{"id":7761,"date":"2019-05-17T09:13:13","date_gmt":"2019-05-17T09:13:13","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7761"},"modified":"2019-05-17T09:13:13","modified_gmt":"2019-05-17T09:13:13","slug":"wirklich-3","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7761","title":{"rendered":"wirklich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7762\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190517_0856201-e1558079024277-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"495\" height=\"279\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190517_0856201-e1558079024277-300x169.jpg 300w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190517_0856201-e1558079024277-768x432.jpg 768w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190517_0856201-e1558079024277-1024x576.jpg 1024w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/20190517_0856201-e1558079024277.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 495px) 100vw, 495px\" \/><\/p>\n<h5>Unter meinen B\u00fcchern gibt es eins mit dem Titel &#8222;Wie wirklich ist die Wirklichkeit&#8220;, das ich mal lesen wollte, es aber nie dazu kam. Die Tatsache, dass Menschen \u00fcber so ziemlich alles nachgr\u00fcbeln und wohlgeordnet in B\u00fcchern zur Sprache bringen, hei\u00dft nicht, dass man selbst dann durch das Lesen\u00a0 Wesentliches dar\u00fcber wei\u00df, obwohl man in den Anf\u00e4ngen des Lebens eine Menge Stoff durch den Denkapparat ziehen lassen muss, bevor man eines Tages eine gute Auswahl f\u00fcr sich selbst trifft. Vor allem auch an einem B\u00fccherregal entlangwandernd kann man etwas von sich verstehen oder gibt preis, wessen Geistes Kind man ist, was wiederum nicht so leicht zu erfassen ist, da es mehr von der Verdauung des Stoffes abh\u00e4ngt und der Art des Umgangs damit \u00fcber den Buchrand hinaus. Man k\u00f6nnte nicht nur alle Bibliotheken der Welt, sondern die Welt an sich (als Quelle der Bibliotheken bzw ihrer B\u00fccherinhalte ) erfahren als ein gigantisches, niemals ruhendes Gr\u00fcblerInnen-Netz, alle und alles besch\u00e4ftigt mit dem t\u00e4glichen Umgang des als Wirklichkeit Empfundenen, jedes Wesen aus der eigenen Erlebniswelt heraus den Verbindungen nachgehend oder sie erschaffend, die diese Wirklichkeit enth\u00fcllt und sie f\u00fcr den jeweiligen Spieler als sinnhaft erscheinen l\u00e4sst. Vermutlich gibt es diese Wirklichkeit, die permanent neu erschaffen wird, gar nicht als einen stabilen Faktor, sondern das Fluidum des ganzen Dahinwebens ist ja vielleicht ihr ganz spezieller Reiz. N\u00e4mlich, dass es nur darum gehen k\u00f6nnte, dass die Spieler sich selbst erfahren und das Ma\u00df ihrer Wirkung auf der Leinwand des Vorgefundenen. Andrerseits ist es notwendig, dem, auf was man trifft, eine gewisse Realit\u00e4t zuzumuten, nicht, dass sie von einem abh\u00e4ngig w\u00e4re. Wo mein Geist manchmal fast unwillk\u00fcrlich strauchelt, ist da, wo mich in Momenten ein solch ungeheurer Wind der Freiheit anweht, der mich verstehen l\u00e4sst, warum Menschen die Freiheit f\u00fcrchten, die ja auch meistens von unseren \u00c4ngsten verschleiert wird, oder die auch gerne pers\u00f6nlich oder politisch oder spirituell zur Verschleierung benutzt wird. Doch was verbirgt sich hinter den Schleiern. Oder &#8222;Schleier&#8220; ist nur ein anderes Wort f\u00fcr &#8222;Zwiebel&#8220;. Immer wieder verbirgt sich hinter dem scheinbar Wirklichkeiten eine weitere Wirklichkeit, bis der n\u00e4chste Schleier auftaucht oder f\u00e4llt. Wie viele Schleier es wirklich gibt, kann man nur auf dem Weg erfahren. Vielleicht gibt es gar keine B\u00fccher dar\u00fcber, nur Andeutungen, die den Wolken gleichen.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter meinen B\u00fcchern gibt es eins mit dem Titel &#8222;Wie wirklich ist die Wirklichkeit&#8220;, das ich mal lesen wollte, es aber nie dazu kam. 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