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man das gerne bis tief in die Reifezeiten hinein, dass befl\u00fcgelte Wesen liebevoll herumschweben um die menschlichen Dunkelkammern und wohltuende Worte fl\u00fcstern, na komm, steh auf, wird schon wieder, siehste, geht doch. Oder einfach nur kummervoll das Engelsleid erfahren, das &#8218;Was macht ihr denn da, los, besinnt Euch!, und vielleicht ein paar Vorschl\u00e4ge liefern dar\u00fcber wie das geht, Besinnung, wenn weit und breit kein Sinn mehr sichtbar ist, den man bem\u00fchen k\u00f6nnte, um das Finsterfeld menschlichen Handelns nachvollziehbar zu machen. Nun ist es ja so, dass ich mich auch in der meditativen Praxis mit Fl\u00fcgelschl\u00e4gen durchs Wasauchimmer bewegt habe und gelandet bin in dem, was wir Lotussitz nannten. Der aufrechte R\u00fccken, der dem Atem zum Str\u00f6men verhalf und verhilft, die H\u00e4nde ruhend im Nicht-Tun des Tuns. Da haben wir auch verstanden, dass wir uns, zumindest f\u00fcr eine Zeit, unabdingbar trennen sollten und mussten vom &#8218;Anderen&#8216;, wo Anderes ge\u00fcbt und gehandhabt wurde und wird, was mit den strengen Vereinbarungen der Praxis nicht kompatibel war. Manche LehrerInnen vermittelten uns damals das Weltfeld als einen dumpfen Ort, an dem man m\u00f6glichst wenig Staub aufwirbeln sollte. Bis das Menschsein nur noch aus einem winzigen Punkt bestand, der allerdings lebendig rotierte in der Mitte der Stirn, und ich genau wusste, dass ich das bin. Gut, und wenn schon, so kam doch die Zeit, wo sich ein Umschalten einstellte, ein Fokussieren auf den Brennpunkt des Daseins, der sich zeigte als ein Tatort, wo zu vieles angetan wurde, als dass man den Kopf h\u00e4tte zur Ruhe kommen lassen k\u00f6nnen \u00fcber dem Lotussitz, (gegen den weiterhin niemand dringlich was einwendet.) Man hatte uns schon \u00f6fters befragt, warum ausgerechnet wir keine Kinder in die Welt setzen, keine M\u00fctter werden wollen, keinen Haushalt f\u00fchren f\u00fcr Mann, Frau und Kinder. Wir waren damit besch\u00e4ftigt herauszufinden, was zu tun war, denn bis heute ist es nicht einfach geblieben. Das ist, mit was ich gerade zu tun habe: im Angesicht des Schreckens mit der Ohnmacht umgehen lernen, und manchmal nur einen goldenen Luftballon schenken k\u00f6nnen, damit ein verwahrlostes Kind wenigstens l\u00e4chelt. Und ja, meine eigene, tief pers\u00f6nliche Freude ist wichtig, sie darf sich nicht zur\u00fcckziehen vor all diesen Schatten. Lieber hinausgehen und tun, was man kann, auch wenn man das m\u00f6gliche Wenig schon schmerzhaft verstanden hat.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich m\u00f6chte man das gerne bis tief in die Reifezeiten hinein, dass befl\u00fcgelte Wesen liebevoll herumschweben um die menschlichen Dunkelkammern und wohltuende Worte fl\u00fcstern, na komm, steh auf, wird schon wieder, siehste, geht doch. 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