{"id":8623,"date":"2019-09-06T09:29:32","date_gmt":"2019-09-06T09:29:32","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8623"},"modified":"2019-09-10T08:44:29","modified_gmt":"2019-09-10T08:44:29","slug":"missbrauchen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8623","title":{"rendered":"missbrauchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-8624\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190905_193502-300x293.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"355\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190905_193502-300x293.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190905_193502-768x750.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/20190905_193502.jpg 898w\" sizes=\"auto, (max-width: 363px) 100vw, 363px\" \/><\/p>\n<h5>Dann wiederum kann man nicht unbehelligt\u00a0 Geschehnisse ignorieren wie die langj\u00e4hrigen Missbrauchsf\u00e4lle auf dem Campingplatz&#8230;Wie!, dachte ich zuerst, nur 14 Jahre, ja, und auch froh \u00fcber die Regelung, dass wenigstens einige von diesen Schwerkranken sich zumindest weiterhin nicht an Kindern vergreifen werden. Geht es doch vor allem darum, Raum zu schaffen f\u00fcr das Fassungslose, damit man es fassen lernt. Denn es ist ja kein Illusionsgebilde, sondern eine nackte Wahrheit, die vermutlich gerade wegen ihrer Nacktheit zu wenig bemerkt und besprochen werden will, so, als w\u00e4re nicht jede\/r schon einmal ganz in der N\u00e4he damit in Kontakt gekommen. Wir reden bei allem Fortschritt ja auch immer noch \u00fcber eine gef\u00fchlstaube Gesellschaft, in der eiserne Normen herrschen, die, nun als Kern des Grauens, die M\u00fctter dieser Kinder offensichtlich nicht bef\u00e4higen, in ihren Kindern Spuren dieser Verbrechen zu entdecken, seien die auch noch so gut getarnt und verborgen von den Kindern selbst, von denen man ja kaum erwarten kann, dass sie die Vorg\u00e4nge richtig einordnen k\u00f6nnen. Es soll einen Mann gegeben haben, der manchmal am Spielplatz mit einem Boot vorbeifuhr, dem aufgefallen war, dass die Kinder auf dem Campingplatz auffallend wenig l\u00e4chelten. Wie war das zuhause? Man kann ja nicht dar\u00fcber nachdenken, denn man wei\u00df es nicht. Was man wei\u00df ist, dass hier Wachheit und Aufmerksamkeit, sprich: Liebe, nicht wirklich dagewesen sein kann, denn 10 Jahre sind lang, und da h\u00e4ufen sich doch eher die Fragen, die so wenig Antwort vertragen. Meine indische Freundin Lali besuchte mal ihre Mutter in ihrer Geburtsstadt in Begleitung ihrer kleinen T\u00f6chter, die auf einmal nicht mehr nach Hause gehen wollten, weil der Papa immer nackt auf ihnen lag. Einmal w\u00e4hrend solch eines Momentes riefen sie die Kinder aus dem Schlafzimmer. Sie war am Kochen und sagte &#8222;komme gleich&#8220;, dabei waren sie dabei, den Vater abzuwehren. Wenn ich manchmal in Indien die Zeitung sinken lasse und mich frage, ob ich das alles lesen will, dann ist es wieder mal eine Ausgabe mit mehr als drei Vergewaltigungsgeschichten, Babies, Kinder, junge M\u00e4dchen und Frauen, Frauen allen Alters. In den Familien, von Stra\u00dfen entf\u00fchrt, in exklusiven Gesellschaftsformen, in die der Uneingeweihte keinen Zutritt hat. Eklatanter Missbrauch auf allen Ebenen, wo M\u00e4nner herrschen, die den ihnen Unterstellten klarmachen k\u00f6nnen, dass\u00a0 an ihrem Penis kein Weg vorbeif\u00fchrt, sollte eine Bef\u00f6rderung oder auch nur eine respektvolle Pr\u00e4senz gew\u00fcnscht sein. In Indien ist mir mal aufgefallen, dass das Phallussymbol (des Gottes Shiva) von Frauen wie M\u00e4nnern hochverehrt wird, aber noch nie habe ich einen Mann das dazugeh\u00f6rige weibliche Teil, dort Yoni genannt, verehren sehen, obwohl es die Basis des strammen Phallus ist. Manchmal wird es auch weggelassen, es f\u00e4llt nicht weiter auf. Und &#8222;ach&#8220;, sagte Shivani einmal bei meinem vorsichtigen Vortasten in das Gebiet des t\u00f6dlichen Schweigens, &#8222;ich kenne keine Frau, die Formen von Missbrauch nicht schon erlebt hat, fast immer in den Familien. Vergewaltigtwerden ist immer noch eine Schande, da hat der Polizist doch auch nochmal zugegriffen, als die Wenigen fr\u00fcher mal Anzeige erstatten wollten. Ist ja eh schon benutzt worden. Man staunt dar\u00fcber, dass man denken kann, eine Gesellschaft k\u00f6nnte in irgendeiner Weise gesund sein, wenn ihre Einheimischen sich nicht irgendwann selbst die Fragen stellen, nicht nur die auch wichtigen, sondern die wichtigsten. Ich bin auch schon gefragt worden, wie ich in so ein Land gehen kann wie Indien, nach allem, was man nun davon wei\u00df. Ich kann da keine gro\u00dfen Unterschiede mehr machen, denn es ist \u00fcberall. Und \u00fcberall sind auch Menschen, die das Zulassen tiefster Betroffenheiten zum Anlass nehmen,\u00a0 um das eigene Sehen und die eigene Wahrnehmung zu schulen. Damit, auch wenn es durch tiefstes Erschrecken geschieht, das Auge wachgehalten wird. Denn es geht ja nicht um letzte Urteile und Meinungen, sondern es geht um das Zulassen innerer Ber\u00fchrungen, die dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, keinen Schaden mehr anzurichten unter Menschen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dann wiederum kann man nicht unbehelligt\u00a0 Geschehnisse ignorieren wie die langj\u00e4hrigen Missbrauchsf\u00e4lle auf dem Campingplatz&#8230;Wie!, dachte ich zuerst, nur 14 Jahre, ja, und auch froh \u00fcber die Regelung, dass wenigstens einige von diesen Schwerkranken sich zumindest weiterhin nicht an Kindern vergreifen werden. Geht es doch vor allem darum, Raum zu schaffen f\u00fcr das Fassungslose, damit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8623","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8623"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8655,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8623\/revisions\/8655"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/yoganauten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}