{"id":8414,"date":"2019-08-06T09:14:12","date_gmt":"2019-08-06T09:14:12","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8414"},"modified":"2019-08-06T09:14:12","modified_gmt":"2019-08-06T09:14:12","slug":"leisten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=8414","title":{"rendered":"leisten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-8421\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"370\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-300x300.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-150x150.jpg 150w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-768x771.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-1020x1024.jpg 1020w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-365x365.jpg 365w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848-500x500.jpg 500w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/20190806_105848.jpg 1050w\" sizes=\"auto, (max-width: 370px) 100vw, 370px\" \/><\/p>\n<h5>Nachdem ich mir gestern &#8222;fjutschern&#8220; geleistet habe, obwohl\u00a0 &#8222;fjuhtschern&#8220; noch korrekter gewesen w\u00e4re, f\u00fcge ich heute noch &#8222;pasten&#8220; dazu, wie bei &#8222;Pasta&#8220;, also das Pasten, oder besser hier auch noch ein &#8222;h&#8220; hinzu, damit es mit dem englischen &#8222;pasten&#8220; und auch mit &#8222;posten&#8220; nicht verwechselt werden kann. Das Pahsten also, das &#8218;Sich-aus-welchen-Gr\u00fcnden-auch-&#8218;immer-in-der -Vergangenheit-bewegen&#8216; im Gegegnsatz zum Fjuhtschern, das &#8218;Auf-die-Zukunft-Ausgerichtete&#8216;. Man hat diese zwei Fl\u00fcgel, kein Zweifel. Und obwohl im Zur\u00fcck oft die Dunkelkammern sich verbergen, immer bereit f\u00fcr Belichtung, so kann man auch einfach dort in eine bestimmte Zeit hineinwandern und sich umsehen, zum Beispiel wer und wie man wohl war. Auch eine hochkonzentriert verfasste Biographie kann nicht der wirklichen Erfahrung entsprechen. Man selbst hat sich ja grundlegend ver\u00e4ndert. Grundlegend? Oder liegt der Grund schon fest, und genau aus diesem Grund greift man schon fr\u00fch zu bestimmten B\u00fcchern, oder h\u00f6rt Musik, oder schreibt Gedichte, oder nichts davon, man kannte es gar nicht. Von der Burka ins Burkalose ist ein langer Weg, man kann nicht erwarten, dass jemand das Ding einfach in die Ecke schleudert, au\u00dfer, es ist mit Bewusstseinsprozessen verbunden. Mit der Vergangenheit muss man so sorgsam wie m\u00f6glich umgehen, denn man hat am Drehbuch mitgearbeitet, auch wenn es nicht immer so aussieht. Und \u00fcberall da, wo Vergangenheit sich meldet als eine blockierende Zeitschleife, da ist der Zugang zum Urgrund unvermeidlich. Man denkt an Sherlock Holmes, wie er fast obsessiv mit der geistigen Lupe die winzigen Details, die keinem sonst auffielen, unerm\u00fcdlich in Zusammenh\u00e4nge brachte, bis ein Bild sich ergibt, das die Geschichte freigibt, bzw. den Nagel auf den Kopf trifft, eine schmerzhafte Angelegenheit, in deren R\u00e4ume sich die Geister des Unerschlossenen tummeln. Das Fjuhtschern scheint mehr M\u00f6glichkeiten zu haben, ist aber streng an die Vorstellungskr\u00e4fte gebunden. Es ist auch kein Geheimnis mehr, dass aus Pahsten Fjuhtschern wird, und beide m\u00fcssen den Engpass passieren, der zwischen beiden liegt, eine innere Stra\u00dfe von Hormus, wo sich Schicksal entscheidet, pers\u00f6nliches Schicksal. Denn nur da, wo Vergangenheit und Zukunft sich treffen, ist Seinsgetaltung m\u00f6glich, was mich f\u00f6rmlich zwingt, das jetzt &#8222;Das Nauen&#8220; zu nennen, bis ich mich selbst wieder befreien kann von den drei Worten, ohne die ich in meinem Schatz auskomme. Das Nau also ist da, wo Existenz absolut ist im Sinne von uneingeschr\u00e4nkt durch das, was es einfach ist. B\u00fcndelt man diese Erkenntnis in den Seinszustand, kann einem leicht schwummerig werden. Man holt sich zur\u00fcck in die Entspannung, will vom Wortspiel (Fjuhtschern-Pahsten-Nauen) keine Unterhaltung mehr. Schlie\u00dflich sind Sommerferien, und man kann eine ganze Weile hineinhorchen in die \u00e4thergetragene Stille, die bis an die F\u00fc\u00dfe der St\u00e4dte reicht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachdem ich mir gestern &#8222;fjutschern&#8220; geleistet habe, obwohl\u00a0 &#8222;fjuhtschern&#8220; noch korrekter gewesen w\u00e4re, f\u00fcge ich heute noch &#8222;pasten&#8220; dazu, wie bei &#8222;Pasta&#8220;, also das Pasten, oder besser hier auch noch ein &#8222;h&#8220; hinzu, damit es mit dem englischen &#8222;pasten&#8220; und auch mit &#8222;posten&#8220; nicht verwechselt werden kann. 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