{"id":7783,"date":"2019-05-20T08:44:42","date_gmt":"2019-05-20T08:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7783"},"modified":"2019-05-20T08:44:42","modified_gmt":"2019-05-20T08:44:42","slug":"reiz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7783","title":{"rendered":"Reiz"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7784\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074914-184x300.png\" alt=\"\" width=\"172\" height=\"281\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074914-184x300.png 184w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074914.png 573w\" sizes=\"auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px\" \/>\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7785\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074815-300x284.png\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"279\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074815-300x284.png 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074815-768x728.png 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074815-1024x971.png 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190520_074815.png 1038w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/p>\n<h5>Ein Strang, der im gemeinsamen Gewebe auch &#8222;immer&#8220; stattfand, war die Erfahrung mit menchlicher Kommunikation. Meine Kindheitserinnerungen sind nicht \u00fcberflie\u00dfend an gespeichertem Material, aber es fehlt nicht an den mich betreffenden Kernpunkten. Einer davon war, dass ich manchmal in fr\u00fchem Alter, bereits im Nachtgewand, dabeisitzen durfte &#8222;bei den Erwachsenen&#8220;, damit mein Dabeisein die vermutete Unterforderung ausbalancieren m\u00f6ge durch ihre Unterhaltung. Vielleicht fing dort f\u00fcr mich auch eine der vielen Formen des Staunens an, die mich bis heute begleiten und mehr und mehr in Gesellschaft von Leichtf\u00fc\u00dfigem gedeihen, also dem Humor, der vor sich hingereift ist wie die fruchtbare Weinrebe (!?). Es dauert ja Jahre und kein Ende ist abzusehen, bis man wei\u00df, wie und als wer und wo und wann und warum und \u00fcber was\u00a0 undsoweiter man selbst nachdenkt und spricht, und wodurch und wieweit man selbst &#8222;durch Sprache in die Welt kommt&#8220;.(Zur Welt kommen &#8211; Zur Sprache kommen. Peter Sloterdijk)). Zu welcher Sprache? In welche Welt? Manchmal \u00fcberfordert einen ein Blick in die tats\u00e4chlichen Verh\u00e4ltnisse. Angefangen vom Blick des Kindes, das sich wundert \u00fcber die Erwachsenen, die ihm irgendwie schr\u00e4g vorkommen in ihrem Miteinander, das ja auch oft genug mit ein paar Tropfen begleitet wird, wobei die Zusammenh\u00e4nge gerne verschwinden und die Assoziationsbereitschaft ihre H\u00f6hepunkte erreicht. Ich hege eine Abneigung gegen assoziatives Mitreden, die sicherlich nicht immer angebracht ist, da es oft harmlos vor sich geht und \u00fcberall in der Welt zum Weiterstr\u00f6men des Gespr\u00e4chsflusses eingesetzt wird, bei dem es ja immerhin um den Versuch einer Verbindung geht, oder um ein einsetzendes, f\u00fcr alle bedrohliches Stillstehen des Flusses zu vermeiden, und es braucht meistens nur einen Fisch, nach dem die Angeln ausgeworfen werden k\u00f6nnen, um das Boot in gemeinsame\u00a0 Fahrtrichtung zu jonglieren. Dann gab und gibt es nat\u00fcrlich auch die Kommunikationsexperten, und im aufsteigenden lukrativen Coachingbusiness bl\u00fchten die Vorschl\u00e4ge zu neuen Lehren heran. Welche Worte meinte Konfuzius, als er (vermeintlich) sagte, dass, wer das Sein hat, auch die Worte hat. Es k\u00f6nnen ja nicht irgendwelche Worte sein, denn sonst h\u00e4tte ja jeder &#8222;das Sein&#8220; und w\u00e4r&#8217;s zufrieden. Das Dasein ist jedem gegeben, auch wenn manche dieses Geschenk nicht so sch\u00e4tzen k\u00f6nnen, weil man sich vielleicht nicht wahlberechtigt vorkommt und nicht gefragt werden kann, ob man \u00fcberhaupt antreten will auf der Weltb\u00fchne. Vielleicht gibt es ja auch unter Neuentstehenden im Mutterleib bereits eine Entscheidung des Wegbleibens. es wird da wohl immer L\u00fccken geben in der Bewusstseinskette. Hat man es bis zur Landung gebracht, gibt es keinen Zweifel mehr dar\u00fcber, dass man da ist und im Labyrinth erstmal kein Fluchtweg sichtbar wird, und eine Gebrauchsanweisung wird auch nicht gereicht, \u00fcbwohl sich so viele darum bem\u00fchen, die gewichtigen Einordnungen zu beleben, die bei der Zeugenschaft des Geschehens dem Denken entsprungen sind. Und doch braucht man all diese Durchg\u00e4nge und Seinsexperimente, um letztendlich eine F\u00e4hrte zu erschaffen, auf der man sich nicht nur dem eigenen Sein verbunden f\u00fchlt, sondern auch dem Sein der Anderen. Diese permanente Auslotung ist wohl der Garant f\u00fcr die eigene Existenz in ihrer Beweglichkeit, was dem Spiel, den Spielern und den Spielerinnen einen gewissen lebendigen Reiz verleiht.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Ein Strang, der im gemeinsamen Gewebe auch &#8222;immer&#8220; stattfand, war die Erfahrung mit menchlicher Kommunikation. 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