{"id":7591,"date":"2019-04-26T08:24:11","date_gmt":"2019-04-26T08:24:11","guid":{"rendered":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7591"},"modified":"2019-04-26T10:09:56","modified_gmt":"2019-04-26T10:09:56","slug":"tot","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/yoganauten.de\/?p=7591","title":{"rendered":"mausetot"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7592\" src=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190425_1454091-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"332\" height=\"474\" srcset=\"http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190425_1454091-210x300.jpg 210w, http:\/\/yoganauten.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/20190425_1454091.jpg 593w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/p>\n<h5>Dass Karl Lagerfeld es als Toter in die Nachrichten der &#8222;Times of India schaffte, war schon bemerkenswert, auch wenn es auf der &#8222;Global News&#8220; Seite war, aber noch fragw\u00fcrdiger schien es den indischen Freunden, dass er seine Katze anbetete und sie auch geehelicht h\u00e4tte, w\u00e4re die Gesellschaft (meinte er) genug gereift f\u00fcr solche Vorg\u00e4nge. Seit Millionen von Fremdlingen durch Indien traben und viele von ihnen dadurch auffallen, dass sie besonders lieb zu Tieren sind und sie gnadenlos retten und f\u00fcttern k\u00f6nnen, l\u00f6st sich auch in indischen Gehirnen das Bild von der Katze als b\u00f6se durch die\u00a0 menschlichen Schluchten und Gruften streunender Geist, beziehungsweise jagt sie Ratten, das heilige Traveltier von Ganesh, dem Elefantengott. (JaJa) Wir haben eben auch zwei sehr sch\u00f6ne Katzen, und man kann viel von ihnen lernen, unter anderem auch, wie man in seelische und geistige Bredouillen kommt angesichts ihrer nat\u00fcrlichen Begierden. Die Gro\u00dfe der beiden ist schon \u00e4lter und gediegen in ihrer Art, aber der Kleinen geh\u00f6rt ein Teil des Waldes, und von dort bringt sie regelm\u00e4\u00dfig Tiere im Maul mit, es war auch schon mal ein kleiner Marder, oder ein Vogel. Mir wurde einmal erkl\u00e4rt, dass es Geschenke sind an die, die sie gerade favorisiert. Diese Personen, ungern eine Maus zwischen der vertrauten Materie wissend, suchen dann mit dem Tier die Maus. Neulich bemerkte ich eine Atmosph\u00e4re tiefer Innigkeit beim Suchen (nach der Maus) zwischen mir und der Katze, und alle Zeichen deuteten darauf hin, dass sie sich freute,\u00a0 dass ich ebenfalls die Maus will zum Spielen. Da ist die Kommunikationsebene doch wieder sehr begrenzt, denn ja, will auch ich die Maus, aber aus anderer Motivation heraus. Oft \u00fcberleben sie ja, wenn wir fit sind beim Retten, doch so manche sind beim Spiel auch gestorben, und wir tragen sie an den Ort, den wir das Mausoleum nennen, das ist schon ganz sch\u00f6n voll.\u00a0 Als ich die winzige Maus gestern vor diesem Gang spontan an die Yogi Figur lehnte, (siehe Bild), da fiel mir auf, wie \u00e4hnlich sie doch auch in ihrer Zartheit waren, die beiden, die Katze und die Maus. Jemand erz\u00e4hlte uns, dass sie irgendwo gesehen haben, dass eine Katze und eine Maus sich t\u00e4glich das Fressen im Futternapf teilen. Das ist wirklich verbl\u00fcffend, dass auch hier durch bestimmte Vorg\u00e4nge der Trieb des Jagens und Mordens vom vermeintlichen Feind geb\u00e4ndigt werden konnte. H\u00f6rt man mal wieder von Bordellen und Frauenhandel, fragt man sich das ja auch, in dem Falle vielleicht eher, wie es dazu kommen konnte, dass das als &#8222;nat\u00fcrlich&#8220; gesehen wird, denn ist die Lust an der Jagd und der Erniedrigung nicht tierisch? Auch wenn man Mensch ist und des Bewusstseins f\u00e4hig, kann einem das Morden beigebracht werden, denn man muss nicht die Hand heben mit einer Waffe, um des Mordes f\u00e4hig zu sein, man braucht, wie wir (Deutschen) von unserer Geschichte wissen, nur die willigen Aus\u00fcbenden. Man stempelt ein ganzes Volk zu gejagten, unw\u00fcrdigen M\u00e4usen, und obwohl so viele Fragen gefragt wurden, sind manche Antworten nie gefunden worden. In einer Zeit, als ich in einer strikten Mediationsausbildung war, traf in diesem Hof einmal ein Ausgestiegener aus der amerikanischen Navy Seal Elitetruppe\u00a0 ein, der sich verfolgt f\u00fchlte von den Knechten seiner Seniors, denn man verl\u00e4sst eine Elitetruppe nicht freiwillig. Er war in armen Verh\u00e4ltnissen in Harlem geboren und war irgendwie im\u00a0 Dunstkreis der als ehrenhaft gesehenen Eliteeinheit gelandet, wurde gnadenlos trainiert und zum Morden geschickt. Sie wussten nie, wo sie aus Fallschirmen herausgelassen wurden, nur, dass sie die dort befindlichen Menschen umzulegen hatten. Als ihm klar wurde, dass dieses sich als nobel tarnende M\u00e4nnerb\u00fcndnis ihn zu einem Instrument des Mordens gez\u00fcchtet hatte, nahm er sein goldenes Navy Seal Emblem ab und gab es zur\u00fcck, n\u00e4mlich dahin, wo sie gar nicht amused waren, da vorher noch nie jemand dem Mythos der Elite, sprich: der Gehirnw\u00e4sche, entkommen war. Diese Geschichte taucht auch deshalb wieder bei mir auf, weil gerade ein Navy Seal Elitecommander mit bestem Ruf vor Gericht steht, weil einige seiner Elite-Mitspieler ihn angeklagt haben, ohne Grund und aus purer T\u00f6tungslust Menschen abgeknall zu haben. Ich denke, es ist ratsam, die dunklen und hellen Anteile in der eigenen Psyche sorgsam zu erforschen, denn es f\u00e4llt doch auf, dass die Gewohnheit, sich selbst als &#8222;gut&#8220; zu empfinden, sehr weit verbreitet ist und keine Garantie daf\u00fcr, wie ein Mensch sich verh\u00e4lt, der von anderen Gehirnen noch gewaschen werden kann, selbst also ohne Waschmaschin lebt. Auch, dass Bildung keine Garantie ist, wusste man lange nicht. Der Weg der Selbsterkenntnis ist nicht gepflaster mit Garantien. Risikoreich, ganz sicher, aber auch spannender als das Vorgaukeln. Dass noch vor Kurzem ein Dichter (Paul Celan) den Tod als einen Meister aus Deutschland nannte, kann durchaus bedacht werden. Es sagt u.a. etwas sehr Tiefes aus \u00fcber die Gefahren der Meisterschaften.<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Karl Lagerfeld es als Toter in die Nachrichten der &#8222;Times of India schaffte, war schon bemerkenswert, auch wenn es auf der &#8222;Global News&#8220; Seite war, aber noch fragw\u00fcrdiger schien es den indischen Freunden, dass er seine Katze anbetete und sie auch geehelicht h\u00e4tte, w\u00e4re die Gesellschaft (meinte er) genug gereift f\u00fcr solche Vorg\u00e4nge. 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